12
Dezember
2017

20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit: Was die Kids über uns denken

Für unsere Tagung haben sich die SchülerInnen der MedienHAK Graz eine ganz besondere Überraschung für uns einfallen lassen: Sie haben ihre KollegInnen gefragt, was Schulsozialarbeit für sie bedeutet, und uns den folgenden Audiobeitrag “beschert”.

Aber auch an anderen Schulen haben sich die Kinder und Jugendlichen mit Schulsozialarbeit auseinandergesetzt. Hier ein paar Beispiele für die Rückmeldungen, die wir bekommen haben.
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5
Dezember
2017
märchen bild

Es war einmal…

Es war einmal hoch im Norden, wo die Rentiere Zimtschnecken und Milch zum Frühstück genießen, ein kleines Mädchen. Seine braunen Locken tänzelten freudig um seine roten Wangen, ebenso wie es selbst heiter durch das kunterbunte Herbstlaub sprang. An jenem Herbsttag bemühte sich die Sonne besonders, noch vor dem Jahreszeitenumbruch, ein letztes Mal kräftig die farbenprächtigen Baumkronen golden zu bescheinen, denn es handelte sich schließlich nicht um irgendeinen herkömmlichen Morgen. Das kleine braungelockte Mädchen feierte einen ganz besonderen Herbstbeginn. Es war der Start in eine neue Lebensphase. Alle Jahre wieder, klopfte der erste Schultag an die bunten Eingangstüren hoch im Norden, sowie auch an die zitronengelbe Holztür des kleinen Mädchens.

Schüchtern setzte sich das kleine Mädchen auf einen freien Stuhl, im passend zur Jahreszeit herbstlich dekorierten Klassenzimmer. So unscheinbar es auch wirken wollte, es spürte die neugierigen Blicke der anderen Mädchen und Buben auf seiner gepunkteten Wolljacke haften. Vorsichtig ließ es seinen Blick durch die Sitzreihen schweifen. Rundum befanden sich strohblonde junge Wesen, die fasziniert auf den braunen Lockenkopf starrten. Während viele unschuldige, aufgeregte und neugierige Blicke durch das Klassenzimmer flogen und an den Wänden hochschossen und unter den Stühlen durchhuschten, betrat ein stattlicher Mann den Raum. Er trug einen smaragdgrünen Zylinder am Kopf, eine farblich abgestimmte Fliege um den Hals und eine Gitarre aus feinem Zedernholz unter dem Arm. Motiviert und heiter stimmte er das Lied vom Anderssein an. Fröhlich sang er lauthals Strophe für Strophe den jungen Wesen vor, bis alle die letzte Strophe, durch das Klassenzimmer tanzend, sangen.

„Im Land der Buntgemischten, sind alle bunt gemischt. Und wenn ein Gelbgetupfter das bunte Land auffrischt. Dann rufen Buntgemischte „Willkommen hier im Land“. Hier können wir gemeinsam leben, wir reichen uns die Hand.“ märchen bild

Von diesem Tag an liebte das kleine Mädchen die Schule. Aufgeregt erzählte es zu Hause bei der täglichen Zimtschnecken- und Milchjause von den ersten Unterrichtsstunden, von den Pausengesprächen, von der sanften Zedernholz Gitarre, von der smaragdgrünen Fliege und sang im Herbstlaub springend das Lied vom Anderssein. Von diesem Tag an zog Jahr für Jahr der Herbstwind über das Land hoch im Norden und mit ihm klopfte der Schulbeginn an die zitronengelbe Holzeingangstür des kleinen Mädchens, welches von Herbsttanz zu Herbsttanz reifer wurde, wessen braune Locken von Jahreszeit zu Jahreszeit länger und kräftiger wurden. Über die Zeit wurde aus dem kleinen braungelockten jungen Wesen ein scharfsinniges, einfühlsames und aufgewecktes Fräulein, das selbst in der höheren Schule stets fleißig und wissbegierig den Worten der Lehrenden folgte.

