7
Juli
2020

Ein Buch über die Quarantänezeit während des Lockdown

Aufgrund der Covid-19-Pandemie schlossen am 16. März diesen Jahres alle Schulen und auf einen Schlag veränderte sich damit auch für die Schulsozialarbeit die Arbeitsweise. Der persönliche Kontakt zu den Schüler*innen war nicht mehr möglich. Die Schulsozialarbeit verlegte ihre Tätigkeiten ins Home-Office. Wie sollte man aber trotzdem die so wichtige Beziehung zu den Schüler*innen nicht verlieren? Der einzelne Kontakt per Telefon und Social Media war natürlich möglich, aber wie ganze Klassen erreichen? Die Schulen selbst richteten teilweise Lernplattformen ein oder übermittelten ihre Aufgaben über die Homepage oder per Mail an die Schüler*innen oder deren Eltern. Die Schulsozialarbeit hatte dank der zuständigen Lehrer*innen ebenfalls die Möglichkeit, diese Plattformen zu nutzen, und so hatte die Schulsozialarbeit einer NMS die Idee, den Schüler*innen über diese Plattformen immer wieder Briefe oder Aufgaben  zukommen zu lassen.

Im ersten Brief ging es um aufmunternde Worte und wie die Schüler*innen mit der „Ausgangssperre“ umgehen könnten. Des Weiteren formulierte die Schulsozialarbeit Aufgaben, die in der Corona-Zeit Abhilfe gegen möglichen Frust oder Langeweile schaffen könnten, und bat darum, diese mittels Fotos und Texten zu dokumentieren. All dies wurde als freiwilliges Angebot seitens der Schulsozialarbeit gesehen. Nur fanden diese Aufgaben so großen Anklang, dass weit über 100 Mails (!) bei der Schulsozialarbeit eintrafen. Die Schulsozialarbeit bekam auf diesem Wege Einblick in den Alltag der Schüler*innen. Sie zeigten ihr unter anderem, was sie tun, um die Langeweile zu bekämpfen, wie sie die Zeit sinnvoll nutzten, etwas Neues lernten, schrieben Texte über ihr Zeitmanagement, interpretierten Texte zu scheinbar ausweglosen Situationen und ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

Zum Beispiel erhielt Schulsozialarbeit folgendes Foto

sowie einen kurzen Bericht über die ersten Wochen im Home-Schooling, ein paar Zeilen über die “Corona-Ferien” und ein Coronatagebuch.

All diese kleinen Briefe, Nachrichten, Bilder etc. entzückten immer wieder das Herz der Schulsozialarbeit, die all diese mit viel Freude las, sie aber auch hin und wieder zum Nachdenken brachten. Daraus wurde die Idee geboren, ein Buch über diese Inhalte zu gestalten. Dieses Buch soll als kleine Erinnerung an eine herausfordernde, ungewöhnliche, aufregende und gleichzeitig aufwühlende, aber auch lernintensive Zeit in jeglicher Hinsicht dienen und den Schüler*innen zeigen, wozu sie fähig sind und was alles zu schaffen ist.

 

 

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30
Juni
2020

Corona-Lockdown und „Neue Normalität“

Was sagen die Kinder und Jugendlichen dazu?

Seit 18. Mai sind die Türen der Volkschulen, der Neuen Mittelschulen und der Unterstufen in den Gymnasien für die Kinder und Jugendlichen wieder geöffnet!

Viele wünschten diesen Moment schon sehnlichst herbei. Eltern, Lehrer*innen, wir Schulsozialarbeiter*innen und auch die Kinder. Und doch ist alles nicht so wie vor dem Lockdown: Die Klassen wurden in zwei Gruppen eingeteilt, die jeweils nur zwei bis drei Tage pro Woche in der Schule sind. Schlangen vor den Eingangstüren der Schulen, Händedesinfektion und Fiebermessen, Abstand halten und Mundschutz – so sieht der neue Schulalltag aus.

Wir stellten uns die Frage, wie geht es den Kindern und Jugendlichen mit dieser Form des neuen Schulalltages? Was sind ihre Gedanken und Gefühle? Dazu haben wir Schulsozialarbeiter*innen in den letzten Wochen Zitate gesammelt, die einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt unserer Zielgruppe geben.

Eine Schülerin, 12 Jahre, antwortete auf die Frage, wie es ihr mit dem neuen Schulalltag geht folgendermaßen: „Sehr schlecht, weil einen Tag gehen wir, einen nicht, einen Tag kann ich länger schlafen, einen nicht und so weiter… Unterricht ist ganz ok wie immer.”

Eine andere kann der Einteilung in zwei Gruppen durchaus Positives abgewinnen: „Die Lehrer*innen sind viel chilliger und haben Zeit zum Erklären.“ Schülerin, 13 Jahre.

Ein Kind, 12 Jahre, sieht die Situation ähnlich: „Schule ist so viel schöner, wenn wir nicht alle da sind. Natürlich mag ich die anderen Kinder auch, aber die Lehrer sind ruhiger, wir sind ruhiger, das ganze Haus ist ruhiger. Das ist wirklich angenehm, ich wünschte es wäre immer so.“

Ein*e Schüler*in, 12 Jahre, beschrieb die neue Normalität so: „Es ist alles viel ruhiger und es fühlt sich trotzdem so an, als würde die Welt aufwachen. Wie in einem langen Traum, oder in dem Märchen, wo man lange schläft und dann ist immer noch alles gleich und trotzdem alles anders.“

Freunde, Lehrer*innen und Schulsozialarbeit wurden vermisst, was nachfolgend nachzulesen ist: „Es war so krass nach 8 oder 9 Wochen die Lehrer zu sehen und meine Freunde! Mit manchen habe ich von Zeit zu Zeit geredet, halt so, wir spielen über PS4 zusammen.” Schüler, 11 Jahre.

