28
Juni
2022

Gesundheitstag an der MS St. Marein

Die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist ein stets aktuelles Thema. Vor allem die letzten Jahre wurden von einigen Krisen gebeutelt, welche den Schüler*innen so einiges abverlangten. Nach der coronabedingten Zwangspause konnte dieses Jahr endlich wieder der Gesundheitstag an der MS St. Marein durchgeführt werden. Schulsozialarbeit darf schon seit Beginn ihrer Tätigkeit (im Schuljahr 2009/10) Teil dieses besonderen Tages sein, sei es um selbst Workshops durchzuführen, um Workshops von externen Expert*innen zu organisieren oder auch um den Elternvortrag mitzugestalten. Aus Platzmangel aufgrund des Umbaus konnte letzterer heuer allerdings nicht stattfinden.

Der Gesundheitstag ist gekennzeichnet von einem physischen, psychischen und gesundheitlichen Schwerpunkt für alle Schüler*innen aller Klassen und beginnt mit einer gemeinsamen Sporteinheit im Turnsaal. Daraufhin gehen alle Schüler*innen in ihre Klassen und nehmen gemeinsam ein gesundes und vitales Frühstück ein. Nach dieser Stärkung geht es in den verschiedenen Workshops vier Stunden lang weiter. Danach erarbeiten die Klassenvorstände noch eine Reflexion und Evaluation.

Die Schulsozialarbeit organisierte heuer für die 4. Klassen einen externen Workshop mit dem Frauengesundheitszentrum und dem Verein für Männer und Geschlechterthemen. Die Schüler*innen zeigten sich begeistert und lernten einiges über ihren Körper und ihre Sexualität.

Der Gesundheitstag an sich bietet eine gute Abwechslung zum schulischen Alltag und vor allem nach der langen Pause wurde jedem/r Einzelnen bewusst wie sehr solche Tage fehlen.

 

 

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21
Juni
2022

Elterninformationasabend „AusBildung ab 18“ in Kooperation mit KOST Steiermark

an den Mittelschulen Kepler und Dr. Renner in Graz

Seit Juli 2017 gilt in Österreich eine gesetzliche Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 18 Jahren, deren 9-jährige Schulpflicht beendet ist und die sich dauerhaft in Österreich aufhalten. Weil es dazu sehr viele offene Fragen seitens der Eltern und Erziehungsberechtigten gibt, veranstaltete ISOP Schulsozialarbeit gemeinsam mit DSAin Elke Lambauer, der Projektleiterin der Koordinationsstelle Steiermark (KOST) der Initiative „AusBildung bis 18“, für die MS Kepler und Dr. Renner in Graz einen Elterninformationsabend zum Thema „Ausbildungspflicht bis 18“, mit besonderem Schwerpunkt auf den verschiedenen Unterstützungsangeboten.

Die Initiative „AusBildung bis 18“ wurde von der österreichischen Bundesregierung ins Leben gerufen. In ihrem Rahmen dient die KOST Steiermark als wichtige Vermittlungsstelle zwischen Jugendlichen, Eltern, Erziehungsberechtigen und verschiedensten Organisationen, die Unterstützung bei der Ausbildung anbieten. Ziel ist es, alle Jugendlichen zu einer über den Pflichtschulabschluss hinausgehenden Qualifikation hinzuführen und einem frühzeitigen AusBildungsabbruch entgegenzuwirken. Dadurch soll den Jugendlichen eine nachhaltige Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.

Zu Beginn des Informationsabends wurde ein kurzer Überblick über die Rahmenbedingungen der Ausbildungspflicht für Pflichtschulabgänger*innen bis 18 mit dauerndem Aufenthalt in Österreich gegeben, insbesondere auch über die Meldepflicht der Eltern und Erziehungsberechtigten sowie über mögliche Sanktionen bei Nichteinhaltung der Ausbildungspflicht. In diesem Zusammenhang ist jedoch hervorzuheben, dass für die KOST Steiermark nicht die Sanktionen, sondern die vielfältigen Unterstützungsangebote im Vordergrund stehen. Besonders hingewiesen wurde auch darauf, dass die Inanspruchnahme des Angebots der KOST auf Freiwilligkeit basiert und kostenlos ist.

Im Anschluss daran konnten die Eltern und Erziehungsberechtigten im Plenum mit DSAin Elke Lambauer diskutieren. Diese Gelegenheiten nutzten sie, um individuelle Fragen zu den Ausbildungsangeboten zu stellen.

