8
April
2020

ISOP-Schulsozialarbeit auf Social Media

Schulsozialarbeit lebt durch Beziehungsarbeit, die sich vordergründig durch zwischenmenschliche und soziale Interaktion definiert. In herausfordernden Zeiten wie diesen sind wir alle damit konfrontiert, alternative Wege zu finden, um gesellschaftliches Miteinander und Beziehungen herzustellen. Schulsozialarbeit verfolgt in der alltäglichen Arbeit auch Grundprinzipien wie Flexibilität und ist bemüht, sich den neuen Herausforderungen anzupassen und flexibel zu reagieren.

Aktuell ist der Begriff „social distancing“ in aller Munde und wird angesichts der gegenwärtigen Situation neu interpretiert und definiert. Schulsozialarbeit ist sich bewusst, dass momentan „physical distancing“ zum Schutz der Bevölkerung hohe Priorität hat, was allerdings nicht bedeutet, dass auch „social distancing“ per se stattfinden muss. Wir leben in einer Zeit und auch in einem Land, wo es vielen von uns möglich ist, Zugang zu diversen sozialen Medien zu bekommen, weshalb „socialising“ derzeit eine neue Bedeutung erhalten muss. Mit anderen Worten: Der Aufruf zum „physical distancing“ meint nicht automatisch, dass soziale Interaktion nicht mehr stattfinden kann oder soll. Im Gegenteil. Über online Medien werden bereits viele Beiträge geteilt, die die Menschen dazu ermutigen sollen, in Kontakt zu bleiben, sich öfter anzurufen und online Videochats über z.B. Zoom oder Skype vermehrt zu nutzen.

Die ISOP-Schulsozialarbeiter*innen befinden sich derzeit im Homeoffice und arbeiten intensiv an einer zeitgerechten Nutzung verschiedener Social-Media-Plattformen und Apps. Im Sinne der Flexibilität und in Anbetracht dessen, dass Beziehungsarbeit den Grundbaustein für funktionierende Schulsozialarbeit darstellt, ist ISOP-Schulsozialarbeit auf Instagram für die Schüler*innen erreichbar. Die Kinder sind großteils wahre Expert*innen in der Nutzung aller möglichen Chats, Apps, und weiteren Social Media Seiten, wobei deutlich wird, dass Instagram eine enorme Nutzer*innenquote aufweist. Schulsozialarbeit weiß, dass die Präsenz auf Instagram in dieser herausfordernden Zeit essenziell ist, um mit den Schüler*innen in Kontakt zu bleiben und weiterhin Beziehung anzubieten, obwohl diese auf der physischen Ebene im Augenblick nicht möglich ist.

Die Instagram-Accounts der ISOP-Schulsozialarbeiter*innen (ihre Instagram-Namen sind ganz unten im Beitrag zu finden) sollen vor allem dafür gedacht sein, eine gewisse Form von Erstkontakt herstellen zu können, wenn ein Kind etwas teilen möchte. Dazu gehört alles, was ihnen im Kopf „herumgeistert“, angefangen von Sorgen, Ängsten und Fragen bis hin auch zu lustigen Anekdoten aus ihrem Leben in Quarantäne. Die Schüler*innen werden weiterhin dazu ermutigt, dass alles im Gespräch mit den Schulsozialarbeiter*innen Platz haben darf und soll, um bestmöglich ressourcenorientiert zu arbeiten und den Fokus nicht nur auf problematische Anliegen zu richten. Die Schulsozialarbeiter*innen können über den Chat auf Instagram sowie über die jeweiligen Telefonnummern, die sowieso im Profil ersichtlich sind, Kontaktdaten austauschen, um ein weiterführendes, telefonisches Gespräch zu führen, sich Zeit zu nehmen, da zu sein und zuzuhören.

Zusätzlich bleibt ISOP-Schulsozialarbeit über andere Social-Media-Plattformen (wie zum Beispiel Facebook, was vor allem im Bereich des Netzwerkens mit den Kooperationspartner*innen relevant ist) informiert und teilt wichtige Informationen für Schüler*innen via Instagram. – Dies in mehreren Sprachen, sodass eine möglichst hohe Anzahl an Schüler*innen ebenfalls gut informiert bleiben kann.