Eines Tages, als das junge Fräulein in dieser besagten höheren Schule über den Schulhof schritt, erspähte es unter einem tannengrünen Nadelbaum eine junge Frau, die einsam in ein koboldblaugebundenes Buch starrte. Vorsichtig tastete es sich an die junge Frau heran und fragte nach ihrem Wohlbefinden. Bald schon kullerten dicke Tränen über die fahlen Wangenknochen der jungen Frau, denn sie fühlte sich fremd und nicht zugehörig. Das junge Fräulein erinnerte sich an seinen allerersten Schultag, der Tag an dem die Sonne golden durch die Baumkronen blinzelte und stimmte das Lied vom Anderssein an. Wenig später waren die Tränen getrocknet und gemeinsam trafen sie sich im Vorgarten und genossen Zimtschnecken und Milch mit den Rentieren. Ein anderes Mal gab es Fisch und Weißbrot als Abendbrot bei der jungen Frau zu Hause. Sie stammte aus dem höchsten Norden, dort wo man die Wolfshunde vor den Schlitten spannte und der Nordwind Eiskristalle auf den Baumkronen hinterließ. Eine tiefgründige Freundschaft wurde entfacht, eine solche, von der man nachsagt, dass man gemeinsam durch Sonne und Regen tanzt.

An einem rauen Wintertag fegte der eisige Nordwind durchs Land und der Platz neben dem jungen Fräulein blieb unbesetzt. Sorgenvoll stapfte es durch die Wälder zum kleinen Häuschen am See, um nach seiner Freundin zu sehen. Dort angekommen kam ihm die junge Frau, abermals von Tränen überströmt entgegen. Mogli war ein junger, verspielter Wolfshund. Er bewachte die Träume der jungen Frau, teilte mit ihr Fisch und Weißbrot zum Frühstück, entdeckte mit ihr die Wälder und Waldlichtungen und plantschte in den milden Sommermonaten mit ihr im Bergsee. Mogli war der beste Gefährte der jungen Frau und kam eines Tages von seinem Streifzug nicht zurück. Seither blieb er verschollen. Tröstend setzte sich das junge Fräulein an die Seite der jungen Frau und wusste, das Lied vom Anderssein würde Mogli nicht zurückbringen. Nun denn, brachte sie einen Vorschlag hervor. Es erzählte von der geheimnisvollen Tür im ersten Stock im Schulgebäude, hinter jener sich eine zauberhafte Traumtänzerin befinden sollte. Legenden zufolge, höre sie allen jungen Wesen, die etwas auf dem Herzen haben zu. Sie besäße die Gabe des Daseins, das Geschick des Zuhörens und weiter noch bringe sie mit der Redekunst traurige Herzen wieder zum Tanzen.

Also beschlossen die jungen Freundinnen, einen Blick hinter diese sagenumwobene Tür zu werfen und lernten die Traumtänzerin kennen. Sie trug eine buntgestreifte Leinenhose und in ihrem verknoteten Haar steckten kunterbunte Frühlingsblumen. Ihr Lächeln war einladend, ihre Stimme sanft und tröstend, sodass die junge Frau sich immer wieder über mehrere Wochen mit ihr verabredete, um mit ihr über Mogli zu sprechen. Das junge Fräulein durfte miterleben wie die junge Frau von Woche zu Woche wieder gesprächiger, fröhlicher und unternehmungslustiger wurde. Von diesem Tag an wusste das junge Fräulein, dass sie die Künste des Traumtanzens erlernen wollte, um selbst einmal die Gabe zu besitzen traurige Herzen zum Tanzen zu bringen.