Eine Liste aller anerkannten Ausbildungsangebote ist auf der Website der Initiative „KOST – AusBildung bis 18“ zu finden: https://www.ausbildungbis18.at

Teil des Unterstützungsangebots der KOST sind auch Leistungen des Netzwerks berufliche Assistenz (NEBA). Nähere Informationen dazu sind abrufbar unter: https://www.neba.at

Anlaufstelle und Informationsdrehscheibe in der Steiermark ist die KOST Steiermark, deren Team unter folgenden Kontaktdaten erreichbar ist und für Fragen zur Verfügung steht:

Koordinierungsstelle AusBildung bis 18 Steiermark
Radetzkystraße 31
8010 Graz

T: 0800 700 118
E: office@kost-steiermark.at

 

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14
Juni
2022

„Heute so, morgen anders“: Theaterprojekt an der Mittelschule Dr. Renner

„Heute so, morgen anders“ war der Titel des kunstübergreifenden Theaterprojektes, das eine dritte Klasse der Mittelschule Dr. Renner in Graz in der Projektwoche erforschte und mit ihren Gedanken in den Bereichen technisches Werken, bildende Kunst, Musik und Theater auf die Bühne brachte.

Die Schüler*innen teilten sich bereits vor der Projektwoche in drei Gruppen auf: Musik, Malen und Theater. In einem gemeinsamen Brainstorming wurde der Arbeitstitel mit den Ideen und Assoziationen der Schüler*innen befüllt. Überlegungen wurden angestrebt, wie das Thema in den unterschiedlichen Kunstsparten umgesetzt werden kann, um am Ende der Projektwoche – wie Puzzleteile – zu einem großen Ganzen zusammengefügt zu werden:

Staffeleien wurden gebaut und die Schüler*innen konnten sich selbst als Künstler*innen erleben, indem sie viele verschiedene Maltechniken auf großen und kleinen Keilrahmen umsetzten. Es wurden Trommeln gebaut sowie Rhythmen erarbeitet. Dialoge, Musikauswahl, Choreografien und allerlei andere künstlerische Elemente wurden in einem kreativen Miteinander gefunden, erfunden und entwickelt.

„Heute so, morgen anders“ ist eine partizipative Theaterperformance VON und MIT den Schüler*innen.

Der Erfolg des Projektes resultierte nicht zuletzt daraus, dass es eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Schüler*innen, den Lehrer*innen, dem Schulwart sowie der projektleitenden Schulsozialarbeit gab.

Hier das Video zum Theaterprojekt und noch ein paar Fotos:

 

 

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12
Juni
2022

Welttag gegen Kinderarbeit

Der „Welttag gegen Kinderarbeit“ am 12. Juni soll auf die Rechte von Kindern und die weltweite Ausbeutung eben dieser aufmerksam machen. Im Jahr 2022 wurde er von der Internationalen Arbeitsorganisation als internationaler Aktionstag ausgerufen.

An diesem besonderen Tag informieren unterschiedliche Menschenrechtsorganisationen über das Leiden der ausgebeuteten Kinder. Dabei ist der Plan, bis 2025 weltweit alle Formen der Kinderarbeit (Sklaverei, Zwangsarbeit) sowie Kindersoldaten und Kinderprostitution abzuschaffen. Im Moment leiden, laut UNICEF, 168 Millionen Kinder im Alter von 5-7 Jahren unter Kinderarbeit.

 

 

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7
Juni
2022

Consent – was ist denn bitte das?

Consent ist die Zustimmung bzw. übereinstimmende Meinung von Personen in einer Frage, und zwar ohne jeden verdeckten oder offenen Wiederspruch. Man begegnet Consent in allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Daher ist es so wichtig, Consent bereits im Kleinkindalter zu integrieren und zu leben.

Schon im Kindergarten soll darauf geachtet werden, Kindern immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass ihr Körper ihnen und zwar NUR ihnen gehört. Wenn es zu Körperkontakt oder Aktionen kommt und dies ein Kind nicht möchte, kann beispielsweise geübt werden, die flache Hand auszustrecken und laut Stopp zu sagen. Denn das ist eine Geste, die aus sich heraus klar ist und daher keinen Kompromiss zulässt.

