25
Januar
2022

Ein- und Rückblick in das erste Schulhalbjahr an der MS Kapfenberg Stadt

Die Semesterferien stehen vor der Tür. Zeit, um einen kurzen Rückblick auf die erste Hälfte des dritten von Corona geprägten Schuljahres zu werfen:

Im September begann die Schule für die bereits corona-erprobten Schüler*innen quasi normal – in voller Klassenzahl, aber mit Maske und nun regelmäßigen PCR- und Antigen-Tests, was die Jugendlichen bereits zu richtigen Testprofis gemacht hat.

Durch den Lockdown im November haben sich die Klassengefüge zwar wieder ein wenig verändert – einige Klassen waren fast vollzählig an der Schule, andere oftmals von Quarantäne geplagt und in wieder anderen Klassen entschieden sich viele Jugendliche fürs Homeschooling –, aber nichtsdestotrotz haben sich die Schüler*innen der ersten Klassen bereits gut eingelebt. Vor allem deshalb, weil die ersten Schulwochen im September und Oktober besonders für Projekte zur Stärkung der Klassengemeinschaft genutzt werden konnten. Auch die Lehrer*innen sind nun allen Neuanfänger*innen bekannt und sie wissen bereits, welcher Lehrkraft was besonders wichtig ist.

Die zweiten und dritten Klassen sind trotz Corona bereits gut im Mittelschulalltag angekommen, auch wenn im Februar die Skikurswoche der Sportklassen der 2. und 3. Schulstufe an der MS Kapfenberg Stadt nun leider doch nicht stattfinden kann. Stattdessen können hoffentlich Sporttage im Sommer als Ersatz umgesetzt werden.

Die Schüler*innen der vierten Klassen freuen sich auf den bevorstehenden Abschluss der Mittelschulzeit. Gleichzeitig beginnen viele Jugendliche aber trotzdem, den geschützten Rahmen, den die Schule bietet, zu schätzen, und sind unsicher, was sie nun erwarten wird. Die berufspraktischen Tage, die hoffentlich wie gewohnt stattfinden können, sollen die Jugendlichen bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Aus schulsozialarbeiterischer Sicht ist das heurige Schuljahr geprägt vom diesjährigen Mobbingpräventionsschwerpunkt „Kein Platz für Hate“. Der Begriff „Mobbing“ hat in den Schulalltag längst Einzug gehalten, aber was das Wort eigentlich bedeutet und wie es sich von anderen Formen von Gewalt und Konflikten unterscheidet, wissen die wenigsten.

Ein spezieller Workshop zum Thema „Cybermobbing“ ist gerade in einer Zeit, in der die Schüler*innen oft auch in ihrer Freizeit auf den virtuellen Austausch reduziert sind, besonders wichtig. Das Wissen um strafrechtliche, wie auch das Deutlichmachen von psychischen Konsequenzen – nicht nur für die Betroffenen, sondern für die ganze Klasse – ist für viele Schüler*innen neu.

Den Selbstwert der Jugendlichen im Rahmen von Workshops zum Thema Zivilcourage zu stärken und ihnen ein Handwerkzeug zu geben, sich selbst als wirksam zu erleben, wird mit großer Begeisterung von den Schüler*innen angenommen.

Mit neugierigem und offenem Blick schauen wir nun ins zweite Schulhalbjahr, das uns weiterhin Flexibilität abverlangen wird, aber auch Mut und Vertrauen schenken soll.

 

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18
Januar
2022

Die „Dezember-Challenge“

in Kooperation mit dem Jugendzentrum ECHO

Ein großer Teil der Schüler*innen musste in diesem Schuljahr quarantänebedingt bereits viele Tage, teilweise sogar mehrere Wochen zuhause bleiben. Weder die Schule noch diverse Freizeitangebote durften besucht werden. In Lockdown 1 und 2 hatten die meisten Schüler*innen auf Alltag, Aktivität, Schulbesuch und gemeinsame Freizeitgestaltung gehofft und jede Möglichkeit auf persönliche soziale Kontakte genutzt. Spätestens in Lockdown 4 wurden Frustration und Passivität aber zunehmend spürbar: Die Kinder und Jugendlichen zogen sich mehr und mehr zurück, manche verließen kaum noch ihre Zimmer, geschweige denn die Wohnung. Die Schulsozialarbeiter*innen bemühten sich darum, trotz allem mit möglichst vielen Schüler*innen in Kontakt zu bleiben – unabhängig davon, ob sie den Präsenzunterricht besuchten oder zuhause geblieben waren.