Ein anderes Kind, 13 Jahre, meinte dazu: „Ich habe die Schule nicht so sehr vermisst wie meine Freunde, aber ich bin draufgekommen, dass Schule schon viel mehr ist als nur Mathe lernen“.

Eine Schülerin, 12 Jahre, freute sich besonders, endlich wieder persönlichen Kontakt zur Schulsozialarbeiterin zu haben: „Ich hab dich richtig vermisst in der Zeit, ich fühle mich so wohl bei dir und würd’ am liebsten jeden Tag zu dir kommen.“

Auch Distance Learning wurde bei den Beratungsgesprächen zum Thema, wo ein Schüler, 12 Jahre, beispielsweise diese Art des Unterrichts als sehr belastend beschrieb: „Bin ich froh, dass wieder Schule ist. Daheim vor dem ganzen Zeug hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie das geht“.

Doch es gab auch positive Rückmeldungen auf die Frage “Wie war das Distance Learning für dich?“: „Voll gut! Ich habe alle meine Frühwarnungen ausgebessert. Daheim finde ich es viel cooler, da habe ich mehr Ruhe. Nicht so einen Druck. Ich mache die Aufgaben in meinem Tempo, nach der Reihe. Das find ich viel besser!“

Auf die Frage, wie sie die Zeit zu Hause im Lockdown erlebt haben, kamen unterschiedliche Statements. Von langweilig, belastend, bis zu erholsam und entspannend:

“Die Corona-Zeit war für mich langweilig. Ich habe 4-5 Filme geschaut und viele Spiele geladen und gespielt, mir war es aber trotzdem langweilig.” Schülerin, 12 Jahre.

Ein Schüler, 12 Jahre, nutzte die Zeit für Gespräche mit seinen Eltern: „Ich habe mit meinen Eltern viele Gespräche geführt, auch über die Welt, weil Corona betrifft alle, und dann haben wir auch über Trump und über die Weltpolitik gesprochen und das fand ich sehr schön und auch spannend. Dann habe ich darüber viel im Internet gelesen und habe das Gefühl, wirklich viel gelernt zu haben.“

Oder ein anderes Kind sieht den positiven Effekt des Lockdowns für die Umwelt:

„Ja es war nicht so schön, immer zu Hause zu sitzen, aber es ist schon auch was Positives dran, an dieser Corona-Geschichte, weil es gibt jetzt wieder Delphine in Italien.“ (11 Jahre).

Belastende Situationen gab es für die eine oder den anderen bestimmt genug, doch manchmal konnten diese sehr gut gemeinsam in der Familie gemeistert werden, wie das folgende Zitat zeigt: „Meine Eltern waren immer sehr gestresst, weil ich habe viele Geschwister. Und jetzt haben wir das alles gemeinsam gemacht, aufgeräumt, Betten gemacht, gekocht und wir waren auch sehr oft spazieren. Ich dachte immer, das machen nur langweilige Erwachsene, aber sowas kann echt schön sein.“ Schülerin, 13 Jahre.

Einige Kinder nutzten die Zeit, um mehr Sport zu treiben, um gemeinsam mit den Eltern Zeit zu verbringen oder auch einfach um sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen: „Ich habe oft an andere Kinder gedacht, die sich alleine fühlen und denen es nicht so geht wie mir, weil wir hatten wirklich gutes Essen und auch Spaß und haben viel gemeinsam gemacht. Das hab’ ich von dir (Anmerkung: der Schulsozialarbeit) gelernt, auch an andere zu denken.“ Schüler*in, 12 Jahre.

„Ich habe in der Corona-Zeit jeden Tag in der Früh Sport mit meinem Vater gemacht; entweder Laufen, Fußballspielen oder Wandern. Danach war ich immer froh, mich zum Schreibtisch setzen und lernen zu dürfen.“, Schüler, 12 Jahre.

„In der Corona-Zeit hab ich jeden Tag Haribos gegessen, das war wirklich schön, daran könnte ich mich gewöhnen!“, Schülerin, 12 Jahre.

„Wir waren in den Corona-Ferien jeden Tag bei unseren Schafen, in unserer Höhle im Wald, Radfahren oder einfach unterwegs. Die Corona-Ferien waren so schön!“, Schülerin, 12 Jahre.

Erkennbar an den Statements ist die durchwegs positive Grundeinstellung der Kinder. Trotz ihres jungen Alters schafften sie es, in dieser beispiellosen Zeit das Positive zu sehen und den zum Teil sicherlich sehr herausfordernden Lebensalltag im Lockdown und mit Distance Learning gut zu meistern. Mit ihrer positiven Art und ihren ehrlichen Zitaten zauberten sie der einen oder dem anderen Schulsozialarbeiter*in ein Lächeln auf die Lippen.

Vielen Dank Kids, ihr seid die BESTEN!

 

 

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30
Juni
2020

Hospitation an der NMS Kapfenberg-Stadt

Im Rahmen eines zweijährigen Erasmus+ Projekts, an dem die ISOP-Schulsozialarbeit beteiligt ist, konnten am 5. März 2020 zwei Walddorfpädagoginnen aus Slowenien an der NMS Kapfenberg-Stadt begrüßt werden. Auf dem Programm stand neben der Präsentation der Schule die Möglichkeit, den Berufsalltag von Schulsozialarbeit gezielt zu beobachten.