Das Herz des jungen Fräuleins war liebend, war zielstrebig und geprägt durch positive Herzenserfahrungen. So kam der Tag an dem sie alt genug war die Lehre des Traumtanzens zu studieren um dann den hohen Norden hinter sich zu lassen. Es zog in ein Land, wo man Ei und Speck jausnete und Schafe und Ziegen in den Vorgärten grasten. Erschüttert musste das junge Fräulein feststellen, dass es in dem fernen Land nur zwei Traumtänzer gab. In jenem Land hauste nämlich ein pedantischer Schatzmeister. Seine Goldtaler verließen nur die Schatzkammer, wenn ihm ein versiegeltes Pergament, dessen Inhalt von hoher Überzeugungskraft gewesen war, vorgelegt wurde. Dem jungen Fräulein war bewusst, die Lehre des Traumtanzens allein würde es nicht weit bringen, ebenso wenig wie das Lied vom Anderssein, oder eine Melodie auf einer feinen Zedernholzgitarre. Auch Milch und Zimtschnecken würden den Schatzmeister nicht überzeugen können. Während das junge Fräulein tagein und tagaus in ihrem Kämmerchen nachdachte und Pergament für Pergament vollkritzelte und wieder verwarf, kam eine weiße Taube zu ihm ans Fensterbrett geflogen, die aufgeregt gurrte. Das Vögelchen verriet ihm, dass seine Herrin nach einer Traumtänzerin suche, die mit Geschick und Scharfsinn den Schatzmeister davon überzeugte, dass es mehr als zwei Traumtänzer für die Schulen in seinem Land bräuchte. An jenem lauen Sommerabend strahlte das Herz des jungen Fräuleins ebenso kräftig, wie die Herbstsonne an seinem ersten Schultag, denn es wusste, nun war die Zeit gekommen, seinen Herzenswunsch unerlässlich zu verfolgen. Über die Zeit lernte das junge Fräulein die Traumtänzer des Landes zunehmend besser kennen, ebenso wie die Schulen, in denen sie junge Herzen zum Tanzen brachten. Wenn das junge Fräulein eine Audienz bei den Schulkönigen hatte, packte sie Zimtschnecken ein, um sie mit dem glitzernden Flair des Hohen Nordens zu umwerben. Es gewann die Herzen der Schulkönige, ebenso wie die der jungen Wesen und täglich wurde es in seinem Herzenswunsch erneut bestärkt.

Schließlich kam der Tag an dem das junge Fräulein zu den Pforten des Schatzmeisters schritt. Im Gepäck hatte sie die Gabe des Daseins, das Geschick des Zuhörens, die Redekunst und allem voran ein akribisch ausgearbeitetes Schriftstück, welches genau für die sieben Schulkönige, mit denen sich das junge Fräulein oft zur Zimtschnecken- und Milchjause traf, angefertigt wurde. Mürrisch, aber dennoch aufmerksam lesend durchforstete der Schatzmeister das Schriftstück. Immer wieder blieb sein Blick an einem Pergamentstück haften, immer wieder zuckten seine Mundwinkel als würde er lächeln wollen. Gelegentlich räusperte er sich und schob seine Augengläser zurecht. Beim vorletzten Pergamentstück kramte er sogar eine golden umrahmte Linse hervor. Letztlich blickte er vom Schriftstück hoch, schüttelte die Hand des jungen Fräuleins kräftig, nickte ihr streng zu und wies sie zufrieden aus dem Schatzhof. Draußen blinzelte ihm die Sonne entgegen und die Vögel zwitscherten das Lied vom Anderssein. Sogar die Schafe und Ziegen am Wiesenrand blökten und meckerten mit und eine außergewöhnlich fröhliche Stimmung lag über dem fernen Land, für welches das junge Fräulein einst den hohen Norden hinter sich ließ.

Von diesem Tag an, immer zur selben Jahreszeit jausnete das junge Fräulein gemeinsam mit dem Schatzmeister Ei und Speck und als Nachspeise wurden Zimtschnecken und Milch serviert, um das Bündnis zwischen Schatzhof und Schulhof alljährlich zu besiegeln.

Jährlich flossen die Goldtaler in die Künste des Traumtanzens und immer mehr Schulkönige durften eine sagenumwobene Tür im ersten Stock des Schulgebäudes aufnehmen, hinter welcher die Traumtänzer traurige Herzen zum Tanzen bringen. Einst wurde sogar eine Reise zurück in die Heimat des jungen Fräuleins, arrangiert, um von der langjährigen Erfahrung im hohen Norden Wissen zu erwerben.

Einst ein kleines, aufgewecktes, braungelocktes Mädchen, sodann ein junges, scharfsinniges, einfühlsames Fräulein, heute eine angesehene, ambitionierte Frau, die ihrem Herzenswunsch gefolgt ist, und auf viele Jahre der Traumtanzkünste zurückblicken darf. Zwanzig Jahre in denen das Verhalten der jungen Wesen immer wieder neu beleuchtet wurde, die Pergamentstöße verbessert und ausgeschmückt wurden und sechs königliche Auszeichnungen für ehrenvolle Dienste und erfolgreiche Künste mit Herz und Verstand.