Die Schulsozialarbeit der MS Fröbel und das Jugendzentrum ECHO arbeiten seit Jahren eng zusammen. Es gibt eine gemeinsame Mädchengruppe, eine Bubengruppe und themenspezifische Aktionen. Die Angebote werden vor allem nach dem jeweils aktuellen Bedarf und den covidbedingten Möglichkeiten gestaltet. Bereits in den vorangegangenen Lockdowns hatte es sich bewährt, sich über wahrgenommene Schwierigkeiten auszutauschen und dementsprechend bedarfsorientierte Angebote zu setzen. Anfang Dezember schilderte eine Schülerin, die zwar den Präsenzunterricht nicht besuchte, aber am Nachmittag zu den erlaubten Einzelgesprächen ins Jugendzentrum ECHO kam, der Schulsozialarbeiterin und den ECHO-Mitarbeiter*innen sehr eindrücklich die Gefühle, die dazu führen, dass sich Jugendliche zurückziehen und beispielsweise auch über ihre Traurigkeit nicht mehr sprechen wollen. Es erschien ihr als Herausforderung, wieder aktiver zu werden, wieder hinaus zu gehen, wieder soziale Kontakte pflegen zu wollen. Die Idee zur „Dezember-Challenge“ war geboren.

Gemeinsam wurden Aufgabenstellungen kreiert, deren Absolvierung allen Kindern und Jugendlichen möglich sein sollten. Egal ob zuhause, zu zweit, in der Schule oder direkt im Jugendzentrum – für jede Lebenssituation sollten lösbare Aufgaben dabei sein. Ziel war es, die Schüler*innen zu motivieren und zu aktivieren und ein „Gemeinsam-Gefühl“ entstehen zu lassen. Die Aufgabenstellungen, die von Bewegungsangeboten bis hin zu kreativen Arbeitsaufträgen reichten, wurden in einem Brief verschriftlicht (siehe Foto). Die Briefe wurden dann von der Schulsozialarbeiterin und den ECHO-Mitarbeiter*innen an interessierte Kinder und Jugendliche ausgegeben.

25 Schüler*innen nahmen an der Challenge teil, lösten ihre Aufgaben alleine oder in Kleingruppen, konnten sich selbst und andere motivieren. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten (Bewegung, Basteln, Rätsellösen, Fotobearbeitung, …) konnten sogar einige Schüler*innen erreicht werden, die davor bei außerschulischen Freizeitangeboten noch nicht dabei gewesen waren.

Damit alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit hatten, zumindest einen Teil der Aufträge erfüllen zu können, war dafür acht Tage lang Zeit. Die Mehrzahl von ihnen brachte die jeweiligen „Beweise“ aber bereits im Laufe der Challenge selbständig ins ECHO. Einige Schüler*innen nutzten auch die Chance, das Jugendzentrum gegen Ende der Challenge in Begleitung der Schulsozialarbeiterin besuchen zu dürfen. Die Teilnehmer*innen bekamen ihre Gewinne, je nachdem wie viele Aufgaben sie gelöst hatten (vorbereitete Papiertüten mit Salzgebäck, Süßigkeiten, einer Mandarine und Überraschungsgutscheinen). „Nebenbei“ konnte sowohl in der Schule, als auch im Jugendzentrum, einzeln und in Kleingruppen über das fordernde Jahr 2021 gesprochen werden – mit besonderem Fokus auf die persönlichen Ressourcen und Resilienzfaktoren.