Nach einer freundlichen Begrüßung fand ein interessanter und ausführlicher Austausch über die verschiedenen Angebote der Schule statt, die sich das Motto „Wir sind der Ort, an dem die Zukunft passiert und jener Ort, an den man sich in der Zukunft erinnert.“ (NMS Kapfenberg-Stadt, o.D.) auf die Fahnen geheftet hat. Ein wichtiges Prinzip der Schule ist dabei die gesunde und bestmögliche Entwicklung jedes einzelnen Kindes.

Nach einer Einführung in die personellen und allgemeinen Gegebenheiten an der NMS Kapfenberg-Stadt, führte Schulsozialarbeit die beiden Pädagoginnen durch den allgemeinen Schulbereich, um ihnen das Schulgebäude mit seinen derzeit 12 Klassen zu zeigen. Begeistert begutachtete die Gruppe die Schule, bevor es im Konferenzzimmer einen gemütlichen Austausch bei Kaffee und Gebäck gab. Es fanden interessante Gespräche über die Unterschiede zwischen den beiden Schulsystemen statt. Während in Slowenien alle Schulstufen an einem Schulstandort zusammengefasst werden, sind in Österreich dem Alter nach getrennte Schulen die Regel. Ein Miteinander von älteren und jüngeren Schüler*innen ist daher bei uns – außer in Ausnahmeschulzentren – kaum gegeben und lässt Gedanken zu Vor- oder Nachteilen derselben im Raum stehen. Grundsätzliche Unterschiede bestehen auch im pädagogischen Konzept der österreichischen Regelschulen und der slowenischen Walddorfschulen.

Danach konnten die Hospitantinnen einen von Schulsozialarbeit durchgeführten Workshop zum Thema Konfliktbewältigung beobachten, der anschließend besprochen wurde. Der inhaltliche Schwerpunkt der Einheit ergab sich dadurch, dass ein Schüler etwas von sich preisgab, mit dem niemand „gerechnet“ hätte. Nach diesem „Input“ des Schülers war es auffällig, so die beiden Beobachterinnen, dass sich auch weitere Schüler*innen zu Wort gemeldet hatten, die davor sehr zurückhaltend gewesen waren. In diesem Zusammenhang wurden gemeinsam die Sichtbarkeit der individuellen Klassendynamik und die verschiedenen Charaktere innerhalb der Klasse analysiert. Von den beiden Pädagoginnen wurde angemerkt, dass Rollenspiele unter den Kindern- und Jugendlichen eine wertvolle Ergänzung zum sozialen Lernen darstellen können und die Schüler*innen dadurch aktiv üben können, wie miteinander umgegangen werden soll. Besonders bei autistischen Schüler*innen stelle das einen großen Wert dar, betonten die Gäste. Eine wichtige Thematik im gemeinsamen Austausch war es auch, den Gegensatz zwischen „schüchternem Mädchen“ und „coolem Buben“ aufzuzeigen, der sich daraus ergeben kann, dass unterschiedliche Charaktere oft andersartige Strategien verwenden, um mit ihren Unsicherheiten umzugehen. Das gemeinsame Erleben des Workshops bestärkte die Hospitantinnen darin, zukünftig womöglich wöchentlich solche abzuhalten, um das soziale Miteinander zu stärken.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es an uns – den Erwachsenen – liegt, den Kindern und Jugendlichen – sprich der neuen Generation – soziale Werte unmissverständlich zu vermitteln. Diese sind in unserer Gesellschaft höchst notwendig, insbesondere Toleranz, Empathiefähigkeit und vor allem einen Beitrag für ein wertschätzendes Miteinander. Durch die Möglichkeit dieses spannenden Austausches konnten die beiden Lehrerinnen und Schulsozialarbeit in vielerlei Hinsicht gegenseitig voneinander profitieren.

 

Weitere Treffen im Rahmen vom Erasmus+Projekt sind Coronabedingt verschoben worden.

 

 

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26
Juni
2020

Lockdown und Entwicklung der Jugend

Manchmal gibt es nicht viel hinzu zu fügen. DGSA Blog Soziale Arbeit hat einen spannenden Artikel geschrieben

www.blog.dgsa.de/jugendliche-brauchen-freiraume

Hier ein Paar Zitate aus dem Artikel:

“Die Jugendpsychologie wie Hirnforschung zeigt uns auf, dass es in der Jugendphase (insbesondere im gerade weltweiten Krisenmodus) für das Aufwachsen wichtigere Dinge gibt, als ein sich gerade komplett umbildendes Gehirn mit vermeintlich notwendigem Wissen zu füllen. Nicht nur aus Kinder- und Jugendschutzaspekten ist es fatal, junge Menschen nahezu komplett in private Räume zurückzudrängen und als einziges Licht am Ende des Tunnels an die Öffnung von Schulen zu denken. Jugendliche benötigen Menschen, die sie (auch psychisch) unterstützen können. Was Jugendliche in dieser Situation am wenigsten gebrauchen können, dürfte Leistungsdruck durch Homeschooling sein.”

“Das „Opfer“, welches diese Altersgruppe gerade bringt, wird in den medialen Inszenierungen so gut wie nicht thematisiert. Es ist ihr Auftrag, sich von Eltern zu lösen, sich in der Gesellschaft neu zu positionieren. Dazu brauchen sie Peers, dazu brauchen sie reale Orte, an denen sie sich treffen können, dazu brauchen sie die Option, sich außerhalb (enger) familiärer Wohnflächen bewegen zu können. ”

Viel Spass beim Lesen!