Consent, sprich die Klarheit darüber, dass es mein Körper ist und ich daher selbst in der Hand habe, was damit passiert, stärkt das Selbstvertrauen und fördert den Mut, Grenzen ziehen. Das Kinderbilderbuch „Nein, heißt nein. Sagt die Maus“ von Martin Fuchs, vermittelt genau das und vor allem, dass man Nein sagen lernen kann, bereits ab dem 4. Lebensjahr.

Für Kinder kann folgendes Video unterstützend wirken: https://www.youtube.com/watch?v=pZwvrxVavnQ

Für Jugendliche gibt es ein anderes, empfehlenswertes Video zum Thema. Darin wird Consent mit einer Tasse Tee verglichen. Das hört sich sehr banal an, hätte jedoch nicht besser auf den Punkt gebracht werden können. https://www.youtube.com/watch?v=oQbei5JGiT8

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31
Mai
2022

„Unsere Klasse als Schiff“

Ein Projekt zur Klassen-Identitätsfindung
in der 6. Schulstufe

Zu Beginn überlegten die Schüler*innen in Kleingruppen gemeinsam, welche Art von Schiff ihre Klasse am besten symbolisieren könnte. Danach wiesen die Kleingruppen allen Mitschüler*innen und manchen Lehrer*innen eine Position und/oder Aufgabe auf dem Schiff zu (z.B.: Kapitän*in, Koch/Köchin, Animateur*in oder auch der Anker). Im nächsten Schritt begannen die Kleingruppen dann, ihre jeweiligen Schiffe zu zeichnen, zu malen oder zu basteln. Und zum Abschluss gab es eine große Präsentation in der Klasse, bei der jede Kleingruppe ihr „Klassenschiff“ vorstellte und von den Mitschüler*innen und dem Klassenvorstand bewundern ließ.

Ziel des Projekts war es, dass die Schüler*innen ein Bewusstsein für das Klassengefüge  bekommen und ihr Zusammenhalt gestärkt wird. Kreativität und freies Denken wurden gefördert. Jede*r Mitschüler*in wurde in ihrer/seiner Individualität positiv gesehen und in die „Arbeitsgruppe“ Klasse integriert. Gleichzeitig diente das Projekt zur Prävention von Mobbing und Gewalt.

Ein großer Dank gilt der Klassenlehrerin, die uns die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung stellte und dieses Projekt mit Begeisterung unterstützte.

Zum Abschluss noch zwei Zitate:
Eine Gruppe hatte ein Piratenschiff gestaltet und die Positionen/Aufgaben so verteilt:
„K. ist das Dynamitfass und B. ist das Feuerzeug.“

Eine andere Gruppe hatte eine Arche Noah geschaffen:
„M. ist ein Elefant, weil er so groß und stark ist. Und immer so ruhig und gelassen.“

 

 

 

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24
Mai
2022

3-Minuten-Tagebuch

„Du bist mutiger als du glaubst, stärker als es scheint und klüger als du denkst“ (Pu der Bär)

Das 3-Minuten-Tagebuch ist eine Abwandlung von zig bereits vorhandenen Versionen, die ihren Ursprung in der positiven Psychologie haben. So findet man Titel wie Dankbarkeitstagebuch, 6-Minuten-Tagebuch, Glückstagebuch oder die „Was ist heute gut gelaufen-Übung“. Aber eines haben all diese Formate gemeinsam: Es geht um tägliche Selbstreflexion, darum den Fokus auf das Gute in sich selbst und um sich selbst herum zu lenken.

Im Fall der hier vorgestellten Version sind es täglich 3 Minuten Zeit, die man sich für sich selbst nimmt, um eben genau diesen Impulsen auf den Grund zu gehen und sie in schriftliche Form zu bringen. Dabei ist auch zeichnen erlaubt. Und hier sind wir schon beim Wesentlichen der Übung: Alles ist erlaubt! Die Impulsfragen im Buch sind nur als Unterstützung zu sehen und die Frage, welche drei Dinge während des Tages gut gelaufen sind, stellt den Kern der Übung dar.

Das 3-Minuten-Tagebuch kann in den Unterricht integriert oder auch im Beratungssetting eingesetzt werden. Außerdem bietet es am Ende leere Seiten, die mit weiteren Übungen zur Selbstwertstärkung und/oder Ressourcensuche  versehen werden können.