Mittlerweile ist für den Schatzmeister das Bündnis zwischen seinem Schatzhof und den Schulhöfen nicht mehr wegzudenken. Und wenn die Goldtaler weiterhin für die Herzen der jungen Wesen eingesetzt werden, dann tanzen die Träumtänzerinnen und Traumtänzer noch in den nächsten 20 Jahren.

Nicolina Bek, BA MA

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29
November
2017
ISOP-Schulsozialarbeit_13

Tagungsnachlese „20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit“

Am 24. November 2017 fand in den Räumen der Wiener Städtischen Versicherung in Graz eine halbtägige Jubiläumsfeier statt, die Leistungen und Erfahrungen aus zwanzig Jahren ISOP-Schulsozialarbeit kreativ und humorvoll in den Mittelpunkt rückte sowie Möglichkeiten und Hoffnungen für die Zukunft thematisierte. Hauptreferent der Veranstaltung war der international hoch renommierte deutsche Experte Prof. Dr. Karsten Speck von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg.

Mit 135 TeilnehmerInnen war die Tagung bis auf den letzten Platz ausgebucht. Neben zahlreichen Gästen aus ganz Österreich durfte Mag. Christian Ehetreiber als Moderator auch ausländische ExpertInnen wie z.B. Ady Baur-Lichter, Co-Präsident des Schweizer Schulsozialarbeitsverbands SSAV, oder Dr. Thomas Pudelko, Referent für Jugendsozialarbeit und Schule beim Paritätischen Gesamtverband in Berlin, durch das abwechslungsreiche Programm führen.

Nach der offiziellen Eröffnung las eine Schulsozialarbeiterin auszugsweise aus dem Märchen ihrer Kollegin Nicolina Bek, BA MA, das sehr phantasievoll den Weg von Mag.a Sandra Jensen vom aufgeweckten Mädchen aus dem hohen Norden zur angesehenen Leiterin der TraumtänzerInnen der ISOP-Schulsozialarbeit nachzeichnete (nachzulesen in der aktuellen ISOTOPIA). Im Laufe des Vormittags brachten die SchulsozialarbeiterInnen auch einen amüsanten Blick auf Daten und Fakten auf die Bühne, indem sie die Zahlen nach Art von (bekleideten) Nummerngirls und -boys mit Schildern sichtbar machten.

Unumstrittener Höhepunkt der Tagung war jedoch der Vortrag von Prof. Dr. Karsten Speck, der in Fachkreisen nicht nur als herausragender deutscher Experte in Sachen Schulsozialarbeit, sondern auch als unterhaltsamer Redner bekannt ist. Tatsächlich entlockten seine Ausführungen und häufig ironischen Bemerkungen dem Publikum viele herzhafte Lacher.

ISOP-Schulsozialarbeit_13

Foto: Peter Troissler
von links nach rechts: Mag. Christian Ehetreiber, Prof. Dr. Karsten Speck,
Mag.a Sandra Jensen

Zwischendurch überraschte Mag.a Sandra Jensen als Leiterin der ISOP-Schulsozialarbeit immer wieder ausgewählte Gäste mit Urkunden. So erhielt Landesrätin Mag.a Ursula Lackner die Auszeichnung als „Schatzmeisterin der TraumtänzerInnen“. DSAin Jutta Gollner als Vertreterin der SozialarbeiterInnen des Amts für Jugend und Familie durfte zum Dank für die ausgezeichnete Zusammenarbeit die Auszeichnung „Schutzwächter*innen der jungen Wesen“ entgegennehmen.

Den Abschluss der Tagung bildete eine Podiumsrunde von Dipl.Päd. Klaus Ackerl, Leiter der Ellen-Key-Schule in Graz, HR Dr. Josef Zollneritsch, Leiter der Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung des Landesschulrats für Steiermark, Prof. Dr. Karsten Speck, Mag.a Sandra Jensen und DSAin Jutta Gollner vom Amt für Jugend und Familie der Stadt Graz.

In den Pausen und im Anschluss kamen die TeilnehmerInnen außerdem in den Genuss eines reichhaltigen, interkulturellen Buffets aus der ISOP-eigenen Küche und einer Ausstellung von Zeichnungen, Fotos etc., in denen sich Kinder und Jugendliche mit dem Thema Schulsozialarbeit auseinandersetzten.