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23
Juni
2020

Kreativnachmittag im Rahmen des Freizeitangebots „Mädchengruppe“

von und mit ISOP Schulsozialarbeit

Anfang März 2020 fand wie an jedem zweiten Donnerstagnachmittag das Freizeitangebot „Mädchengruppe“ statt. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt im Grazer Sozialraum 4 (Bezirke Lend, Eggenberg, Gösting) in Zusammenarbeit mit affido-pflegefamilien-kinderdörfer-familienarbeit Gmbh, der ISOP Schulsozialarbeit und dem Jugendzentrum EggenLend. Offizieller Projektträger sind das Amt für Jugend und Familie der Stadt Graz und die AG SR4. Konkret am Projekt beteiligt sind die ISOP-Schulsozialarbeiterinnen und Schülerinnen der NMS Karl Morre, NMS Algersdorf und NMS Kepler sowie die Mitarbeiterinnen des Jugendzentrums EggenLend und Mitarbeiterinnen der sozialräumlichen Familienarbeit von affido. Das Angebot ist aufgrund der sozio-ökonomischen Bedingungen vieler Familien kostenlos und niederschwellig und offen für alle Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren aus dem Sozialraum.

Bei diesem Termin lag der Fokus auf kreativem Ausdruck und Gestaltung. Diese Themen erfreuen sich erfahrungsgemäß großer Beliebtheit und sind stets sehr gut besucht. So nahmen auch an diesem Nachmittag 15 Mädchen teil. Veranstaltungsort war diesmal das Jugendzentrum EggenLend, das dazu für die Dauer von zwei Stunden exklusiv zur „bubenfreien Zone“ wurde. Angeboten wurden verschiedene kreative Tätigkeiten an mehreren Stationen, die von den Mitarbeiterinnen des Projekts betreut wurden: Schmuck basteln (Ohrringe, Ketten, Armbänder), Stofftaschen bemalen und Teelichter/Schmuckgläser gestalten mit Steinen, bunten Bändern, Washi-Tape etc.

Die Mädchen entschieden selbst, welche Tätigkeit sie interessierte, und zeitlich ging es sich sogar aus, mehrere Dinge zu gestalten, die sie natürlich mit nach Hause nehmen konnten, sei es für sich selbst oder als Geschenk für Freundinnen und Mamas. Stolz präsentierten sie ihre Kunstwerke den Mitarbeiterinnen vor Ort und wie rückgemeldet wurde auch den Lehrerinnen in der Schule, die ihre Schmuckstücke lobten.

Die Atmosphäre und Stimmung ist an kreativen Terminen stets konzentriert, entspannt und überraschend ruhig, was sehr angenehm für alle Beteiligten ist. Ebenso ergeben sich dadurch gute Gespräche. Darüber hinaus gibt es stets eine gesunde Jause für die Mädchen, die nach der Schule oft sehr hungrig sind, sodass selten etwas übrigbleibt. Diesmal wurden selbstgemachte Aufstriche, Brot, Obst und Gemüsesticks angeboten.

An diesem Kreativnachmittag durften wir auch zwei Gäste aus Deutschland begrüßen, die im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Schule Inklusive demokratischer Veränderungen“ u.a. bei ISOP Schulsozialarbeit hospitierten. Die beiden Grundschullehrerinnen zeigten sich sehr interessiert am Angebot, brachten sich gut ein und bastelten auch mit. Die Schulsozialarbeiterinnen und Projekt-Kolleginnen standen für alle Fragen zur Verfügung und stellten Infomaterialien zur Mädchengruppe bereit.

Die Mädchen profitieren von diesem Freizeit-Kooperationsprojekt in mehrerlei Hinsicht:

Ihnen wird Raum gegeben, wo sie sie selbst sein, sich neu entdecken und gemeinsam wachsen sowie sich partizipativ aktiv einbringen können. Darüber hinaus werden/wurden durch die Zusammenarbeit verschiedener Schulen neue Freundschaften geknüpft und bereits bestehende vertieft. Ein derartiges Kreativangebot bietet den Mädchen insbesondere die Möglichkeit, sich handwerklich zu betätigen, sich kreativ auszudrücken und auch Anregungen für neue Freizeitbeschäftigungen zu bekommen, die zudem stressreduzierend wirken. Ebenso wird durch das selbständige Tun und durch das Gefühl, ein selbst geschaffenes Produkt in Händen zu halten, die Selbstwirksamkeit gestärkt.

Abschließend soll nochmals die hervorragende Kooperation zwischen ISOP Schulsozialarbeit, offener Jugendarbeit und dem Träger der Kinder-Jugendhilfe unterstrichen werden, die maßgeblich zum Erfolg des Projekts beiträgt. Aufgrund der Wirksamkeit und der Nachfrage fand vor kurzem ein Ausbau des Projekts „Mädchengruppe im Sozialraum 4“ statt, und zwar mit einem ebenfalls 14-tägigen Angebot im/mit dem Jugendzentrum Echo und Schülerinnen und ISOP Schulsozialarbeiterinnen der NMS Kepler und NMS Fröbel.

Wir hoffen auf eine Weiterführung im Herbst!

 

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17
Juni
2020

Erasmus+ Projektpartner*innen auf Besuch im März in Graz

Ein Beitrag, der vor der Lockdown geschrieben worden ist. Schön war es mit den Hopsitant*innen! Heute hätten wir uns in Berlin  für den Abschluss treffen sollen – ist verschoben worden.

ISOP-Schulsozialarbeit macht in Zusammenarbeit mit der NMS St. Peter bei einem zweijährigen Erasmus+ Projekt mit den Schwerpunkten Inklusion, Demokratie und Haltung mit. Ziel ist es, eine demokratische Schulentwicklung zu unterstützen und zu fördern.

