24
November
2020

Lockdown 2.0

Was haben die Wörter Kindness, Sicherheit, Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Routine gemeinsam?

Alle fünf haben ihre eigene Wichtigkeit in herausfordernden Zeiten – so wie auch jetzt, während des zweiten Lockdowns, in dem die Schulen wieder auf Distance Learning umgestellt haben.

Zum einen war es wichtig, allen Kindern, Eltern und Erziehungsberechtigten, Lehrpersonen und Schulleitungen zu vermitteln, dass Schulsozialarbeit auch im Homeoffice für sie erreichbar ist. Alle möglichen Kontaktformen wurden besprochen und die Informationen dazu ausgehängt, sodass sich niemand allein fühlen muss, wenn es im Homeschooling zu einsam werden sollte oder jemand ein offenes Ohr zum Zuhören benötigt.

Zum anderen war es Schulsozialarbeit ein besonderes Anliegen die Schülerinnen und Schüler ge- und bestärkt in die zweite Runde des Homeschoolings zu schicken, weshalb unter anderem die oben genannten Worte nochmals zum Thema gemacht wurden. Es wurde diskutiert und reflektiert, was jede und jeder selbst und auch für andere tun kann, damit es ihnen auch in dieser Zeit gut gehen kann. Gemeinsam sind wir stark und können auch diese Herausforderung schaffen war das Motto!

Vier Schülerinnen des Digital Campus haben für Sie/euch ein Video zusammengestellt: Sie erklären was die Worte für sie bedeuten, warum sie während der Coronazeit wichtig sind, und sie wollen damit die Einstellung verbreiten und teilen, dass sie dieser Zeit mit Zusammenhalt und positiven Gedanken gegenüberstehen.

ISOP Schulsozialarbeit und die Schülerinnen und Schüler wünschen Ihnen/euch alles Gute – bleiben Sie/bleibt gesund!

#spreadloveandkindness

 

 

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18
November
2020

TrauDi!-Kinderrechtepreis

an ISOP Schulsozialarbeit Region Obersteiermark Ost
für ein Projekt an der MS Bruck/Mur

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Christina lebt“ konnte das Projekt „Über Mauern schauen – Toleranz und Achtsamkeit, jede*r ist Teil unserer Gesellschaft“ initiiert werden, das im Zuge der Verleihung des TrauDi!-Kinderrechtepreises mit dem ersten Platz belohnt wurde.

Schüler*innen der vierten Klassen konnten im Rahmen von Workshops zu den Themen Achtsamkeit und Toleranz sich selbst mit ihren eigenen Stärken und Schwächen kennen­lernen und mit dem Verein „Christina lebt“ Erfahrungen dazu sammeln, was es bedeutet, in unserer Gesellschaft mit einer Behinderung zu leben. Wie wird damit umgegangen, wie wird einander begegnet, welche Hindernisse kommen auf einen zu? Die Teilnehmer*innen durften selbst mit dem Rollstuhl fahren, lernten die Blindenschrift kennen, kommunizierten mit einer gehörlausen Dame in Gebärdensprache und sollten auch einen behinderten­gerechten Urlaub „buchen“.

Die Idee zu diesem Projekt hatte der Klassenvorstand der 4b-Klasse, die viele Schüler*innen aus unterschiedlichem soziokulturellem Kontext besuchen, insbesondere auch solche mit Migrationshintergrund und sonderpädagogischem Förderbedarf. Aufgrund dieser Unterschiede kam es in der Klasse hin und wieder zu Problemstellungen, denen die Jugendlichen mit manchmal „unschönen“ Verhaltensweisen begegneten. Im Fach Soziales Lernen, das vom Klassenvorstand unterrichtet wird, wurde schon bisher immer wieder auf diese Thematiken eingegangen. Im Rahmen der Workshops mit ISOP Schulsozialarbeit über Achtsamkeit und mit dem Verein „Christina lebt“ wurde versucht, solchen unangebrachten Reaktionen weiter entgegenzuwirken.