Über Leistungsschau und Fachdiskussion hinaus war die Tagung „20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit“ damit ein rundum gelungenes Jubiläum, dessen herzliche Atmosphäre OrganisatorInnen wie TeilnehmerInnen von Anfang bis Ende verzauberte.

Im Schuljahr 2017/18 ist ISOP Schulsozialarbeit in Graz an 12 NMS und 4 VS sowie an der MedienHAK Graz, außerdem in den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag und Leoben an 9 NMS und 2 Polytechnischen Schulen  tätig. Sofa und Caritas als Kooperationspartner von ISOP betreuen NMS und Polytechnische Schulen in den Bezirken Graz-Umgebung und Voitsberg. Die Finanzierung erfolgt durch Stadt Graz, Land Steiermark und Bundesministerium für Bildung (nur MedienHAK).

Edith Walter

Bei der Jubiläumsfeier gab es auch ein Gästebuch, in das alle Rückmeldungen, Wünsche und stärkende Worte schreiben konnten. Wir haben uns über jeden Eintrag sehr gefreut! Wer es nicht geschafft hat, sich im Gästebuch zu verewigen (entweder weil es sich am 24.11. nicht ausgegangen ist, etwa wegen Terminkollision oder wegen längerer Anreise) darf es sehr gerne hier im Kommentarfeld nachholen – das gibt uns Kraft für unsere traumhafte, aber doch immer wieder herausfordernde Arbeit.

Weitere Fotos von der Jubiläumsfeier folgen demnächst!

Kontakt:

Mag.a Sandra Jensen Bakk. phil. Bakk. phil.
Projektleitung

ISOP Schulsozialarbeit
ISOP – Innovative Sozialprojekte GmbH
Dreihackengasse 2 | 8020 Graz

T: +43 (0)699 146 000 06
M: sandra.jensen@isop.at

www.isop.at
www.isop-schulsozialarbeit.at

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27
November
2017

ISOTOPIA 20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit

Die Tagung 20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit war ein voller Erfolg! Wir brauchen aber ein bisschen Zeit, um die Arbeit, die liegen geblieben ist, nachzuholen und müssen auch einige Bilder von der Tagung aussuchen, die wir hier online stellen werden.

In der Zwischenzeit dürfen Sie in der druckfrischen ISOTOPIA digital schmökern – eine Sondernummer zu 20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit:

http://www.isop.at/2017/druckfrisch-isotopia-20-jahre-isop-schulsozialarbeit/

Wir würden uns über Rückmeldungen zu ISOTOPIA im Kommentarfeld sehr freuen!

 

 

 

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21
November
2017

Countdown läuft!

Endspurt! Am Freitag findet unsere Tagung “20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit” statt. Das Interesse daran ist und war viel größer als erwartet. Unglaublich, aber wahr: Innerhalb von nur 30 Stunden war die Tagung ausgebucht! Kurz haben wir überlegt, ob wir die Tagung in größeren Räumlichkeiten verlegen sollten, haben uns dann aber aus vielen Gründen dagegen entschieden, u.a. weil die Räume der Wiener Städtischen so schön und besonders sind.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Die Sondernummer von ISOTOPIA zu “20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit” ist heute druckfrisch angekommen. Sie wird bei der Tagung ausgeteilt und anschließend über den ISOP-Verteiler verschickt. Verschiedene der darin enthaltenen Beiträge werden nach und nach auch hier auf dem Blog erscheinen.

Zurück zu den Vorbereitungen!

 

 

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14
November
2017

(Fach-)Praktikumsplätze bei ISOP-Schulsozialarbeit

Praktikumsplätze bei ISOP Schulsozialarbeit sind erfreulicherweise sehr beliebt. Wenn Sie sich für ein Praktikum in Graz oder Obersteiermark Ost (Bezirke Bruck-Mürzzuschlag und Leoben) interessieren, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Es werden ausschließlich PraktikantInnen aufgenommen, die sich in folgenden Ausbildungen
    (BA od. MA) befinden: Sozialarbeit, Erziehungswissenschaften oder Sozialpädagogik.

  • Es werden nur PraktikantInnen aufgenommen die mindestens im 5. Semester studieren.

  • Das Praktikum muss eine Dauer von mindestens 2 Monaten aufweisen.