Nachdem ISOP-Schulsozialarbeit auch durch Optimismus und Zuversicht lebt, werden die Schüler*innen via Instagram durch aufmunternde Posts, aktivierende kleine Quizze, achtsame Sprüche, live-Videos und weitere anregende Spiele zum Lächeln und positivem Denken animiert.

Beispiele sind:

Heute schon gelacht? Erzähl mir deinen Lieblingswitz!

 

Die besten drei Antworten waren:

Geht eine Kugel um die Ecke und fällt um.

Was sagt der große Stift zum kleinen Stift? – Wachsmalstift.

Warum summen Bienen? – Weil sie den Text vergessen haben.

Folgend die Instagram Accounts der ISOP-Schulsozialarbeiter*innen für die Bildungsregion Obersteiermark Ost:

Folgend die Instagram Accounts der ISOP-Schulsozialarbeiter*innen für den Bezirk Graz:

 

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24
März
2020

Spannende Kurzvideos

Deine Schule ist wegen Corona geschlossen? Du hast viel Zeit und endlich ist lernen mit YouTube erlaubt? Dann mach dich bei Quarks schlau und hol dir Input zu Supervulkanen, Klimawandel, Katzenexperiment, Weltall – you name it! Quarks hat jede Menge großartige Kurzfilme zu vielen verschiedenen Themen!

Hier ein Beitrag darüber, wie schnell sich Viren verbreiten können:

 

 

 

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23
März
2020

Do the happydance!

Liebe Schüler*innen,

 

Heute schon gelächelt? Heute schon getanzt? – let’s do the #happydance together!

Auch wenn wir uns im Moment nicht sehen können, Schulsozialarbeit ist für Dich da – egal ob in der Obersteiermark oder in Graz – melde dich bei uns, wir rufen Dich gerne zurück!

 

In der Zwischenzeit: do the happy dance and #staysafe!

 

 

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16
März
2020

Erreichbarkeiten der ISOP-Schulsozialarbeiter*innen

Alle nicht notwendigen, sozialen Kontakte sind ab sofort zu vermeiden. Daher werden die Schulsozialarbeiter*innen in den nächsten Wochen nicht in die Schulen gehen. Wir sind allerdings weiterhin am Telefon, per Email und über diverse Social Media (Facebook, Instagram etc. je nach Schulsozialarbeiter*in) erreichbar! Gerne eine Nachricht schicken, dann rufen wir zurück!

Bleiben Sie gesund! Hier wichtige Informationen dazu:

Hier mehrsprachige Informationen zu wichtigen Hygiene- und Verhaltensregeln!

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13
März
2020

Pädagogik in Coronaviruszeiten

Es gibt ein paar sehr spannende neue Entwicklungen und auch Idéen. Die Unis und Fachhochschulen haben einen Crashkurs in alternativen Möglichkeiten zu unterrichten, nächste Woche folgen die Schulen. Kollektive Verantwortung ist bereits spürbar in mehreren Bereichen (viel weniger Menschen sind unterwegs, viele Veranstaltungen werden abgesagt, auch wenn weit weniger als 100 Personen teilnehmen würden), auch ORF nimmt da Verantwortung:

Das morgendliche Kinderprogramm für Vorschul- und Volksschulkinder wird von 6.00 bis 9.00 Uhr Früh verlängert.

Tägliche Programmleiste für Schülerinnen und Schüler 10+ von 9.00 bis 12.00 Uhr; Spezialseite der ORF-TVthek auch für non-lineare Nutzung.

Eine Mama hat mit ihrem Kind ein Bakterienexperiment gemacht: Creme auf die Hände und dann bißchen Glitzer drauf. Händedruck, Berührung im Gesicht, auf Gegenstände – da schnell Hände waschen – ohne Seife geht es nicht. Auf Facebook sind ihre fotos zu sehen. Den Beitrag ist von Schulsozialarbeit geteilt und bei den Beiträgen von Sandra Jensen Isop zu sehen.

Bleib gesund!