Ein Teil des Projektes besteht darin, dass die Projektpartner*innen aus Deutschland, Slowenien und aus der Schweiz uns in Graz zum Hospitieren besuchen und so selbst den Schul- und Arbeitsalltag in der NMS St. Peter und von Schulsozialarbeit kennenlernen. Dazu wurde gemeinsam mit Lehrer*innen und der Schulleitung der NMS St. Peter ein abwechslungsreiches Programm für die Hospitationswoche erstellt. Anfang März war es dann soweit, dass wir unsere Gäste in Graz willkommen heißen durften.

Am ersten Tag ging es nach der Begrüßung der Gäste darum, den Standort der NMS St. Peter kennenzulernen und das österreichische Schulsystem sowie ISOP-Schulsozialarbeit vorzustellen. Am Nachmittag fand dann eine sehr interessante Stadtführung zum Thema Menschenrechte vom Verein Xenos statt.

Von Dienstag bis Donnerstag standen die Unterrichtshospitationen auf dem Programm. Die Hospitierenden hatten die Möglichkeit aus einem vielfältigen Programm zu wählen: Einerseits konnten sie den Unterricht in der NMS St. Peter beobachten und andererseits bei Workshops sowie Einheiten der Schulsozialarbeit zum Sozialen Lernen dabei sein. In der NMS St. Peter konnten die Hospitierenden Workshops zum Thema Kinderrechte und Social Media besuchen. Außerdem stellten Schulsozialarbeiter*innen der Volksschule Graz Hirten, der Volkschule Bertha von Suttner und der NMS Kapfenberg ihre Arbeit an den jeweiligen Standorten vor und boten die Möglichkeit an, dort zu hospitieren. Nachmittags konnten Freizeitangebote wie die Buben- und die Mädchengruppe begleitet werden, die von Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit dem Sozialraum 3 und dem Sozialraum 4 sowie Kooperationspartner*innen veranstaltet werden.

Ein Highlight dieser Woche war, dass am Mittwoch nach den Hospitationen ein Ausflug in die Südsteiermark stattfand. So konnten unsere Gäste die Region und die Kulinarik der Südsteiermark kennenlernen. Nach dem Besuch einer Kernölmühle und eines Weinguts bildete die Einkehr bei einer Buschenschank in den Weinbergen den Abschluss.

Am Donnerstagabend wurde dann noch in die plauderBar, den kulinarischen und kommunikativen Treffpunkt im Haupthaus von ISOP, eingeladen. Bei multikulturellen Buffet wurde das Projekt plauderBar mit seiner integrativen Zielsetzung vorgestellt. Neben hervorragenden Essen konnte man sich in angenehmer Atmosphäre gut vernetzen.

Die Woche war geprägt von informativen und interessanten Austauschgesprächen. Die Hospitationsmöglichkeiten wurden gut genutzt und unsere Gäste waren von der Vielfalt unseres bunten Programms begeistert.

 

 

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9
Juni
2020

BanHate – die erste mobile App gegen Hasspostings und Hate crimes

Die „BanHate“-App wurde im Jahr 2017 als die erste mobile App zur einfachen und unbürokratischen Meldung von Hasspostings im Netz entwickelt. Mit nur wenigen Klicks können Postings aller digitalen Medien und aus ganz Österreich gemeldet werden. Die gemeldeten Beiträge werden auf deren strafrechtliche Relevanz geprüft und an die zuständigen Stellen und Behörden übermittelt. Melderinnen und Melder bekommen eine Rückmeldung und können stets den Bearbeitungsverlauf über die App abrufen.

Im Mai 2020 wurde die BanHate-APP erweitert. Ab sofort können über BanHate auch sogenannte Hate crimes auf unbürokratische Weise gemeldet werden. Hate crimes sind Straftaten, die auf Vorurteilen oder Feindseligkeiten gegenüber bestimmten gesellschaftlichen Gruppen basieren und im Gegensatz zu Hasspostings nicht online stattfinden, sondern real und im „echten Leben” geschehen.

Österreich wird international für die fehlende statistische Erfassung von Hate crimes kritisiert. Durch die Erweiterung der BanHate-App soll nun auch die Erfassung von Hate crimes in Österreich garantiert werden.

Auch die Meldung von Hate crimes erfolgt mit nur wenigen Klicks. Wird man Opfer eines Hassverbrechens und beispielsweise in der Straßenbahn oder an öffentlichen Plätzen aufgrund eines Diskriminierungsmerkmals beschimpft oder angegriffen, oder beobachtet man einen solchen Vorfall, kann der Vorfall zusammengefasst über die BanHate-App samt Angaben zum Ort und Zeitpunkt des Vorfalls und weiteren Angaben, beispielsweise zur Motivation der Täterin oder des Täters an die Antidiskriminierungsstelle Steiermark übermittelt werden. Angaben zu angenommenen Diskriminierungsgründen erleichtern der Antidiskriminierungsstelle Steiermark dabei die Kategorisierung zur Motivation hinter der Tat. Fügen die Melderin oder der Melder der Meldung auch Fotos hinzu, können entsprechende Vorfälle inhaltlich von der Antidiskriminierungsstelle Steiermark geprüft werden.

Melderinnen und Meldern soll so eine bürokratische Hürde genommen werden. Der Fall wird erfasst und es erfolgt eine Aufklärung über rechtliche Möglichkeiten oder die Möglichkeit, einen Vorfall auch bei Behörden anzeigen zu können.

Durch die Erweiterung der BanHate-App soll die Beratung für Betroffene verstärkt, aber auch die Zivilcourage von Zeuginnen und Zeugen gefördert werden.

Die App steht kostenlos in den App Stores (iOS-Store, Google-Play Store) zum Download zur Verfügung.