Die Vortragende Rosina Schaffernak, selbst behindert, stellte ihre Erfahrungen und ihre Herausforderungen im Alltag vor. Die Schüler*innen erkannten durch verschiedene Übungen – wie selbst mit einem Rollstuhl fahren, sich vorstellen in Gebärdensprache, blind durch einen Parcours gehen, einen behindertengerechten Urlaub „buchen“ – und auch durch Erzäh­lungen über ihre eigenen Erlebnisse sowie Ängste, wie wertvoll jeder Mensch in seiner Eigenart ist und wie wichtig Unterschiede in einer Gesellschaft sind. Sie lernten zudem, wie schwierig der Alltag mit einer Behinderung ist, was man alles bedenken muss und wie Menschen mit Behinderung begegnet wird. In der Folge überdachten sie auch ihr eigenes Verhalten gegenüber anderen.

Im Workshop über Achtsamkeit bekamen die Schüler*innen Einblick in den Umgang mit sich selbst, was ihnen selbst guttut, wie sie ihren Körper spüren, wie sie zu ihrer inneren Ruhe finden. Die Jugendlichen waren umso begeisterter bei der Sache, weil es auch um ihre eigenen Belange ging. Sie konnten erkennen, was sie selbst brauchen und wie sie daher auch mit anderen umgehen sollten. Einige Meinungen und Einstellungen der Jugendlichen haben sich geändert, insbesondere da sie in diesem Rahmen gelernt haben, wertvoller miteinander zu agieren. Dadurch begegnen sie Problemstellungen im Umgang mit anderen nun offener und sorgsamer.

Chancengleichheit war für manche der Schüler*innen geradezu ein Fremdwort und in diesem Projekt konnten sie sich damit näher auseinandersetzen. Sie haben gelernt, was sie selbst dazu beitragen können und welche Auswirkungen es sogar auf sie selbst haben kann, wenn achtsamer und respektvoller Umgang in der Klasse gelebt wird.

 

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17
November
2020

Die etwas andere Preisverleihung

TrauDi! – Der Steirische Kinderrechtepreis 2020

Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November wurde auch in diesem Jahr wieder der TrauDi! – der Steirische Kinderrechtepreis vergeben. Große Veranstaltungen waren wegen der Coronavirus-Pandemie nicht erlaubt und so musste auch die alljährliche große Kinderrechtegala im Grazer Dom im Berg ausfallen. Für die Preisverleihung am 13. November ließ sich das Kinderbüro deshalb etwas Neues einfallen: Die Preisträger*innen wurden in Videos auf dem steirischen TV-Sender kanal3 sowie auf der Homepage und auf den Social Media-Seiten des Kinderbüros vorgestellt (zum Nachschauen auf youtube).

In der Kategorie „Projekte in Schulen und Kindergärten“ ging einer der TrauDi!s – der 1. Preis – an das Projekt „Über Mauern schauen – Toleranz und Achtsamkeit, jede*r ist Teil unserer Gesellschaft“, das von ISOP Schulsozialarbeit (Bildungsregion Obersteiermark Ost) gemeinsam mit dem Verein Christina lebt in Kooperation mit den NMS Bruck an der Mur durchgeführt und eingereicht wurde. Eine Beschreibung des ausgezeichneten Projekts gibt es hier.

Sehr interessant ist auch der folgende Clip der Videopreisverleihung mit Interviews zum Projekt:

Und hier noch ein paar Fotoimpressionen von der Überreichung des Preises an ISOP Schulsozialarbeit, den Verein Christina lebt und die MS Bruck an der Mur:

 

 

 

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17
November
2020

Erreichbarkeiten auch im Lockdown

 
Bei Fragen zum Schulbetrieb und Corona stehen österreichweit die Corona-Hotline des Bildungsministeriums unter der Nummer 0800 21 65 95 (Mo-Fr von 8.00-16.00 Uhr) und das Bürger/innenservice des BMBWF unter 0800 20 56 76 (Mo-Fr von 9.00-16.00 Uhr) zur Verfügung.
 
In den einzelnen Bundesländern stehen die Servicehotlines der jeweiligen Bildungsdirektion bereit. Alle Telefonnummern und Zeiten finden Sie hier: www.bmbwf.gv.at/hotlines.
 
Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen stehen bei Sorgen und Ängsten kostenfrei in allen Bildungsregionen zur Verfügung. Alle Kontakte finden Sie hier: www.schulpsychologie.at.
 
An den Schulen mit Schulsozialarbeit stehen die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter zur Verfügung – auch für die Schülerinnen und Schüler! Kontaktdaten u.a. auf den Schulhomepages zu finden!
 
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10
November
2020

Spielemon.at 2020 – Online

Eigentlich sollte zwischen Ende Oktober und Ende November “Zusammenspiel – ein Spielemon.at” an verschiedenen Orten in Österreich und nur zum Teil auch im Internet stattfinden. Die aktuelle Coronasitution hat die Veranstalter*innen dazu gezwungen, das Spielefestival ganz in die Online-Community zu verlegen.

Wer Lust hat, neue Spiele kennenzulernen, oder gleich online zu spielen, findet das Programm und andere Informationen auf der folgenden Internetseite von Ludovico:

https://www.ludovico.at/index.php/festivals/festival-der-spiele-2020-unsere-alternative

Auf Youtube
https://www.youtube.com/playlist?list=PLiU7fBFykoLICdo3214Ax7c6p2GoV70kl

Oder unter den Veranstaltungen auf facebook:
https://www.facebook.com/events/649975765912957

Viel Spaß beim Schmökern und Ausprobieren!

 

 

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6
November
2020

Buddy-Ausbildung – „das Making-of“

Über das Buddy-Projekt an sich und auch über die Buddy-Ausbildung haben wir schon öfters berichtet. Daher soll sich dieser Beitrag dem „Making of“ der Buddy-Ausbildung widmen, insbesondere der Frage:  Welche Schritte sind zu gehen, bevor die Ausbildung startet?

Am konkreten Beispiel einer NMS, an der die Schulsozialarbeit seit vielen Jahren die Buddy-Ausbildung organisiert und durchführt, soll ein kleiner Blick hinter die Kulissen  stattfinden. Mehr kann es auch nicht sein als ein kleiner Blick, denn selbstverständlich passt jede*r Schulsozialarbeiter*in die Art, die Dauer und die Durchführung der Buddy-Ausbildung (und deren Vorbereitung) an die gegebenen Möglichkeiten und Bedingungen am eigenen Standort an.

Und wie läuft es jetzt ab, bis alle auszubildenden Schüler*innen der 7. Schulstufe zur ersten Sitzung zusammenkommen?

Zuerst findet natürlich eine sorgfältige Terminplanung und Absprache mit den betreffenden Klassenvorständen, Fachlehrer*innen und der Schulleitung statt. An der NMS, die als Beispiel dient, verläuft die Vorbereitung der Buddy-Ausbildung dann in den folgenden sechs Schritten, die von Schulsozialarbeit  in allen dritten Klassen am Standort während der Unterrichtszeit durchgeführt werden:

  1. Vorstellung des Buddy-Projekts:
    Ablauf, Arbeitsumfang, Aufgaben der Buddys, HInweis auf Freiwilligkeit und Verantwortlichkeit, Hinweis auf verpflichtende Teilnahme an der Buddy-Ausbildung, Klärung offener Fragen.

  2. Austeilen der Bewerbungsunterlagen und Einverständniserklärungen (für die Nachmittagseinheiten):
    Diese erhalten alle Schüler*innen, die sich beteiligen möchten. Weiters wird ein Elternbrief ausgeteilt, in dem sich Schulsozialarbeit im Vorfeld für die Kooperation der Eltern und Erziehungsberechtigten bedankt und diese zur Unterstützung ihrer Kinder ermuntert.

  3. Absammeln der Bewerbungsunterlagen und Einverständniserklärungen.:
    Ab jetzt wird es für die Buddy-Anwärter*innen verpflichtend, an der Ausbildung teil zu nehmen. In der Bewerbung werden Motivation und Interesse der Schüler*innen abgefragt. Eine Frage lautet z.B.: „Was glaubst du, warum wir dich als Buddy auswählen sollten?“ Im zweiten Teil der Bewerbung sollen die Schüler*innen ihre Fähigkeiten im sozialen Umgang mit (jüngeren) Schüler*innen darstellen (durch Multiple-Choice-Verfahren).