 

 

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10
März
2020

Workshop zum Thema „Neue Medien“ an der NMS Kapfenberg-Stadt

Die Frage der Thematisierung von „Neuen Medien“ und des Umgangs damit in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen seitens Schulsozialarbeit stellen eine sehr aktuelle Materie dar. „Neue Medien“ stehen in vieler Hinsicht für eine Erleichterung des Alltags und einen raschen Kommunikationsaustausch sowie einfache Informationsbeschaffung. Ihnen kann ein hoher Stellenwert unter Kindern und Jugendlichen zugeschrieben werden, da sich viele zwischenmenschliche Interaktionen unter den „Heranwachsenden“ vermehrt in der Onlinewelt abspielen. Aus diesem Grund führte Schulsozialarbeit einen Workshop in einer dritten Klasse an der NMS Kapfenberg-Stadt durch.

Zu Beginn des Workshops wurde in der Großgruppe gemeinsam die Frage diskutiert, was denn „Neue Medien“ überhaupt seien, um ein gemeinsame Begriffsebene zu schaffen. In diesem Zusammenhang konnte ein Austausch über die  Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu „traditionellen Medien“ erfolgen. Wichtige Merkmale „Neuer Medien“ sind, dass durch Geräte wie Computer, Smartphones oder Tablet der Zugang zum Internet ermöglicht wird, wobei eine orts- und zeitungebundene Vernetzung möglich ist. Sie können zudem selbst aktiv, durch z.B. Suchvorschläge, und interaktiv, was das Senden und Empfangen von Daten betrifft, sein. Die Schüler*innen brachten dazu ihr Expert*innenwissen über die neuesten Apps, Spiele und Internetseiten ein. Im Gegensatz dazu können „traditionelle Medien“ wie zum Beispiel Radio, Printmedien oder Satellitenfernsehen nur einen Weg der Informationsvermittlung bereitstellen.

Auf die Frage, wer von ihnen welche Medien wann, wo und wie nutzt, wurde von sehr unterschiedlichen Gewohnheiten berichtet. Einige Jugendliche nutzen „Neue Medien“ als eine sehr „exzessive“ Freizeitgestaltung, andere wiederum sehr eingeschränkt oder auch nur am Wochenende. Wie Schüler*innen erzählten, hat das auch mit den Erziehungsberechtigten zu tun, nämlich ob und welche Regeln ihnen diese vorgeben. Schulsozialarbeit kann hier präventiv ansetzen, indem Kindern und Jugendlichen eine Plattform für den Austausch geboten wird.

Bei der nächsten Übung wurde das Thema „Privatsphäre“ bearbeitet. Die Schüler*innen der dritten Klasse ordneten Informationen wie Schuhgröße, Namen der Geschwister, Emailadresse, Herkunftsland, etc. verschiedenen Bereichen zu, je nachdem wer diese Informationen über sie sehen „darf“, also „nur ich“, „öffentlich“, „nur Freunde“ und „privat“. Danach wude gemeinsam ein Definition erarbeitet, was denn „Privatsphäre“ eigentlich genau bedeutet. Hier konnten sehr unterschiedliche Einstellungen bezüglich der Offenheit mit dem Umgang über persönlichen Informationen beobachtet werden. Damit Kinder und Jugendliche ihre Identität in der Onlinewelt schützen können, wurde in  dieser Übung darüber gesprochen, welche Informationen problemlos nach außen getragen werden können und welche besser privat bleiben sollen, wie zum Beispiel das eigene Geburtsdatum, die persönliche Wohnadresse, die Religionsangehörigkeit und die Adresse der Schule, welche unter anderem als sensible Daten gelten.

Ein weiterer und bedeutender Diskussionspunkt des Workshops war die Thematisierung des Umgangs miteinander in der Onlinewelt, wobei hier ein wichtiger Output der Gesprächsrunde war, dass dieselben „Regeln“ gelten würden wie im „echten“ Leben. Das Achten auf ein wertschätzendes Miteinander und auf die eigene Wortwahl bei Kommentaren unter Fotos und Videos ist essenziell. Die Jugendlichen erzählten von vielfältigen Erfahrungen, insbesondere was sie diesbezüglich schon erlebt haben. Negative Vorkommnisse, wie zum Beispiel „Hasskommentare“ oder Bloßstellung von Personen im Internet, konnten besprochen werden und wie man in bestimmten Situationen am besten reagiert. Dabei erzählten die Schüler*innen, dass der Großteil von ihnen mit den Eltern oder Bezugspersonen darüber sprechen, besagte Personen blockieren und melden sowie sich mit Freund*innen darüber austauschen. Die Verantwortung für das persönliche Handeln zu übernehmen, konnte in der Klasse reflektiert werden.