 

 

 

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11
Januar
2022

Die Pausenecke an der MS Kapfenberg

Ein Beispiel für niederschwellige, aufsuchende Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit an der MS Kapfenberg Stadt umfasst wie an allen Standorten mit diesem Angebot sowohl Einzelberatung als auch Gruppenarbeit mit und in den Klassen. Zusätzlich können spezielle Gruppenangebote auch in der Freizeit stattfinden.

Vereinfacht dargestellt gibt es vier Möglichkeiten, wie es zu Kontakten zu den Kindern und Jugendlichen kommt:

  • Die Kinder und Jugendlichen selbst suchen den Kontakt, indem sie mit einem konkreten Anliegen um einen Termin bei dem/der zuständigen Schulsozialarbeiter*in bitten.

  • Aus einem niederschwelligen Kontakt in der Pause folgt eine Beratung.

  • Eltern, Erziehungsbeauftrage, Lehrer*innen, die Schulleitung und/oder andere Beteiligte wenden sich an die Schulsozialarbeiter*innen wegen Unterstützung, woraufhin den Kindern und Jugendlichen je nach Thema Beratungen oder Workshops in der Klasse angeboten werden.

  • Die Schulsozialarbeiter*innen selbst erkennen aufgrund von Beobachtungen in den Klassen oder aufgrund von Informationen von anderen, z.B. von Schüler*innen, den Bedarf und laden sie zu einer Beratung ein.

Über diese Wege gelingt es in der Regel sehr gut, vielen Kindern und Jugendilchen Unterstützung anzubieten und ihre Anliegen zu bearbeiten. Manche, die vielleicht Bedarf an einer Beratung hätten, können so allerdings nicht erreicht werden. Dabei handelt es sich oft um jene, die kaum „auffallen“ und sich nicht trauen, sich selbst an den/die Schulsozialarbeiter*in zu wenden. Um auch diese Schüler*innen zu gewinnen, ist Vertrauens- und Beziehungsaufbau über sehr niederschwellige und aufsuchende Sozialarbeit erforderlich. Im Idealfall lassen sich diese Kinder und Jugendlichen gewissermaßen durch ihr tägliches Leben begleiten und, wenn sie dann ein konkretes Anliegen haben, sind sie jederzeit gern dazu bereit, Gespräche mit der/dem Schulsozialarbeiter*in zu führen oder sogar zu suchen, wenn es notwendig erscheint.

Ein niederschwelliger und verlässlicher Zugang zu den Kindern ist die pro-aktive Pausenarbeit in den Schulen. Dabei geht es darum, in den Pausen als Schulsozialarbeit präsent zu sein und aktiv auf die Schüler*innen zuzugehen, um in ungezwungener Atmosphäre Kontakt mit ihnen aufzunehmen, und zwar sowohl im Schulhof und auf den Gängen als auch in den Klassen. Zielgruppe sind hier insbesondere jene Kinder und Jugendlichen, die noch bei keiner Beratung waren bzw. den/die Schulsozialarbeiter*in nicht gut (genug) kennen. Die Bandbreite der Pausenarbeit reicht von zwanglosem Smalltalk mit einzelnen Schüler*innen bis zu fixen freiwilligen Angeboten. An der MS Kapfenberg wurde dafür eine eigene Pausenecke eingerichtet. Sie ist einschließlich aller in einem Schrank gelagerten (Spiel-)Materialen den ganzen Tag über für alle frei zugänglich, wird aber in der Praxis nur während der Pausen genutzt, wenn der/die Schulsozialarbeiter*in anwesend ist.

Pausenecke der Schulsozialarbeit in der Mittelschule Kapfenberg Stadt

In der Pausenecke an der MS Kapfenberg stehen die Schulsozialarbeiter*innen für lockere Gespräche und Spiele zur Verfügung. Der Fokus liegt dabei auf dem gegenseitigen Kennenlernen und auf unbeschwerter Unterhaltung. Darüber hinaus ist es selbstverständlich auch möglich, einen Termin für ein längeres Gespräch oder eine richtige Beratung zu vereinbaren.