Für den gesamten deutschsprachigen Raum. https://www.banhate.com
https://itunes.apple.com/at/app/banhate/id1217629672
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.banhate
http://www.antidiskriminierungsstelle.steiermark.at/

 

 

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2
Juni
2020

Nicht auf Kinder und Jugendliche vergessen!

Die gesamte steirische Jugendarbeit, alle Organisationen des Dachverbands der steirischen Jugendarbeit, des Landesjugendbeirats und des Fachstellennetzwerks sowie die Kinder-und Jugendanwaltschaft, stehen mit Rat und Tat zur Seite und werden alles dafür tun, dass Kinder und Jugendliche gut begleitet und gestärkt werden.

DIE NETZWERKE DER STEIRISCHEN KINDER UND JUGENDARBEIT APPELIEREN:

Nicht auf Kinder und Jugendliche vergessen!

Gestalten wir gemeinsam weiter.

Kinder und Jugendliche waren stark eingeschränkt, besonders auch in ihrem sozialen Leben. Für Jugendliche sind diese Krise und die Maßnahme, soziale Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, eine besondere Herausforderung gewesen. Faktoren wie Wohnsituation, soziale Lage, Geschlecht/Rollenaufteilung etc. haben diese Erfahrungen maßgeblich strukturiert. Freiraum, Mobilität, soziale Kontakte, Austausch mit Freund*innen und erwachsenen Vertrauenspersonen, Bewegung und Sport, unter anderem im öffentlichen Raum, sind zentrale, entwicklungspsychologisch bedeutende, stabilisierende Faktoren für junge Menschen. Jugendliche brauchen die Auseinandersetzungen mit Erwachsenen, mit Autoritäten, mit ihrem Umfeld. Spannungen und Konflikte zu Hause, in den Familien, in den Schulen und Ausbildungsstätten sind daher in der Lebensphase Jugend keine Seltenheit. Soziale Kontakte sind eine wichtige Orientierungshilfe für Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Gerade in dieser außergewöhnlichen und anspruchsvollen Situation ist der Kontakt zu Fachkräften der steirischen Kinder- und Jugendarbeit besonders wichtig und wertvoll!

Kinderrechte sind Zukunftsrecht!

Bei allen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erlassenen Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen sowie deren Auswirkungen muss das Wohl der Kinder und Jugendlichen vorrangig beachtet werden. Dies ergibt sich bereits aus Artikel 1 des Bundesverfassungsgesetzes über die Rechte von Kindern. Die Einhaltung der Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention, und hier insbesondere die Rechte auf Schutz, Förderung, Beteiligung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, muss gerade in dieser Ausnahmesituation höchste Priorität haben und in der Planung und Förderung von Angeboten für Kinder und Jugendliche ihren Niederschlag finden!

Jugendarbeit hat einen sozialpolitischen Auftrag!

Die Corona-Pandemie machte einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, benachteiligte Zielgruppen zu stärken. Jugendarbeit kann hier ein wichtiges Korrektiv darstellen und durch eine gezielte Arbeit mit Mädchen und Burschen jene auffangen, die es besonders dringend brauchen.

Jugendarbeit in der Steiermark wirkt!

Gerade in herausfordernden Zeiten ist dabei eine aktive kommunale Kinder- und Jugendpolitik notwendig und wichtig! Kommunale Kinder- und Jugendpolitik gestaltet positive Rahmenbedingungen für die kinder-, jugend- und familienfreundliche Gemeinde. Gelingende Kinder- und Jugendpolitik ist damit eine Querschnittsaufgabe in den Städten und Gemeinden und ein wichtiger „weicher Standortfaktor“ für zukunftsfähige Kommunen, der unbedingt forciert werden muss. Die Beteiligung junger Menschen an Gestaltungsprozessen, die Unterstützung ihrer Selbstorganisationsfähigkeit und der Artikulation ihrer Interessen in unterschiedlichen Zusammenhängen (persönliche Interessen, lebensweltspezifische Interessen, gesellschaftliche und politische Interessen) stellt eines der wichtigsten Handlungsprinzipien in der steirischen Jugendarbeit dar. Beteiligung findet in vielfältigster Weise in der täglichen Arbeit der Jugendorganisationen, Fachstellen, Jugendzentren und Jugendräume statt, da das umfassende Angebot der steirischen Kinder- und Jugendarbeit ideale Voraussetzungen für unterschiedliche Partizipationsvorhaben bietet. Auf allen Ebenen ist es deshalb wichtig und möglich, Kinder und Jugendliche und ihre Bedürfnisse nach Begegnungsräumen und Gestaltungsmöglichkeiten ernst zu nehmen und einen partnerschaftlichen und demokratischen Umgang zu fördern!

Die steirische Jugendarbeit öffnet schrittweise ihre Angebote!

Nach der notwendigen Schließung der Einrichtungen bzw. der starken Einschränkung von Angeboten während der krisenhaften Zeit, hat die steirische Jugendarbeit ihre vielschichtigen Aktivitäten auf Online-Formate verlegt, um weiterhin für Kinder und Jugendliche kreative und innovative Angebote zu bieten. Nun ist es wieder an der Zeit, auch physisch in Erscheinung zu treten und die Begegnungsorte der Jugendarbeit für Kinder und Jugendliche zu öffnen. Das Jugendministerium hat offiziell verlautbart, dass Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit ab dem 1. Mai österreichweit wieder öffnen dürfen.

Die Umsetzung der Maßnahmen liegt in der lokalen Verantwortung der Träger und Gemeinden. Über eine schrittweise Öffnung und deren begleitenden Maßnahmen, muss im konkreten Fall gemeinsam mit der Kommune und dem Träger entschieden werden.