Bei der Übung eines Gedankenexperimentes konnten die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und dachten darüber nach, wie ein Wochenende ohne jeglichen Zugang zu WLAN und Geräte wie PlayStation, Laptop, Tablet und Smartphone bei ihnen aussehen würde. Neben spazieren zu gehen, sich mit Freund*innen zu verabreden, Zeit mit der Familie zu verbringen, Ausflüge „draußen“ zu machen, sich mit den eigenen Haustieren zu beschäftigen oder „einfach nur zu schlafen“ kamen zudem auch Einfälle wie ein Gedicht zu schreiben, zu malen oder zu lesen.

Insgesamt gab es einen hohen Gesprächsbedarf über das Thema „Neue Medien“. Die Schulklasse war interessiert, wodurch der Workshop sehr interaktiv stattfinden konnte. Schulsozialarbeit kann Kinder und Jugendliche daher auf dem Weg der Auseinandersetzung mit „Neuen Medien“ begleiten und unterstützend wirken.

 

 

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25
Februar
2020

Wahrheit oder Lüge

Fake News: Medienkompetenz für Jugendliche

„Flüchtlinge schlachten und essen Streichelzootiere“, „Zwei Dunkelhäutige stechen zwei Jogger nieder“ oder „Sozialamt der Stadt Graz verteilt Freikarten für Bordellbesuche an Geflüchtete“. Schlagzeilen wie diese kommen jedem Menschen unter, der sich privat oder beruflich mit Sozialen Netzwerken beschäftigt. Gemeinsam haben sie jedoch nur eines: Sie alle sind frei erfunden und so nie passiert. Ganz klassisch: Fake News. (fake-nachrichten.info [2018])

Erfundene Geschichten wie diese sind es, die einerseits dafür sorgen, dass Themen wie die Fluchtbewegung von 2015, aber auch Klimaschutz oder Ernährung in der heutigen Zeit so ungemein stark polarisieren und stellen andererseits das „El Dorado für Werbeeinnahmen“ sozialer Netzwerke dar. Während die erzeugte Polarisierung Einzug in Gesellschaft und Politik hält und in Teilen der Bevölkerung für Unsicherheit und Angst sorgt, ermöglichen solche, stark emotionalisierenden Schlagzeilen und Geschichten in sozialen Netzwerken eine höhere Interaktionsrate und somit längere Verweildauer der Nutzer*innen. Dadurch können die Nutzer*innen auch längere Zeit mit Werbung berieselt werden und sorgen so für höhere Einnahmen für die Unternehmen hinter diesen Social Media Plattformen. Besonders im Kontext von Social Media ist das Thema Fake News somit relevanter denn je: Eine von saferinternet.at in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahr 2017 zeigt etwa, dass 86% der Heranwachsenden zwischen 14 und 18 Jahren ihre Informationen zu aktuellem Geschehen über Soziale Netzwerke und Medien wie Youtube, WhatsApp, Instagram und Facebook beziehen. Gleichzeitig verdeutlicht die Studie, dass die Jugendlichen diese Informationen äußerst kritisch betrachten, denn nur 10% der Jugendlichen halten diese Quellen für vertrauenswürdig und sind sich dieses Dilemmas durchaus bewusst. Häufig wissen Jugendliche aber nicht, wie sie aus dieser Informationsflut für sie relevante und vor allem glaubwürdige Informationen herausfiltern können. (Saferinternet.at [2017])