Ein positiver Nebeneffekt der Pausenecke ist es, dass sie samt aller dort aufliegenden Informationen über Erreichbarkeit und aktuelle Angebote der Schulsozialarbeit, aber auch des Jugendzentrums für alle sichtbar ist und so Kinder, Jugendliche, Erziehungsverantwortliche sowie das Schulpersonal an die Schulsozialarbeiter*innen im Schulgebäude und ihre Angebote erinnert.

Pausenecke der Schulsozialarbeit in der Mittelschule Kapfenberg Stadt

 

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22
Dezember
2021

Frohe Festtage und ein gutes & gesundes neues Jahr

Licht
Schnee
Besinnlichkeit
Weihnachtszauber
strahlende Kinderaugen
Lebkuchen, Glühwein
Tannenduft und Kerzenschein
reichlich Essen zum Genießen
funkelnde Sterne am Winterhimmel
viel Freude in der Winterwunderzeit
ein bisschen mehr Glitzer, ein bisschen weniger Stress
ruhige Tage zum Entspannen und Erholen
sich wirklich einmal die Zeit dazu nehmen, gar nichts zu tun
einen guten
Rutsch ins
neue Jahr

 

Wünscht ISOP Schulsozialarbeit mit einem großen Dank für
Begegnungen / Zusammenarbeit / bisschen auf den Weg begleiten / Austausch / Unterstützung / Vertrauen / gemeinsam Lachen / neues Erfahren / schöne Momente

Wir sind ab 10 Januar wieder erreichbar!

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21
Dezember
2021

Weihnachten im Schuhkarton

Eine Aktion in der PTS Eisenerz

Die ISOP-Schulsozialarbeit und die Jugendlichen der PTS Eisenerz haben, passend zur Weihnachtszeit, bei der Aktion – Weihnachten im Schuhkarton von ,,Samaritians Purse – die barmherzigen Samariter“ teilgenommen. Weihnachten im Schuhkarton ist eine weltweit beliebte Geschenkaktion und bereitet Kindern aus ärmlichen Verhältnissen eine Freude und das auf so einfache und faszinierende Art und Weise, da sie eine Überraschung in Form eines Schuhkartons erhalten. Diese Schuhkartons werden, entsprechend der selbstgewählten Altersgruppe des zu beschenkenden Kindes, mit Kleidung, Hygieneartikel und Co befüllt. Sind die Schuhkartons bepackt, kann man diese österreichweit bei bestimmten Standorten abgeben. Die Schuhkartons aus dem Sammellager in Österreich werden dann in Osteuropa verteilt. Die ISOP Schulsozialarbeit und die Jugendlichen der PTS Eisenerz haben durch diese Aktion dazu beigetragen, andere Kinder zum Strahlen zu bringen. Vielen Dank an die Schüler*Innen der PTS Eisenerz für den tollen Einsatz! Eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit wünscht die ISOP – Schulsozialarbeit!

 

 

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7
Dezember
2021

Wie reagieren, wenn Kinder im Internet nicht altergerechte Inhalte konsumieren (wollen)?

Kurz vor den Herbstferien hat unser Subunternehmer und Kooperationspartner „sofa – Verein für Schulsozialarbeit“, der mehrere Pflichtschulen im Bezirk Graz-Umgebung betreut, einen Elternbrief ausgesandt. Darin finden sich hilfreiche Tipps, wie Erwachsene, insbesondere Eltern und Erziehungsberechtigte damit umgehen können, dass Kinder und Jugendliche im Internet einfachen und schnellen Zugang zu nicht altersgerechten, oft verstörenden oder sogar traumatisierenden Inhalten in Videospielen und Streamingdiensten haben. Da es sich dabei um ein hochaktuelles Thema handelt, das für sehr viele interessant ist, gibt es den Text des Elternbriefs hier zum Nachlesen.