Praktkumsanfragen bzw. Ihre schriftliche Bewerbung (inklusive Lebenslauf), wenn sie ALLE hier genannten Voraussetzungen erfüllen, richten Sie bitte an:

Volkmar Schöberl-Mohr
Regionalleitung ISOP Schulsozialarbeit Graz

Tel: 0699/19248606
E-Mail: volkmar.schoeberl-mohr@isop.at

 

 

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3
November
2017
SONY DSC

Theaterprojekt: Demokratie-Utopie?

„WAS WIR WOLLEN!“

SONY DSCEin biografisch-partizipatives Theaterprojekt zum Thema „Demokratie“ war das Ziel der Projektleiterinnen Bettina Schweighofer (Schulsozialarbeit) und Alexandra Schwarzenbacher (Theaterpädagogin). Im Rahmen der gemeinsam „bespielten“ Zeit wurde dieser schwere Brocken DEMOKRATIE nicht nur bearbeitet, zerlegt, erforscht und reflektiert, sondern auch gelebt – und gespielt.

Was bedeutet das?! Schlicht, dass Gedanken, Erlebnisse, Gefühle und Wünsche der Jugendlichen bezüglich des Themas, den Ausgangspunkt der gemeinsamen Theaterarbeit bildeten. „WAS WIR WOLLEN“ ist ein Stück VON und MIT den SpielerInnen der NMS Algersdorf. Titel des Stückes, Dialoge, Musikauswahl, Choreografien und allerlei andere künstlerische Elemente wurden in einem kreativen Miteinander gefunden, erfunden und entwickelt.

Die Bearbeitung des Themas: Es wurde der abstrakte Begriff Demokratie gemeinsam mit den SchülerInnen heruntergebrochen, um Anknüpfungspunkte zur Lebenswelt der Jugendlichen zu finden. Letztendlich wurden tragende Elemente wie Gleichberechtigung, freie Meinungsäußerung, Mitspracherecht und Ähnliches extrahiert und in die alltäglichen Lebenswelten (sei es in der Familie, der Schule, im Freundeskreis) der SchülerInnen umgelegt, um dieses große Thema für alle Beteiligten greifbar, spürbar und verstehbar zu machen.

Das Ergebnis der intensiven Theaterwoche kann sich sehen lassen: „WAS WIR WOLLEN!“ ist ein Stück über das alltägliche Miteinander in einer manchmal verwirrenden Welt. Was es braucht, um sich zurechtzufinden? Die SpielerInnen fordern, was wir ALLE wollen: Gegenseitigen Respekt.

Manches ist übertrieben, manches ist echt, manches ist provokant – das ist Theater!

 

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19
September
2017

ANMELDESCHLUSS

Das Interesse für die Tagung 20-Jahre ISOP Schulsozialarbeit freut uns unbeschreiblich! Alle Plätze sind bereits vergeben!! Wer interesse hat und auf die Warteliste kommen will soll bitte an schulsozialarbeit@isop.at ein email schreiben.

 

 

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15
September
2017
Titelgrafik mit Namen rundherum

Tagung 20 Jahre ISOP Schulsozialarbeit

LEIDER IST DIE TAGUNG SCHON VOLL! Für die Warteliste, bitte an schulsozialarbeit@isop.at schreiben.

20 Jahre ISOP Schulsozialarbeit Tagungsprogramm

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14
September
2017

Über die Notwendigkeit niederschwelliger Angebote in der Schulsozialarbeit

Überlegungen und Erfahrungen von Alexander Krückl

Die dargestellten Geschichten sind keine konkreten Fallschilderungen. Alle Namen sind frei erfunden.

Ausgangslage

Gerhard (10) hat kein Interesse an Schulsozialarbeit, eigentlich weiß er nicht einmal, was das ist, denn bei der persönlichen Vorstellung der Schulsozialarbeiterin hat er nicht aufgepasst.

Corinna (14) hatte vor einem Jahr richtig Spaß bei einem Workshop. Sie weiß eigentlich gar nimmer, worum es damals ging. Aber sie erinnert sich noch an die fixen Beratungszeiten und weiß auch, wo der Beratungsraum ist. Sie war jedoch noch nie dort und hat auch nicht vor, dorthin zu gehen. Wozu auch?