  4. Durchführung der Hearings:
    Nachdem Schulsozialarbeit alle Bewerbungen gelesen hat, finden die Hearings statt. Alle Buddy Anwärter*innen kommen einzeln, nacheinander zur Schulsozialarbeit und führen mit dieser (auf Grundlage ihrer abgegebenen Bewerbungen) ein persönliches Vorstellungsgespräch. In begründeten Einzelfällen kann die Schulsozialarbeit an dieser Stelle Buddy-Anwärter*innen ausschließen. Ein möglicher Grund hierfür kann etwas eine unzureichend ausgefüllte Bewerbung sein oder im persönlichen Gespräch lässt sich kaum Motivation und Wille zur Verantwortungsübernahme feststellen.

  5. Willkommen der Buddy-Anwärter*innen:
    Sind alle Vorstellungsgespräche geführt, werden die neuen Buddy-Anwärter*innen von Schulsozialarbeit feierlich willkommen geheißen. Dies ist für die Drittklässler*innen ein aufregender und wichtiger Moment („Hab‘ ich es geschafft? Bin ich aufgenommen worden zur Ausbildung?…“ ) Dann wird den teilnehmenden Schüler*innen der aktuelle Terminplan, sowie ein weiterer Elternbrief ausgehändigt. Der Terminplan wird in der Klasse ausgehängt.

Erst danach beginnt die Ausbildung der Buddy-Anwärter*innen, die an vier Nachmittagen stattfindet.

Am Ende erhalten alle Buddys von Schulsozialarbeit in einer feierlichen Zeremonie eine Urkunde verbunden mit Dank und Anerkennung. Das findet in der Unterrichtszeit statt und stellt für die Schüler*innen zumeist ein persönlichkeitsstärkendes Highlight im Schuljahr dar.

In einem letzten Schritt bedankt sich Schulsozialarbeit im Rahmen einer Konferenz bei allen beteiligten Lehrer*innen und der Schulleitung für die  Kooperation, ohne die eine solche Ausbildung für die Schüler*innen nicht möglich wäre!

 

 

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3
November
2020

Lessons learned

Was Schulkinder aus der Zeit des Homeschoolings mitgenommen haben

Unmittelbar nach der Wiedereröffnung der Schulen wurden an allen von ISOP Schulsozialarbeit betreuten Schulen Workshops abgehalten, in denen Kindern die Möglichkeit geboten wurde, über die Zeit des sogenannten „Lockdowns“ nachzudenken. Dabei wurden einerseits unangenehme Erlebnisse thematisiert und gemeinsam reflektiert; andererseits wurden aber auch angenehme Erfahrungen in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt. Um einen Eindruck vom Ablauf und den teils überraschenden Ergebnissen zu geben, werden im Folgenden die Workshops beschrieben, die an insgesamt 8 Klassen der Mittelschule Trofaiach bzw. der Neuen Mittelschule Kapfenberg (Sport) stattfanden.

Schon im ersten Teil der Workshops, der Abfrage der Befindlichkeit mit anschließender Diskussion konnte bemerkt werden, wie unterschiedlich die Kinder die Zeit der geschlossenen Schulen angenommen haben. Es wurde einzeln abgefragt, wie es „momentan“ geht im Hinblick auf „Coronazeit“.

Auch beim zweiten Teil der Workshops, dem „Brainstorming“ („Was fällt dir spontan ein, wenn du an die Zeit denkst, in der die Schule zu war?“) konnte in den Gruppen festgestellt werden, wie unterschiedlich diese Zeit wahrgenommen wurde: Die spontanen Angaben reichten von eindeutig positiv konnotierten Begriffen wie „Spaß“ oder „coole Zeit“ bis hin zu negativen wie „Tod“ oder „deprimiert“.