Liebe Eltern,
liebe Erziehungsberechtigte,

wir möchten Sie mit diesem Informationsschreiben auf eine Problematik hinweisen, die uns vermehrt aufgefallen ist und über die wir Sie wie folgt informieren möchten:

Immer wieder kommt es vor, dass Schüler*innen bei der Nutzung unterschiedlicher Medien auf Themen stoßen, die nicht passend für ihre Altersgruppe sind, da sie Gewalt, Straftaten und verstörende Inhalte zeigen. Dies bezieht sich nicht nur auf Videospiele, welche erst ab 14, 16 oder 18 Jahren freigegeben sind, sondern mittlerweile auch auf Serien, welche erst ab 16 Jahren erlaubt sind. Diese üben natürlich eine große Faszination auf Kinder aus, vor allem dann, wenn sie zum Gesprächsthema in der Schulpause werden. Derzeit übt vor allem die Netflix-Serie „Squid Games“ eine große Anziehung auf die Kinder aus, in welcher Menschen skrupellos in einem harmlos wirkenden Setting ermordet werden.

Wir möchten darauf hinweisen, dass diese Inhalte traumatisierend für Kinder sein können und möchten Ihnen, angelehnt an Tipps von der Fachstelle SaferInternet.at, Empfehlungen zum Umgang mit diesen Medien geben!

So können Sie Ihr Kind schützen:

  1. Treffen Sie vorbeugende Maßnahmen!

Sie können bei dem Streamingdienst eine Kindersicherung installieren, die Ihr Kind davor schützt die beschriebenen Inhalte zu konsumieren. Dies gelingt Ihnen folgendermaßen:

Loggen Sie sich über einen Internetbrowser unter www.netflix.com ein.

  • Wählen Sie bei allen Erwachsenenprofilen den Menüpunkt „Profilsperre“ und den Button „Ändern“

  • Ihr Netflix-Passwort muss nun erneut eingegeben werden

  • Haken Sie bei dem Kästchen „PIN für den Zugriff auf das Profil von_________erfordern“ an

  • Geben Sie einen selbstgewählten PIN ein

Tipp: Bitte wählen Sie einen PIN, den nur Sie kennen und wählen Sie außerdem aus, dass beim Erstellen eines neuen Profils ebenso dieser PIN erforderlich ist!

  • Zum Abschluss klicken Sie auf Speichern!

Wiederholen Sie diesen Vorgang am besten für alle Profile! Optional können Sie die Sperre auch für den Kinderbereich einrichten. Es gibt auch die Option, konkrete Titel (wie z.B. „Squid Game“) zu sperren, sodass diese gar nicht erst entdeckt oder abgespielt werden können.

 

  1. Informieren Sie sich über die Computer- und Konsolenspiele bzw. Serien, mit denen sich Ihr Kind beschäftigt.

Lassen Sie sich von Ihrem Kind aktuelle Lieblingsseiten, -spiele oder -anwendungen zeigen und versuchen Sie zu verstehen, warum Ihr Kind diese toll findet. Machen Sie die Internet- und Handynutzung zu einem gewohnten Thema in Ihrer Familie.

Auf www.saferinternet.at werden besonders aktuelle Faszinationen thematisiert; schauen Sie am besten regelmäßig auf der Website vorbei.

Bei Spielen, bei denen Sie sich nicht sicher sind, ob sie für die Altersgruppe Ihres Kindes geeignet sind, ist die Altersinformation am Spiel selbst ein guter Richtwert.

 

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Inhalte der Spiele und Serien und äußern Sie auch die Bedenken, die Sie haben.

Oftmals fasziniert es Kinder, über eigene Grenzen zu gehen und Erfahrungen zu machen, die sie noch nicht richtig zuordnen können. Das führt möglicherweise dazu, dass Kinder verunsichert werden und Ängste entstehen. Eine gute Gesprächsbasis ist das Um und Auf, um passen auf diese Erfahrungen zu reagieren bzw. darauf einzugehen.