Eines sei noch angemerkt: Übung macht den/die Meister*in. Aussagen wie „Da fällt mir ja nix ein“ oder „Mir ist nix Gutes passiert“ sollen nicht entmutigen. Es gilt dran zu bleiben, denn mit der Zeit wird es immer leichter werden, (auch) das Positive zu sehen. Vielleicht hilft der Hinweis, dass die drei Dinge auf den ersten Blick nicht weltbewegend sein müssen (z.B. „Ich habe heute in Deutsch eine schwierige Frage beantwortet“ oder „Ich habe einen schönen Nachmittag mit meinen Freunden verbracht“).

Schon 3 Minuten am Ende des Tages können helfen, zur Ruhe zu kommen, den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen und sich auf das Positive zu konzentrieren. Kleine Freuden können stärker wahrgenommen werden, auch das Banale darf Platz finden, das sonst als selbstverständlich gesehen wird. Und man kann sich an die guten Dinge zurückerinnern, wenn es einem einmal nicht so gut geht.

 

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17
Mai
2022

Stärkung von Resilienz durch stabile Beziehungen zu Bezugspersonen

Spätestens seit Beginn der Coronapandemie ist im Zusammenhang mit Krisenbewältigung immer wieder die Rede von Resilienz. Viele haben aber nur eine vage Vorstellung davon, welche Faktoren Resilienz fördern bzw. positiv beeinflussen können. Dieser Beitrag versucht zu zeigen, wie wichtig insbesondere stabile Beziehungen für ihre Entwicklung sind.

„Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen.“ (Welter-Enderlin/Hildebrand (2006), S.13)

Zahlreiche Studien der Resilienzforschung beschäftigen sich mit der Frage, wie wichtig eine gute und stabile Beziehung zu einer Bezugsperson für Kinder und Jugendliche ist, die unterschiedlichen Entwicklungsrisiken ausgesetzt sind. Sie kommen zum Schluss, dass solche Beziehungen als möglicher Schutzfaktor ausschlaggebend für die Entwicklung und Stärkung von Resilienz sind.

Als Bezugspersonen stehen dabei nicht nur Eltern, Verwandte und Freund*innen, sondern auch Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen oder auch andere Helfer*innen im Fokus. Es ist sogar so, dass Lieblingslehrer*innen die am häufigsten genannten positiven Rollenmodelle im Leben resilienter Kinder sind. (vgl. Fröhlich-Gildhoff/Kerscher-Becker/Fischer 2020, S. 13 zit. n. Werner 1997, S. 198)

Umso mehr kommt ihnen eine wesentliche Rolle in der Resilienzentwicklung und Resilienzstärkung zu. Sie bringen emotionale Wärme und Empathie mit, sind positive Vorbilder für konstruktive Problembewältigung und schaffen Vertrauen. Sie vermitteln eine optimistische Grundhaltung, zeigen ehrliches Interesse und begegnen jungen Menschen mit Wertschätzung. Genau an diesem Punkt setzt Schulsozialarbeit an und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Resilienz der Kinder und Jugendlichen, mit denen sie arbeitet, zu entwickeln und zu fördern.

Was aber wird den Kindern und Jugendlichen vermittelt und warum ist eine gute Beziehung zu einer Bezugsperson so bedeutend?

Fühlen Kinder und Jugendliche sich ernst- und wahrgenommen sowie wertgeschätzt, führt das dazu, dass sie sich auch selbst wahrnehmen und wertschätzen können und lernen. Das wiederum gibt ihnen mehr innere Stabilität und ein starkes Selbstwertgefühl, was ihnen dabei hilft, Herausforderungen und Krisen gut zu meistern und daran zu wachsen. Bezugspersonen bieten ihnen den nötigen Halt und die Anleitung, die sie dazu brauchen, um daran glauben zu können, dass sie es schaffen.

Schulsozialarbeit setzt mit ihrer Arbeit genau da an und unterstützt Kinder und Jugendliche mittels unterschiedlicher Methoden und Techniken dabei, die eigene Resilienz zu entwickeln und zu stärken. Dabei geht es immer darum, auf den drei Ebenen Mindset, Sprache und Physiologie Lernerfahrungen zu bieten und Entwicklungsprozesse einzuleiten, und zwar sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting.

Mindset
Worauf ist die Aufmerksamkeit gerichtet? Welche Denk- und Verhaltensmuster hat das Kind oder der/die Jugendliche? Wie ist die innere Haltung?

Sprache
Mittels positiver Glaubenssätze bzw. Mutmachsätze wie zum Beispiel „Ich kann das. Ich schaffe das.“ kann man den Glauben an sich selbst gewinnen und mehr Energie in Körper und Geist bringen.