Hier setzt das Erasmus+ Projekt „Fake Off!“ an, welches Mitte Jänner im Karmeliterhof präsentiert wurde. Es ist ein Versuch, Jugendliche für Fake News zu sensibilisieren und ihre Selbstkompetenz in der Identifizierung und im Umgang mit Fake News zu erhöhen. Produkt des Projekts der LOGO Jugendinfo und mehreren internationalen Partnern sind Materialien, die die Arbeit mit dem Thema erleichtern sollen, ein didaktisches Konzept sowie eine App (im Google Play Store bereits erhältlich, für iPhones folgt die App demnächst). Letztere beinhaltet ein Quiz zum Thema sowie ein Detektivspiel, beides mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Ergebnisse dieses Projekts sollen es ermöglichen, Jugendliche in die kritische Debatte der Medien- und Internetinhalte zu integrieren, gleichzeitig ihre Informations- und Medienkompetenz zu steigern und die Heranwachsenden dazu zu befähigen, ihre Informationen objektiv bewerten und beurteilen zu können. (fake-off.eu [2020])

Schulsozialarbeit legt sowohl in Neuen Mittelschulen, als auch in Volksschulen großes Augenmerk auf die Internetnutzung Jugendlicher. In Workshops kann die verantwortungsvolle Nutzung von Apps, Spielen und Social Media Plattformen geübt werden, während abstrakte Begriffe wie Datenschutz, Urheberrecht, Vorratsdatenspeicherung und nicht zuletzt Cybermobbing besprochen werden können. Die App Fake Off! bietet nun eine zusätzliche Möglichkeit, Jugendliche und deren Eltern im Umgang mit Sozialen Netzwerken zu stärken.

Weitere Infos:

www.fake-off.eu – Website des Projekts Fake Off!

www.saferinternet.at – Website der Initiative Safer Internet mit Materialien und vielfältigen Infos

www.mimikama.at – Website des Vereins zur Aufklärung über Internetmissbrauch. Fake News Datenbank.

www.hoaxmap.org – Website mit interaktiver Landkarte betreffend Fake News im Zusammenhang mit Menschen mit Fluchthintergrund.

Quellenangaben:

Saferinternet.at (2017): Aktuelle Studie zum Thema „Gerüchte im Netz“: Jugendliche verunsichert durch Fake News. In: www.saferinternet.at. URL: https://www.saferinternet.at/presse-detail/aktuelle-studie-zum-thema-geruechte-im-netz-jugendliche-verunsichert-durch-fake-news/ [abgerufen am 28.01.2020]

fake-off.eu (2020): Fake Off! In: www.fake-off.eu. URL: https://www.fake-off.eu/de/fake-off-de/ [abgerufen am: 28.01.2020)

Fake-nachrichten.info (2018): Beispiele für Fake News. In: www.fake-nachrichten.info. URL: https://fake-nachrichten.info/beispiele-fuer-fake-news/ (abgerufen am 28.01.2020)

 

 

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11
Februar
2020

Elterncafé in der Volksschule Graz-Hirten

Kindergesundheit ist ein sehr wichtiges Thema. Vor allem im Volksschulalter sind Kinder häufig von typischen Kinderkrankheiten betroffen. Um über Kindergesundheit zu informieren, organisierten die Schulsozialarbeiterinnen der Volksschule Graz-Hirten gemeinsam mit der Schulleitung ein Elterncafé dazu und luden eine Kinderärztin als Referentin ein.

Das Angebot richtete sich an die Eltern von Kindern der zweiten und dritten Schulstufe. Die Schulsozialarbeit teilte in Zusammenarbeit mit der Direktorin und den Klassenlehrerinnen Einladungen aus. Ein paar Tage vor der Veranstaltung wurden Erinnerungen ins Elternheft geschrieben, um möglichst viele Eltern zu erreichen.

Um sprachliche Barrieren zu vermeiden, wurde mittels der Einladung erhoben, für welche Sprachen Dolmetscher*innen notwendig waren. Diese organisierte der Schulleitung in Arabisch, Türkisch, Russisch, Ungarisch und Bosnisch/Kroatisch/Serbisch.