 

  1. Vereinbaren Sie klare Regeln für den Medienkonsum und beschränken Sie die Bildschirmzeit Ihres Kindes. Achten Sie auch auf die Einhaltung dieser Regeln!

Diese können z.B. den zeitlichen Umfang, die genutzten Inhalte oder den Umgang mit Bildern und persönlichen Daten betreffen. Stellen Sie diese Regeln gemeinsam und transparent auf und fordern Sie deren Einhaltung auch konsequent ein auch wenn das für Sie anstrengend sein kann.

 

  1. Trotz allem übertreffen die Chancen von digitalen Medien deren Gefahren und Nachteile – ein gänzliches Verbot von Medienkonsum wird daher als Lösung nicht empfohlen!

Wie bereits erwähnt ist es sinnvoll, das Gespräch mit Ihrem Kind zu suchen und regelmäßig über mögliche Gefahren und Konsequenzen zu sprechen. So lernt Ihr Kind zu verstehen, weshalb Sie nicht möchten, dass es Inhalte konsumiert, welche Gewalt und andere nicht kindgerechte Themen zeigen.

Wenn Sie noch Fragen oder ein Anliegen zu den oben genannten Inhalten haben, melden Sie sich gerne bei Ihrer zuständigen Schulsozialarbeiterin. [Homepages der Einrichtungen anschauen und/oder der Schulen.]

Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen erholsame Herbstferien!

Herzliche Grüße

 

 

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30
November
2021

Get-together in der „Bunten Fabrik“

Kennenlernen im Jugend- und Kommunikationszentrum
in Kapfenberg

Da im letzten Schuljahr pandemiebedingt die Vernetzung mit dem Jugend- und Kommunikationszentrum „Bunte Fabrik“ in Kapfenberg kaum möglich war, sind wir nun froh, in diesem Schuljahr die Zusammenarbeit wieder aufgenommen zu haben. So bietet die Schulsozialarbeit am Standort der MS Kapfenberg Stadt im heurigen Wintersemester die Möglichkeit, auf Wunsch einen gemeinsamen Besuch im Jugendzentrum im Rahmen von zwei Unterrichtstunden zu organisieren. Dieses Angebot wird von mehreren Klassenvorständ*innen in Anspruch genommen bzw. wurde zum Teil bereits umgesetzt.

In den beiden ersten Klassen wurde der Besuch in der Bunten Fabrik als Freizeitangebot organisiert. Das Interesse daran war groß und die Vorfreude der Jugendlichen bereits Tage davor spürbar. Am 11. November war es dann endlich so weit: Nach Unterrichtsende starteten Alex und Irene als Verantwortliche für die Schulsozialarbeit an der MS Kapfenberg mit letztendlich 24 (!) Jugendlichen bei warmer Herbstsonne Richtung „Bunte Fabrik“. Schon am Hinweg war der Gesprächsbedarf zwischen dem/der Schulsozialarbeiter*in und den Jugendlichen spürbar. Allein schon für ein offenes Ohr und die gewidmete Zeit in ungezwungener Atmosphäre – beides kommt im stressigen Alltag oft zu kurz – waren die Kinder dankbar.

In der „Bunten“ angekommen stellten Florian und Marie-Christine sich, die Räumlichkeiten und mögliche Aktivitäten sowie die Hausregeln kurz vor. Nach einer bunten kulinarischen Stärkung strömten die Erstklässler*innen aus. Ob beim Austoben am Basketballplatz oder beim Tischtennisspiel, vorm Computer oder der Playstation oder einfach nur beim gemütlichen Chillen auf der Couch – für jede/n war etwas dabei.

Für uns als Schulsozialarbeiter*innen ist es an solchen Nachmittagen besonders spannend, die Jugendlichen außerhalb der Schule zu erleben. So werden Gruppendynamiken oder Beratungsthemen aus dem Einzelsetting für uns meist verständlicher und nachvollziehbarer. Auch die Beziehung zu den Jugendlichen wird durch den außerschulischen Kontext gestärkt. So suchen Schüler*innen den Kontakt, die sich im Schulalltag vielleicht nicht zu kommen trauen.