In einem gemeinsamen Austausch (Diskussion und Reflexion) wurde auf Einzelbeispiele eingegangen. Im Vordergrund stand das Sichtbarmachen von differenzierten Wahrnehmungen. So wurden beispielsweise selbst wortgleiche Nennungen in der Diskussion unterschiedlich bewertet: Die „Zeit mit der Familie“ oder das „Alleine-Sein“ wurden sowohl als angenehm als auch als sehr unangenehm wahrgenommen.

Am Ende standen „lessons learned“ auf dem Programm. Ausgehend von einer „funktionalistischen“ Sichtweise wird hierbei davon ausgegangen, dass selbst unangenehme Erfahrungen nicht nur einen positiven Aspekt für die Weiterentwicklung in sich tragen, sondern viel mehr noch, dass gerade neue und schwierige Situationen eine „Funktion“ haben. Dementsprechend wurden die Kinder gefragt, was die Zeit der geschlossenen Schulen denn für sie „gebracht hat“. Was habe ich gelernt? Was war neu für mich? Und – von ganz besonderer Bedeutung: Was nehme ich aus dieser Zeit mit?

Außerdem gab es unter anderem folgende Nennungen:

Selbstvertrauen, Hygiene, Traktorfahren, Lackieren, Abstand halten, Dinge gegen Langeweile, Boden rausreißen, mehr Tricks, mehr Zeit mit Familie, Freund*innen und Eltern, Selbstständigkeit, bessere Aufschläge, bessere Alleinbeschäftigung, Kochen, Wertschätzung Anderer, Beachtung von Regeln, Geduld, Umgang mit Zeit, „nicht alles ist schön“, „nicht alles auf die leichte Schulter nehmen“, Gutes für Umwelt, andere Ernährung, Neue Gewohnheiten, mehr Schlaf, „Kopf hoch und weiter“, Autofahren, bessere Zeiteinteilung, Babysitting, Ruhe

Insgesamt können 4 Kategorien festgemacht werden, in denen sich die Erfahrungen, die aus der Zeit des Homeschoolings mitgenommen wurden, abbilden lassen:

  1. Schulischer Lernerfolg
    Leistungssteigerung in bestimmten Fächern, Distance-learning etc.

  1. Verbesserung bestimmter (auch nicht-schulischer) Fähigkeiten
    Sportliche Erfolge, Fähigkeiten im Haushalt oder im Spiel etc.

  1. Neue, andere Freizeitbeschäftigung
    Hobbies, Spiele, Umgang mit Familie etc.

  1. Neubewertung gewohnter Muster
    Zeit mit der Familie, gemeinsames Essen, Schlafrhythmus etc.

Persönliches Fazit (Schlussfolgerung):
Die Kinder haben größtenteils diese Phase der Schulschließungen gut „überstanden“, und wichtige Erfahrungsschätze konnten „gefunden“ werden. Voraussetzung dafür ist aber zweifellos das Transparentmachen derselben und der kritische Austausch darüber.

 

 

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21
Oktober
2020

Generation Haram – Podiumsdiskussion mit Melisa Erkurt

Mit  MELISA ERKURT – Journalistin, Lehrerin und Autorin des Buches „Generation haram” – diskutieren:

  • Sandra Jensen  ISOP Schulsozialarbeit
  • Daniela Grabovac  Antidiskriminierungsstelle Steiermark
  • Klaus-Börge Boeckmann  Pädagogische Hochschule Steiermark

Wann: Donnerstag, 29.10.2020, 19:00 Uhr
Achtung: Die Veranstaltung ist ausgebucht. Es werden keine Anmeldungen mehr entgegen genommen.

Video-Livestream: https://youtu.be/Gp2T4kre5QQ
Die Audio-Liveübertragung über Radio Helsinki: 92,6 MHz (Raum Graz) oder im Livestream unter live.helsinki.at.