Herausforderung Sommerferienaktivitäten – klare Statements und Bestimmungen für eine qualitativ hochwertige Betreuung erforderlich

Ein großer Bedarf zeichnet sich an Ferienangeboten ab. Denn oftmals haben Eltern bereits während des Corona-Lockdowns ihren Urlaub in Anspruch nehmen müssen. Nach Monaten der sozialen Isolation und der verbreiteten Ängste in Bezug auf den Coronavirus ist es nun besonders wichtig, das körperliche und seelische Wohl der Kinder in den Fokus zu rücken.

Dazu gehört ein unbeschwerter, gut betreuter Sommer, welchen sie im Kreise von Gleichaltrigen und erlebnisreichen Sommerferienaktivitäten verbringen können.

Um eine qualitativ hochwertige Sommerferienaktivität mit Spiel, Spaß, Natur, Freunden und Gemeinschaft in den Vordergrund zu rücken, muss von den sonst üblichen, stark einschränkenden Sicherheitsbestimmungen abgesehen werden. Eine 1-Meter-Abstandsregel ist beispielsweise in einem Ferienlager nicht realistisch und ohne Qualitätsverlust umzusetzen.

Die Aktivitäten im Sommer benötigen eine nicht zu unterschätzende Vorlaufzeit. Der Faktor Zeit wird hier von der Regierung völlig außer Acht gelassen. Viele Angebote wurden bereits abgesagt, weitere werden auf Grund der Unsicherheit folgen.

Wir rufen die Politik auf, sich mit klaren Statements und Bestimmungen für eine gute und sinnvolle Sommerbetreuung zu bekennen und die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit das Wohl der Kinder gesichert ist und Ferienangebote stattfinden können.

Die gesamte steirische Jugendarbeit, alle Organisationen des Dachverbands der steirischen Jugendarbeit, des Landesjugendbeirats und des Fachstellennetzwerks sowie die Kinder- und Jugendanwaltschaft, stehen mit Rat und Tat zur Seite und werden alles dafür tun, dass Kinder und Jugendliche gut begleitet und gestärkt werden. In der Krise und darüber hinaus.

Rücksprachehinweise:

Fachstellennetzwerk: Mag.a Daniela Köck; 0676/86630-111

Landesjugendbeirat: Mag.a Erika Saria-Posch; 0676/86630-260

Kinder- und Jugendanwaltschaft: Mag.a Denise Schiffrer-Barac; 0676/8666-4892

Dachverband der Offenen Jugendarbeit: ASP Florian Arlt; 0676/86630-120

Stellungnahme von Fachstellennetzwerk, Landesjugendbeirat, Dachverband der Offenen Jugendarbeit und Kinder- und Jugendanwaltschaft

 

 

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25
Mai
2020

Linksammlung Demokratie, Haltung, Inklusion

Demokratie, Haltung und Inklusion sind wichtige Schlagworte in der Arbeit von Schulsozialarbeit. Diese Begriffe betreffen uns im Arbeits- und Schulalltag, aber auch im privaten täglichen Alltag. Demokratie, Menschenrechte und Kinderrechte prägen unser Leben. Aber auch gelebte Inklusion ist für ein gelingendes Zusammensein wesentlich. Und ohne die richtige Haltung kann das alles nur schwer funktionieren.

In der folgenden Literatur-, Material- und Videoclipliste werden einerseits die Begriffe Demokratie, Haltung und Inklusion erklärt, anderseits Empfehlungen gegeben, die zum Nachdenken und Umdenken anregen sowie zum Arbeiten dienen sollen. Die Literatur-, Material- und Videotipps sind für die unterschiedlichen Altersgruppen durchgemischt.

 

Demokratie

Videos „Was ist Demokratie?“

https://www.youtube.com/watch?v=59gAft8LwU4

https://www.youtube.com/watch?v=InVFXZxCmK8

https://www.youtube.com/watch?v=YqWpomz2Xbk

https://www.zdf.de/kinder/logo/demokratie-100.html

https://www.youtube.com/watch?v=KINkD69rlkc

 

Materialen, Übungen und Literaturtipps

https://www.demokratiewebstatt.at/wissen/demokratie/

https://www.demokratiewebstatt.at/erwachsene/erwachsene0/

https://www.baobab.at/images/doku/GLU_Demokratie.pdf

https://www.politik-lernen.at/dl/qtNpJMJKoMOOkJqx4KJK/pa_2013_volksschule_web.pdf

 

Menschenrechte

Videos

https://www.youtube.com/watch?v=T1VXkO3RrBs

https://www.youtube.com/watch?v=12uKuORCyBM&list=PLoGSPLBuqhaJzWeIhoXiz1svKOhwkV441&index=13

 

Literatur

Wolfgang Benedikt (Hrsg.) (2017): Menschenrechte verstehen. Handbuch zur Menschenrechtsbildung. https://www.baobab.at/images/doku/BIB_M1_ETC_Menschenrechte-verstehen.pdf

 

Kinderrechte

Videos

https://www.youtube.com/watch?v=pXUaxFs4ocM

https://www.youtube.com/watch?v=ACbQ4a-VG80

 

Literatur

Deutsches Institut für Menschenrechte, Bundeszentrale für politische Bildung, Europarat, Direktorat für Jugend und Sport (2009): Compasito. Handbuch zur Menschrechtsbildung mit Kindern. Wien: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Rosemarie Portmann (2017): Die 50 besten Spiele zu den Kinderrechten. München: Don Bosco Medien GmbH.