Erfüllt von neuen Eindrücken machten wir uns um 16.30 mit unseren Schüler*innen wieder auf den Rückweg zur Schule auf.

Viele, die das Angebot der „Bunten Fabrik“ davor noch nicht wahrgenommen hatten, waren begeistert und der erste Schritt für einen weiteren, vielleicht sogar regelmäßigen Besuch war getan. Das Ziel unseres Freizeitangebots wurde damit jedenfalls erreicht und wir freuen uns schon auf die nächsten Besuche in der „Bunten Fabrik“!

 

 

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23
November
2021

Girls‘ Day

Der 23. November ist Girls‘ Day! Dieser Aktionstag soll Mädchen und Frauen dazu ermuntern, über den Tellerrand sogenannter Frauenberufe zu schauen und technische bzw. naturwissenschaftliche Laufbahnen einzuschlagen. Dadurch soll der weibliche Anteil in den von Männern dominierten Berufssparten erhöht werden.

Ebenso wie beim Boys‘ Day am 11. November geht es beim Girls‘ Day um die Gleichbehandlung von Schülerinnen und Schülern, insbesondere um die Vermeidung von Benachteiligungen schon bei der Berufsorientierung. Alle Wege sollen allen offen stehen, egal welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen.

 

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17
November
2021

Ein Traudi! geht an… ISOP-Schulsozialarbeit fürs Projekt „Gesichter für die Ewigkeit“

Im Rahmen der Gala der Kinderrechte 2021 des Kinderbüros Steiermark wurde das Projekt „Gesichter für die Ewigkeit“ der ISOP-Schulsozialarbeit an der MS Albert Schweitzer am 12. November mit einem Traudi!, dem Steirischen Kinderrechtepreis, in der Kategorie “Projekte in Schulen und Kindergärten”, belohnt. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Hing‘schaut und an’packt“. Das offizielle Video, in dem  unser Gewinnerprojekt vorgestellt wird, gibt es hier auf youtube.

Und darum geht es im Projekt:

Vielfalt hat viele Gesichter. Einige sind blau, andere rosa, einige haben große abstehende Ohren, andere eine kleine Nase. Was diese Gesichter alle gemeinsam haben? Sie sind einzigartig. Einzigartig wie auch jede einzelne Person. Wir alle haben unsere kleinen und großen Kennzeichen, die uns ausmachen, die uns von anderen unterscheiden und uns zu dem machen, wer wir sind.

Derzeit haben wir alle noch etwas gemeinsam, eine Maske, die wir im Gesicht tragen. Ein Schutz vor Covid-19, der Krankheit, die uns alle seit nunmehr eineinhalb Jahren von unserem gewohnten Leben abhält. Corona hat unseren Alltag verändert und somit auch unseren Schulalltag. In der Normalität, in der wir zuvor alle unsere Gesichter in voller Schönheit, in seinen Ausdrücken und Facetten bewundern durften, sehen wir nunmehr eine weiße Maske. Vor allem in Settings wie den täglichen Beratungen der Schulsozialarbeit sind Körpersprache, Gestik und die Gesichtsmimik von großer Wichtigkeit, um Gefühlen Ausdruck zu verleihen und auch um diese deuten zu können. Ein lachendes Gesicht bewirkt so viel Gutes. Ein trauriges Gesicht gibt so viel von sich selbst Preis. Mit der Maske davor können wir all diese Zustände verschleiern und kaum noch deuten. Diesen Aspekt griff die Künstlerin Sazgar Salih gemeinsam mit der Schulsozialarbeit auf und verlieh ihm kreativen Ausdruck.