 

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20
Oktober
2020

Ein besonderer Schultag

An der MS St. Marein im Mürztal gibt es schon länger die Tradition, dass die Buddys die neuen Erstklässler am ersten Schultag begrüßen. Schon im Juni und auch noch in der letzten Ferienwoche im September wurde dafür fleißig mit der Schulsozialarbeiterin geprobt. Die Schüler*innen dichten gemeinsam ein Lied um, das auf die Zusammenarbeit der Buddys mit den Neuankömmlingen hinweist. Diesmal wurde ein Lied von Pizzera und Jaus neu interpretiert, das einige Viertklässlerinnen mit der Gitarre begleiteten.

Am „großen“ Tag selbst sind die Viertklässler*innen meist genauso nervös wie die neuen Schüler*innen, aber durch die musikalische Begrüßung wird beiden ein wenig die Angst genommen. Vor allen wissen die Erstklässler*innen schon am ersten Tag, dass sie nicht alleine sind und jemand für sie da ist.

Gerade heuer war das besonders wichtig, da sie die ersten Stunden an der neuen Schule aufgrund der Corona Pandemie ohne ihre Eltern „überstehen“ mussten, da kam der Beistand der Buddys gerade Recht.

Auch in diesem Jahr gab es wieder gleich zu Beginn einen gemeinsamen Wandertag, der dazu diente, sich besser kennen zu lernen und mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten mit allen Ecken und Kanten ein dynamisches Team zu bilden. Die Buddys sind aber auch weiterhin für die „Kleinen“ da. Sie treffen sich regelmäßig in der Hofpause und tauschen ihre Erfahrungen aus.

Hier ein Auszug aus dem neuen Liedtext der Schüler*innen:

Bist du a stuiza Erstklassler im ersten Semester, oder host du in dera Schui scho Bruder oder Schwester

Und bist du gerne draußen und spüst a Runde Fußboi, wir sind gern dabei und wünschen dir „Toi, Toi“.

Net scheiß egal, wos du mochst, wos du tuast, wos du isst, wir Buddys san für di do, egal wer du bist.

Moch da geile Zeit mit deine Freind und daun stöst da die Froge….

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13
Oktober
2020

Rückmeldung einer Lehrerin

Liebe Schulsozialarbeiterinnen!

Ich möchte mich für eure hervorragende Arbeit als Schulsozialarbeiterinnen im Namen meiner Lehrerkolleginnen und Lehrerkollegen sehr, sehr  herzlichst bedanken!

Da ich eure Arbeit nun schon seit Beginn eurer Tätigkeit in meinen Klassen  erleben darf, ist es Zeit, einmal auch schriftlich zu bestätigen, welch wertvolle (gesellschaftspolitische) Arbeit hier geleistet wird.

Euer liebevoller, respektvoller  und besonnener Umgang mit den Kindern ist beispielhaft! Den Kindern wird auf didaktisch höchstem Niveau so viel an persönlicher Stärkung mitgegeben.

Gerade unsere Kinder mit Migrationshintergrund haben es oft nicht leicht. Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache, Probleme in den Familien und Konflikte in der Klassengemeinschaft sind Alltag. Gerade deshalb ist die Schulsozialarbeit an diesen so genannten Brennpunktschulen für die Gesellschaft enorm wichtig. Meine Kinder haben sich durch die Schulsozialarbeit ein völlig neues Handlungsrepertoire bei Konflikten angeeignet und wenden es auch an. Sie sind sich ihrer eigenen Stärken viel bewusster geworden und gehen miteinander äußerst verantwortungs- und respektvoll um.

Obwohl man als Klassenlehrerin auch bemüht ist, den Kindern Strategien zur Konfliktbewältigung beizubringen oder sie emotional zu stärken, ist dies alles nicht mit der Schulsozialarbeit bzw. eurer Arbeit, die ihr leistet, vergleichbar!

Ich hoffe sehr, dass die Schulsozialarbeit in noch größerem Maß weiterhin besteht. Für mich ist diese Arbeit  ein absolutes gesellschaftliches Muss und gehört verpflichtend in den Stundenplan integriert!

Ich danke euch herzlichst! Eure Stunden sind auch für mich immer wieder ein wunderbares Ereignis, weil ich die positive Entwicklung meiner Schülerinnen und Schüler erleben darf.

Liebe Grüße

 

 

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