Ahmed (15) ist ein aufgeweckter, junger Schüler, der sehr beliebt ist. Er ist ein guter Schüler und es gibt keine Probleme mit ihm. Weder die Klassenlehrerin noch er selbst sehen einen Bedarf, das Beratungsangebot der Schulsozialarbeit in Anspruch zu nehmen.

Alltagsarbeit

Gerhard hat von seinem besten Freund aus der Nebenklasse erfahren, dass es einen Drehfußballtisch gibt. Er begleitet diesen und merkt, dass ihm das Spielen richtig Spaß macht. Außerdem ist der Schulsozialarbeiter sehr nett. Er kommt immer öfter und meldet sich sogar zu einem Turnier an.

Corinna ist eine brave, unauffällige Schülerin. Sie trifft die nette Schulsozialarbeiterin, die sie vom Workshop kennt, auch immer wieder in den Pausen, da diese regelmäßig durch die Gänge und Klassen spaziert und manchmal auch ganz ungezwungen mit ihr plaudert. Einmal hat sie in der großen Pause sogar UNO mit ihr und ihrer besten Freundin gespielt. Nebenbei haben sie mit der Schulsozialarbeiterin geplaudert und gelacht.

Ahmed kommt mit dem Schulsozialarbeiter einmal bei einem Schulausflug und einmal bei einem Handballturnier ins Gespräch. Es geht um Belangloses, aber es sind lustige Gespräche. Ahmed hätte nicht gedacht, dass sich der Schulsozialarbeiter wirklich so für Sport interessiert. Außerdem findet er, dass dieser auch zuhört – egal, worum es geht.

Anlassfälle

Gerhard bekommt unerwartet Schwierigkeiten mit einem Lehrer. Er ist verärgert und weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Er will so bald wie möglich mit einem anderen erwachsenen Mann darüber reden. Doch mit wem? Er lebt alleine bei seiner Mutter und hat kaum Kontakt zu seinem Vater. Mit Freunden will er nicht darüber reden, da es ihm peinlich ist. Auch andere Männer, die ihm in den Sinn kommen, scheinen nicht passend für so ein Gespräch zu sein. Doch da hat Gerhard eine Idee: „Ich könnte doch nach dem nächsten Drehfußballspiel den Schulsozialarbeiter darauf ansprechen. Der hat uns ja eh immer versichert, dass er alles vertraulich behandelt.“

Am Wochenende hatte Corinna eine heftige Auseinandersetzung mit ihrem um 3 Jahre älteren Freund. Es ging auch um Sex, und sie fühlt sich richtig verunsichert. Was soll sie machen? Was darf sie machen? Worauf muss sie achten? Viele Fragen gehen ihr durch den Kopf, und sie weiß nur, dass sie keinesfalls mit den Eltern darüber reden will. Auch mit ihrer besten Freundin kann sie den Vorfall nicht besprechen, da diese ja selbst gerade nicht weiß, was sie mit ihrem Freund machen soll. Außerdem wäre es sicher besser, denkt sie, wenn sie mit einer erwachsene Frau darüber spricht. Da fällt ihr die sympathische Schulsozialarbeiterin ein, die sie am Gang nett anlächelt.

Ahmed hat eine unglaubliche Erfahrung gemacht. Es ist ihm peinlich, er kann einfach mit niemandem darüber reden: Er hat sich in einen Buben verliebt. Wilde Gedanken gehen ihm durch den Kopf: „Soll ich es einfach verschweigen? Was bedeutet das denn überhaupt? Ich muss das jemanden erzählen! Mit dem Klassenlehrer, Freunden und Sportkollegen, seinem Bruder oder gar den Eltern reden? Unmöglich! Aber der Schulsozialarbeiter ist doch eine Ansprechperson, oder?“

Fazit

Die Teilnahme an Schulveranstaltungen, unterschiedliche Freizeitangebote, „problemfreie“ Gespräche, das kurze Nachfragen nach dem Wohlbefinden, freundliches, ungezwungenes Auftreten, Spiele und die ständige Präsenz sowie das wiederholt ausgesprochene Unterstützungsangebot sind niederschwellige Maßnahmen, die den SchülerInnen nicht nur in der konkreten Situation gut tun, sondern ganz wichtig sind, um eine Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen aufzubauen. Diese Beziehungen wiederum sind eine notwendige Grundlage für gute Beratung im Bedarfsfall.

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