Nach einer langen Vorbereitungsphase wurden die Schüler*Innen der MS Albert Schweitzer dazu angeleitet, eine Wandfläche im Schulhaus zu gestalten. Die Wand wurde in verschiedene Abschnitte unterteilt und jedes Kind bekam einen dieser Ausschnitte zur freien kreativen Gestaltung eines individuellen Gesichtes. Das Malen eines Gesichtes ist dabei nicht sehr schwierig, dennoch entsteht in diesem kreativen Prozess ein einzigartiges Werk, ein einzigartiger Ausdruck der inneren Perspektive. Jedes Gesicht durfte frei gemalt werden. Egal ob es ein grünes, ein violettes oder ein gelbes Kinn, Auge, Nase oder Ohr hatte. Die freie Gestaltung ist es erst, die zur Einzigartigkeit und hier wiederrum zur Gemeinsamkeit beiträgt. Denn trotz der Individualität werden die Gesichter in der Gemeinschaft gezeichnet, in der Gruppe, es ist nicht nur ein Gesicht an der Wand abgebildet, es wird eine Wand aus verschiedenen individuellen Gesichtern, die eine Gemeinschaft bilden, eine zusammengehörige Gruppe. Anders und doch gleich, der Zusammenhalt zählt. Sazgar leitete den kreativen Prozess an und half den Schüler*Innen dabei, ihrer inneren Perspektive ein Gesicht zu geben. Teilweise mit, teilweise ohne Mund-Nasen-Maske davor.

In der MS Albert Schweitzer treffen Kinder und Jugendliche aus vielen unterschiedlichen Kultur- und Sprachkreisen aufeinander. Integration wird jeden Tag von allen Seiten gelebt und gefördert, weshalb es genau hier und genau in diesen speziellen Zeiten wichtig ist, Projekte zu entwickeln und durchzuführen, die gezielt zu einem Miteinander und einem Gemeinsamkeitsgefühl der Solidarität und des Zusammenhaltes beitragen.

Die Gesichter an der Wand zeigen die Vielfalt und Einzigartigkeit der Schule auf, die Einzigartigkeit und Gemeinsamkeit der Vielfalt, der Interkulturalität und des Zusammenhaltes, des Zusammengehörigkeitsgefühls in Zeiten von Distanz und Rückzug, von Masken vor dem Gesicht und dem Gefühl, dass wir es gemeinsam besser machen und füreinander da sind, in unserer bereichernden Diversität.

 

 

 

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16
November
2021

Internationaler Tag der Toleranz

Jeder Mensch hat den Wunsch nach Achtung, Anerkennung und Gleichbehandlung. Aufgrund so vieler unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Handlungsweisen, Meinungen und sehr individueller Überzeugungen wäre ein friedliches Zusammenleben ohne Toleranz undenkbar. Toleranz ist ein Grundprinzip der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Auch die UNESCO vertritt die Ansicht, dass dauerhafter Frieden in den Köpfen der Menschen beginnt. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Vereinten Nationen im Jahr 1995 unterzeichneten 185 Mitgliedstaaten der UNESCO die “Erklärung der Prinzipien zur Toleranz“, und seitdem wird am 16. November der Internationale Tag der Toleranz gefeiert.

Das Wort „Toleranz“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „ertragen, erdulden“. Ein toleranter Mensch lässt andere Meinungen zu, auch wenn er nicht mit deren Inhalt einverstanden ist – er „erträgt, erduldet“ sie. Wichtig ist das „Geltenlassen“ fremder Überzeugungen und Handlungsweisen. Eine tolerante Person hat keine Vorurteile und geht auf alle anderen offen zu, unabhängig von deren Herkunft, Geschlecht, Kultur, Religion, Geisteshaltung, Aussehen usw..

Trotzdem hat Toleranz auch Grenzen. Niemand sollte ungerechte, respektlose oder schädliche Verhaltensweisen des anderen akzeptieren.

„Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.
(Umberto Eco, 1993)

Jeder Mensch möchte von anderen Menschen so akzeptiert werden, wie er ist. Wichtig ist auch die Eigenakzeptanz, wenn jeder sich selbst akzeptiert, steigt damit die Anerkennung und Toleranz gegenüber anderen.

Schon vor etwa 2500 Jahren sagte der bekannte chinesische Philosoph Konfuzius:
“Behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“

 

 

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