Amnesty International (Hrsg.) (2017): Alle Kinder haben Rechte. Handbuch für die Menschenrechtsbildung in der Volksschule. https://www.baobab.at/images/doku/BIB_M1_Amnesty_Alle-Kinder-haben-Rechte.pdf

UNICEF: Konvention über die Rechte des Kindes. Für Kinder erklärt
https://kinderbuero.at/data/uploads/2016/02/Kinderfreundliche-UN-Kinderrechtskonvention-UNICEF.pdf

UNICEF: Konvention über die Rechte des Kindes.
https://kinderbuero.at/data/uploads/2016/02/UN-Kinderrechtskonvention-UNICEF.pdf

 

Haltung

Literatur, Übungen

Rosemarie Portmann (2005): Die 50 besten Spiele fürs Selbstbewusstsein. München: Don Bocso Medien GmbH.

Rosemarie Portmann (2011): Die 50 besten Spiele für mehr Selbstvertrauen. München: Don Bocso Medien GmbH.

Jesper Juul / Helle Jensen (2019): Vom Gehorsam zur Verantwortung. Wie Gleichwürdigkeit in der Schule gelingt. Für Lehrer und Eltern. Weinheim Basel: Beltz Verlag in der Verlagsgruppe Beltz

Jesper Juul (2005): Aus Erziehung wird Beziehung. Authentische Eltern – kompetente Kinder. Freiburg: Verlag Herder GmbH

Jesper Juul (2013): Schulinfarkt: Was wir tun können, damit es Kindern, Eltern und Lehrern besser geht. München: Kösel Verlag

Marshall B. Rosenberg (2012): Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens. Paderborn: Junfermann Verlag GmbH

 

Inklusion

Videos „Was bedeutet Inklusion“

https://www.youtube.com/watch?v=COJyb3D_JjA

https://www.youtube.com/watch?v=rI84_vZaZMc

https://www.youtube.com/watch?v=6SnXBKEfr2s

 

Literatur, Übungen

Rosemarie Portmann (2015): Die 50 besten Spiele zur Inklusion. München: Don Bosco Medien GmbH.

Norbert Stocker (2013): Die 50 besten Kooperationsspiele. München: Don Bosco Medien GmbH.

 

Empfehlenswerte Videoclips, die als Einstieg oder zum Nachdenken anregen bezüglich Haltung und Inklusion

https://www.youtube.com/watch?v=lta7oRwfH4Q

https://www.youtube.com/watch?v=wyHI3IrJOR8

https://www.youtube.com/watch?v=pFuwUiHo-WI

https://www.youtube.com/watch?v=grqv9YCn0l0

https://www.youtube.com/watch?v=WB9UvjnYO90&feature=emb_rel_end

https://www.youtube.com/watch?v=KTerS96PUic

https://www.youtube.com/watch?v=FY6hzoWdcZg

https://www.youtube.com/watch?v=b2OcKQ_mbiQ

https://www.youtube.com/watch?v=5JrtpCM4yMM&feature=emb_title

https://www.youtube.com/watch?v=pBBirlVxVsg

https://www.youtube.com/watch?v=QXY5TyCUTlo

 

 

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18
Mai
2020

Was kann Schulsozialarbeit bewirken?

Was sind die Aufgaben von Schulsozialarbeit in Bezug auf Menschen- und Kinderrechten?
Jede*r von uns hat sich bereits mit dem Thema der Menschenrechte auseinandergesetzt – bewusst oder unbewusst. Sie begleiten uns in unserem alltäglichen Leben und in zwischenmenschlichen Interaktionen. Schulsozialarbeit arbeitet ressourcenorientiert, was bedeutet Kinder und Jugendliche nicht nach vermeintlichen „Defiziten“ zu „beurteilen“, sondern sie mit all ihren Stärken zu fördern. Jeder Mensch ist wertvoll und durch grundlegende Akzeptanz, Toleranz, Wertschätzung und Interesse am Gegenüber ist es möglich, Kindern und Jugendlichen Raum zur Entfaltung zu geben, damit sie ihre Potenziale entdecken und umsetzen können. Das wäre zudem ein Schritt in die Richtung einer vielfältigen, sprich inklusiven Gesellschaft.

Wer unterstützt Kinder und Jugendliche, die es nicht gelernt haben, für sich selbst „einzustehen“?
Hier kann Schulsozialarbeit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Eine der Aufgaben von Schulsozialarbeiter*innen lässt sich darin festmachen, Kinder und Jugendliche für ihre Umwelt sichtbar zu machen, ihnen eine Stimme zu geben und sie dabei zu unterstützen, ihre individuellen Bedürfnisse nach außen hin einzufordern. Als grundlegende Faktoren in der Interaktion mit dem Kind oder/und der/dem Jugendlichen erweisen sich folgende Faktoren als wesentlich: ein aktiver Beziehungsaufbau, der auf gleicher Augenhöhe stattfindet, ein vertrauensvolles Setting, das Kind oder die/den Jugendlichen dort „abzuholen“ wo er/sie sich individuell befindet (psychisch sowie physisch), Regelmäßigkeit und Zeit. Außerdem stellt sich ein umfassendes Werte-Verständnis in der  Haltung der einzelnen Schulsozialarbeiter*innen als bedeutsam heraus und kann den Schüler*innen im Schulalltag durch eine klare Vorbildwirkung weitervermittelt werden. Die grundlegende Auseinandersetzung mit einer wertfreien, inklusiven und demokratischen Grundhaltung in der Sozialen Arbeit ist essenziell und fördert die Umsetzung von Menschen- sowie Kinderrechten in unserer direkten Arbeit.

Zum Abschluss ein Zitat, das zum Nachdenken anregt:

„(…)
Der Weise sammelt keine Schätze
Je mehr er für andere wirkt
umso mehr gewinnt er selbst
Je mehr er den anderen gibt
Umso größer ist sein Reichtum
(…)

Laotse übersetzt von Kirchner, 2000, S. 167

 

 

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