In gemütlicher Atmosphäre bei Tee und Kuchen trug die Kinderärztin fachlichen Input vor und behandelte Praxisbeispiele. Die Eltern nutzten die Möglichkeit, sich mit einer Expertin auszutauschen und stellten Fragen. Die Kinderärztin besprach mit den Eltern die Essgewohnheiten der Kinder und informierte über gesunde Ernährung. Dabei thematisierte sie auch das Thema Zahnhygiene. Typische Kinderkrankheiten wurden erörtert und Hintergrundwissen dazu wurde vermittelt. Weiteres wurden Fallbeispiele behandelt, bei denen sich die Eltern überlegen sollten, wie sie in den vorgegeben Situationen reagieren würden. Die Ärztin klärte auf, wann ein Besuch beim Arzt notwendig ist, wann die Eltern ihre Kinder in die Kinderklinik und wann in die Kindernotambulanz bringen müssen. Außerdem informierte sie darüber, dass es auf der Kinderklinik auch die Möglichkeit gibt, eine Dolmetscherin oder einer Dolmetscher zu organisieren.

Das Angebot wurde von den Eltern gut genutzt und es gab einen regen Austausch zwischen den Eltern und der Kinderärztin.

 

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4
Februar
2020

Kinderrechte: Eine Einführung

Kinder und Jugendliche haben ebenso wie Erwachsene Rechte. Es ist wichtig, dass Kinder über ihre Rechte informiert werden, um diese auch leben zu können. Die Verantwortung, dass sie diese kennen, tragen die Erwachsenen. Kinder, die von klein auf erfahren, dass sie geachtet werden, lernen dadurch auch ihre Mitmenschen zu respektieren und sich dafür stark zu machen (vgl. Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V. 2014, S. 1).

Dieses wichtige Thema ist auch für das Zusammenleben in der Schule sehr wichtig, weil die Schule ein wesentlicher Teil der Lebenswelt der Kinder ist. Deshalb ist es auch die Aufgabe der Erwachsenen in der Schule, Schüler*innen über ihre Rechte aufzuklären und zu informieren (vgl. Student 2015, S. 3).

In den Lehrplänen für Schulen sind viele Inhalte zu dieser wichtigen Thematik festgeschrieben. Schüler*innen sollen für ihre Rechte sensibilisiert werden und sie sollen deren Bedeutung begreifen lernen. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, an demokratischen Entscheidungen im Rahmen Schule mitzuwirken und sich Entscheidungsfähigkeit anzueignen. Weiters wird festgehalten, dass es eine Vielfalt des Zusammenlebens gibt und Gleichberechtigung und -behandlung eine tragende Rolle spielen. Mittels der Schlagworte Toleranz bzw. Akzeptanz sollen Kinder Verständnis für verschiedene Kulturen, Lebensweisen und Traditionen entwickeln sowie erkennen, dass jede/r das Recht z.B. auf Religionsfreiheit hat. Geschützt vor Gewalt und sozialer Ausgrenzung sollen Schüler*innen erlernen und erleben, wie es ist, ein gleichwertiges Mitglied in der (Schul-)Gesellschaft zu sein (vgl. BMBWF 2012, S. 91ff.).

Aufgrund der oben genannten Punkte ist es den ISOP Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern ein besonderes Bedürfnis, das Thema Kinderrechte zu bearbeiten. In den Volkschulen und NMS werden die Inhalte mit unterschiedlichen Methoden altersadäquat vermittelt.

 

 

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28
Januar
2020

Tanz-Tutorium an der NMS Engelsdorf

Im heurigen Schuljahr bieten erstmals fünf Schülerinnen der vierten Klasse in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit und einer Turnlehrerin der NMS Engelsdorf ein Tanz-Tutorium für Schüler*innen aus den ersten und zweiten Klassen an.

Die fünf Schülerinnen aus der vierten Klasse haben bereits im letzten Schuljahr eine Choreografie selbst entwickelt, einstudiert und am Schulfest vorgeführt. Von einer Turnlehrerin der Schule wurden die Mädchen besonders gefördert, indem diese ihr Talent betonte und vorschlug, als Tutorinnen tätig zu werden und jüngeren Schüler*innen Tanz-Choreografien beizubringen. In Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit entstand somit die Idee, ein Tanz-Tutorium zu gründen, welches einmal pro Woche stattfindet und wo sich interessierte Schüler*innen aus den ersten und zweiten Klassen anmelden können.