Physiologie
Über den Körper und die Haltung werden Botschaften ans Gehirn gesendet. Diese haben einen großen Einfluss auf das Denken und Handeln. Mit Hilfe von sogenannten „Power-Posen“ (nach der amerikanischen Sozialpsychologin Amy Cuddy) werden Kinder und Jugendliche selbstbewusster, mutiger und innerlich stabiler. Eine starke körperliche Haltung (wie z.B. die Siegerpose oder die Superman-Pose) signalisiert dem Gehirn „Ich bin stark. Ich bin mutig.“ und gleichzeitig werden im Körper Botenstoffe (wie z.B. Testosteron) ausgeschüttet, die dazu führen, dass man sich tatsächlich sicherer und stärker fühlt. Wichtig beim Power-Posing ist es, zwei Minuten in der Haltung zu bleiben.

Eine stabile Beziehung zu einer Bezugsperson und die nötige Anleitung zum „Wachsen“ ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen, den Glauben an sich selbst und die eigenen Ressourcen zu entdecken und innere Stärke und Mut zu spüren. Mit der Hand am Herzen, einer Krone auf dem Kopf und Wurzeln an den Füßen gehen Kinder und Jugendliche sicher und stark durchs Leben und sind bereit, Herausforderungen anzunehmen und zu meistern.

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10
Mai
2022

Weil ich ein Mädchen bin… und das ist schön

Der Mensch ist sehr kritisch sich selbst gegenüber. Aber vor allem Mädchen und Frauen sind oft mit ihrem Aussehen unzufrieden. Sehr oft äußern die Mädchen in der Schule, dass ihnen ihre Haare nicht gefallen, sie zu dick sind, sie gerne ein anderes Gesicht hätten usw. Es gibt kaum ein Mädchen, das mit sich zufrieden ist. Selbst wenn es um andere Themen geht, kommt es oft zu negativen Äußerungen über das eigene Aussehen, doch wenn man auch noch zum Thema macht, was einem nicht an sich gefällt, ist es wie ein Lauffeuer. Die negativen Punkte und Vorschläge für Verbesserungen sprudeln gleich heraus. Fragt man sie, was ihnen an sich selbst gefällt, ist es meist erst einmal still.

Sieht man immer nur, was an einem selbst nicht passt, wirkt sich das negativ auf das Selbstbewusstsein aus und irgendwann ist nicht nur das Aussehen nicht gut genug, sondern auch das, was man tut und wer man ist, ist nicht mehr gut genug. Richtet man den Blick jedoch auf seine Schönheit und Stärken, wächst damit das Selbstbewusstsein und ein starkes Selbstbewusstsein stärkt uns für alle Herausforderungen des Lebens.

Aus diesem Grund hat die Schulsozialarbeiterin der MS Eisenerz mit einer Gruppe von Mädchen einer 3. Klasse den Blick auf das Schöne jeder einzelnen gerichtet. Im Rahmen eines Workshops konnte jedes Mädchen über sein Körperbild nachdenken, einen neuen Zugang dazu finden und die Wertschätzung für ihren Körper steigern.

Aufgaben waren:
Die Mädchen zeichnen gegenseitig ihren Körperumriss auf ein großes Stück Packpapier.
Dann überlegt sich jedes Mädchen für sich, welche Körperteile es als schön empfindet. Diese werden im Körperumriss farbig bemalt. Hier dürfen Materialien jeder Art verwendet und der Kreativität freier Lauf gelassen werden.
Während der gesamten Workshopzeit darf nur darüber gesprochen werden, was alles SCHÖN und POSITIV ist!!!

Zu Beginn waren die Mädchen sehr zögerlich und wussten nicht, was sie als schön empfinden. Wir sprachen darüber, dass schön nicht immer optisch sein muss, sondern Körperteile z.B. auch schön sein können, weil man damit sein Hobby ausleben oder etwas Schönes erschaffen kann. Die Zurückhaltung wurde weniger und die Mädchen machten sich viele Gedanken über sich selbst.

Nach Vollendung der Kunstwerke hatten die Mädchen die Möglichkeit zu zweit über ihre eigenen Körperbilder zu sprechen. Bei manchen entstand ein sehr intimes und sehr offenes Gespräch. Hier erweiterte sich auch der Wortschatz für unterschiedliche Befindlichkeiten oder Körper- bzw. Geschlechtsteile.