Die Tutorinnen nehmen ihren Job sehr ernst und stellen durch regelmäßige Teilnahme, konkreten Überlegungen (Verhaltensregeln aufstellen, Choreografien in Kleingruppen üben, Achten auf Details etc.) und kindgerechten Umgang mit den jüngeren Mitschüler*innen ihre Selbstständigkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein unter Beweis. Ihre Vorbildfunktion ist ihnen bewusst und sie haben Spaß an ihrer Aufgabe. Die Motivation und Freude der jüngeren Teilnehmer*innen bemerkt man an deren regelmäßigen Teilnahme und am konzentrierten Mitmachen.

Seit Mitte Oktober treffen sich nun jeden Donnerstag ca. 15 Schüler*innen von 14:30 bis 15:30 Uhr im Turnsaal der Schule und studieren poppige Moves zu aktuellen Hits ein.

Sehr beliebt sind dabei „TikTok-Dancemoves“, die viele der Teilnehmer*innen bereits aus ihrer Freizeit und durch ihre Handynutzung kennen. „TikTok“ (ehem. „Musical.ly“) ist eine App, wo kurze Musikclips angeschaut, aber auch aufgenommen und mit Spezialeffekten und Filtern bearbeitet werden können. Mit einem Account können zu einer bestimmten Hintergrundmusik eigene Moves oder Interpretationen kreiert werden, die dann wiederum von anderen Nutzer*innen angeschaut, bewertet oder kommentiert werden können (Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation [2019])

Man muss in diesem Zusammenhang aber auch erläutern, dass die App „TikTok“ nicht ohne Grund sowohl von Jugendschutz- und Datenschutzbeauftragten als auch von Pädagog*innen immer wieder kritisch hinterfragt wird und auch in mehreren Punkten angeklagt wurde:

  • Die Nutzung ist in Österreich erst ab dem 14. Lebensjahr erlaubt (und das auch nur mit Zustimmung der Eltern), wobei das tatsächliche Alter der Nutzer*innen aber weit darunter liegt (Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation [2019]).

  • Der Plattform wird auch vorgeworfen, zu wenig gegen Sexismus und Cybermobbing in den Kommentaren vorzugehen (Duhm, L. [2018]).

  • Da es ein chinesisches Videoportal ist, werden (im Sinne der chinesischen Regierung) auch politische, religiöse und homosexuelle Inhalte zensiert und damit die Meinungsfreiheit der Nutzer eingeschränkt (Wittenhorst, T. [2019]).

Nichtsdestotrotz beschäftigen sich insbesondere Mädchen im Alter von 9-15 Jahren viel mit dieser App, da sie auch die Möglichkeit zur Kreativität und Selbstinszenierung schafft. Im Rahmen des Tanz-Tutoriums kann die Schulsozialarbeit Einblick in die Freizeitwelt der Kinder und Jugendlichen erlangen und es bietet sich z.B. die Gelegenheit, mit ihnen neben Tanz und Spaß auch über ihr Nutzungsverhalten zu sprechen.

Da nun die teilnehmenden Mädchen bereits viele Moves und Choreografien zu bestimmten Musikclips kennen, sind die Lernerfolge recht schnell erkennbar und die Freude, Motivation und auch das Engagement sind auf beiden Seiten spürbar.

Wir fiebern schon sehr dem ersten gemeinsamen Auftritt entgegen!

Quellenangaben:

Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (2019): TikTok. In: www.saferinternet.at. URL: https://www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden/tiktok/ [abgerufen am: 10.12.2019]

Duhm, Lisa (2018): WhatsApp, Instagram und Co.: Jugendschützer halten viele Apps für nicht kindgerecht. In: Spiegel Online. URL: https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/whatsapp-instagram-tiktok-wo-der-jugendschutz-zu-wuenschen-uebrig-laesst-a-1228011.html [abgerufen am 17.12.2018]

Wittenhorst, Tilmann (2019): Videoplattform TikTok blockiert Inhalte mit Bezug zu Homosexualität. In: heise online. URL: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Videoplattform-TikTok-blockiert-Inhalte-mit-Bezug-zu-Homosexualitaet-4542800.html [abgerufen am 17.12.2019]

 

 

Empfehlung:

www.saferinternet.at/news-detail/ratgeber-was-eltern-ueber-tiktok-wissen-muessen/

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