Die Reflexion der ganzen Gruppe zeigte, dass die Mädchen wirklich geneigt sind, sich immer auf das Negative zu konzentrieren und dies hervorzuheben. „Man sagt nicht, was einem an sich selbst gefällt.“

Was macht die Aufgabe mit einem? „Es ist komisch“, „es ist schwierig etwas Schönes zu finden“, „es ist schwierig, nichts Negatives zu sagen“, „zum Schluss fühlt man sich gut und schön“

Als Abschluss bekam jedes Mädchen noch ein kleines Geschenk, das seine äußere oder innere Schönheit bestärken kann.

 

 

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5
Mai
2022

Expert*innentalk in Obersteiermark Ost

In diesem Jahr fand der erste, von der ISOP Schulsozialarbeit Obersteiermark Ost initiierte, Expert*innentalk zum Thema (Cyber)Mobbing und Gewaltprävention im Pflichtschulbereich statt.

Ausschlaggebend für die Wahl der Thematik waren sowohl der Jahresschwerpunkt der Kampagne #KEINPLATZFÜRHATE des Landes Steiermark als auch, dass sie die Schulsozialarbeiter*innen in ihrer täglichen Arbeit vermehrt begleitet und immer mehr in den Blickpunkt der Schüler*innen gerät. Tatsächlich stiegen die Einzel- und Gruppenberatungen dazu in den letzten Jahren vermehrt an. Dadurch wurde erkennbar, dass Schüler*innen immer öfter von Ausgrenzung, Gewalterfahrungen und Beleidigungen betroffen sind und der Schulsozialarbeit Obersteiermark Ost war es daher ein großes Anliegen, den ersten Expert*innentalk diesem Thema zu widmen.

Um im Sinne einer laufenden Qualitätsoptimierung zu agieren, war es ein großer Wunsch, sich mit regionalen inner- sowie außerschulischen Playern zur Optimierung der Zusammenarbeit zu vernetzen. Es wurden verschiedene Einrichtungen und Organisationen wie beispielsweise das Schulqualitätsmanagement der Bildungsregion Obersteiermark Ost, das Kinderschutzzentrum, Streetwork Bruck/Kapfenberg, die Kinder- und Jugendhilfe, die Schulpsychologie sowie einige andere wichtige Netzwerkpartner*innen eingeladen. Dabei wurde darauf geachtet, dass es sich um solche Organisationen handelt, die bei einem eingetretenen Mobbingfall relevant sein könnten, um schnelle und passgenaue Hilfestellung für die Betroffenen in der Region zu gewährleisten.

Pandemiebedingt fand die eigentlich gewünschte und wünschenswerte Präsenzveranstaltung schlussendlich als Online-Talk über die Plattform Zoom statt.

Zum Einstieg wurde ein Impulsvortrag organisiert, der von Frau Mag.a Gründl von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Steiermark gehalten wurde. Sie gab einen fachkundigen Einblick ins Problemfeld (Cyber)Mobbing. Außerdem erarbeiteten alle Teilnehmer*innen mit ihr gemeinsam Antworten zu folgenden Fragen:

  • Was ist (Cyber)Mobbing?

  • Was tun, wenn ich Gewalt beobachte?

  • Was tun, wenn ich Mobbing erfahre?

Der Vortrag löste einen regen, diskussionsreichen Austausch aller Akteur*innen aus. Da jene in ihrer täglichen Arbeit mit der Thematik (Cyber)Mobbing konfrontiert sind, dadurch verschiedene Ansätze in den Talk miteinbrachten, kam es zu einem qualitätsvollen Fachgespräch. Auch die Frage, wie sich die einzelnen Organisationen gut miteinander vernetzen können, um gemeinsam für und im Sinne der Jugendlichen Hilfe anzubieten, fand im Plenum ausreichend Platz. Besonders erfreulich für die Schulsozialarbeit ist es, dass alle Beteiligten die Meinung teilten, dass dieser Austausch gut, wichtig und wertvoll sei.

Bestärkt durch die positive Resonanz wurde beschlossen, ab sofort zweimal im Jahr einen Expert*innentalk zu verschiedenen Themen anzubieten. Ein großes thematisches Anliegen stellt dabei die „Schulverweigerung“ dar, weshalb ihr der nächste Austausch gewidmet sein wird. Die Schulsozialarbeit Obersteiermark Ost befindet sich nun schon mitten in den Vorbereitungen dafür und bedankt sich für die rege Teilnahme und die gelungene Vernetzung beim ersten Expert*innentalk.

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