15
Juli
2016
summer-pixabay

… und auf in die Ferien!

Am letzten Freitag war der letzte Schultag und mit etwas Verspätung verabschieden auch wir uns in die wohlverdienten Ferien! Aber nur bis zum Herbst. Dann kommen wir erholt mit neuen Ideen und neuen Beiträgen wieder.

Wir bedanken uns bei allen, die uns lesend durch dieses Schuljahr begleitet haben und wünschen

WUNDERSCHÖNE FERIEN!

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
7
Juli
2016
Freude

Es war ein tolles Jahr!

Und schon wieder ist ein Schuljahr zu Ende! Wahnsinn wie die Zeit vergeht! Und VIEL ist in diesem Schuljahr passiert!! An den Schulen (dazu gibt es noch einen eigenen Beitrag mit Highlights) und überhaupt. Hier ein Auszug der Höhepunkte mit Öffentlichkeitswirkung:

Im Oktober 2015 Pressekonferenz gemeinsam mit LRin Ursula Lackner und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner: Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es in jeder steirischen Bildungsregion Schulsozialarbeit, d.h. wir dürfen noch mehr Schulen betreuen! Außerdem hat eine Zusammenarbeit mit sofa begonnen.

Ebenfalls im Oktober erhielten wir den österreichischen Kinderschutzpreis Myki für die Durchführung einer Kreativwerkstatt:

Myki-Überreichung

 

Und im November 2015 haben wir zwei Traudis für unser Engagement für Kinderrechte gewonnen!

DSC04901

 

Dazu haben wir jede Menge Pressearbeit gemacht, die in diversen Zeitungsberichten ihren Niederschlag gefunden hat, z.B. in ZWEI UND MEHR Familienmagazin Ausgabe 22/2015.

Schulsozialarbeiter in Graz

 

Es fanden auch mehrere österreichweite Vernetzungstreffen mit anderen Schulsozialarbeitsträgern statt! Dort haben wir einen One-Pager zu Schulsozialarbeit geschafft!

OGSA AG-Schule_1

 

Auf Initiative von LRin Ursula Lackner in Kooperation mit dem LOGO Jugendmanagement und den SchulsozialarbeiterInnen fand am 15. April anlässlich des Europäischen Tages der Jugendinformation an vielen steirischen Schulen ein Aktionstag statt.

(Foto: Samec) Auf dem Bild (von links nach rechts): Schulsozialarbeiterin Julia Edlinger mit SchülerInnen der NMS Dr. Karl Renner in Graz sowie Uschi Theissl (Logo Jugendmanagement), LRin Ursula Lackner und Sandra Jensen (Projektleiterin Schulsozialarbeit)

(Foto: Samec)

Und dazu gibt es nun in unseren Schulen Infodispenser von LOGO Jugendmanagement – hergestellt von Heidenspaß:

Infodispenser mit SchülerInnen

 

Unser Leitfaden zur Umgang mit Schulverweigerung in der ISOP-Schulsozialarbeit ist erschienen und in Frankfurt bei einer Tagung vorgestellt worden!

schulverw_cover

 

Und zum Abschluss des Jahres noch ein Preis: 3. Platz beim Grazia Kinderschutzpreis 2016, Kategorie NMS/AHS Unterstufe.

Foto 1

Ein großes DANKESCHÖN an alle, die uns in diesem Jahr begleitet und unterstützt haben! Ein Hoch auf die SchulsozialarbeiterInnen, die großartige Arbeit leisten!

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
30
Juni
2016
Evaluation

Evaluierung der Schulsozialarbeit an der NMS Schmölzer, Kindberg

Die Evaluierung von Schulsozialarbeit am Standort NMS Jakob Eduard Schmölzer in Kindberg war im Rahmen der Qualitätssicherung  ein Schwerpunkt im Schulentwicklungsplan von 2014 bis 2016.

Als exemplarische Evaluation der letzten 5 Jahre (seit es Schulsozialarbeit an diesem Standort gibt) wurden heuer bei allen SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern die Akzeptanz und Wirkung von Schulsozialarbeit mittels Fragebögen erhoben und ausgewertet.

Auf Seiten der SchülerInnen lässt sich feststellen, dass:

  • fast 50% der Befragten Schulsozialarbeit als Unterstützung IN ANSPRUCH nimmt,

  • ein Viertel der SchülerInnen und Schüler die Freizeitangebote nutzt,

  • mehr als die Hälfte aller SchülerInnen die Buddys als Hilfe beim Einstieg in die NMS wahrgenommen hat.

 Auf Seiten der LehrerInnen hat sich ergeben, dass:

  • weit über 90 % der Lehrkräfte Schulsozialarbeit als Unterstützung wahrnimmt.

  • die meisten der befragten Lehrkräfte aussagt, dass sich das Klassenklima  verbessert hat,

  • ¾ aller Lehrkräfte ihre SchülerInnen aktiv dazu ermuntern, die Angebote der Schulsozialarbeit zu nutzen.

Bei der Befragung der Eltern und Erziehungsberechtigten hat sich unter anderem herauskristallisiert, dass

  • 80 % der Eltern und Erziehungsberechtigten über die Angebote der Schulsozialarbeit informiert sind,

  • ¼ der befragten Eltern aktiv die Angebote der Schulsozialarbeit in Anspruch nimmt,

  • fast 50% aller befragten Eltern angeben, dass sie Schulsozialarbeit als Hilfe bei außerschulischen Problemen wahrnehmen.

Die Schule führt derzeit 92 Schülerinnen und Schüler in 5 Klassen.

An der Befragung haben teilgenommen:

  • 90 SchülerInnen und Schüler

  • 10 Lehrkräfte

  • 86 Eltern und Erziehungsberechtigte.

 

 

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
16
Juni
2016
Foto 1

Schülerparlament Vereinbarungskultur NMS Dr. Renner

Foto 1

Die Eingliederung der SchülerInnen in den Gestaltungsprozess des Schulalltags ist ein wichtiger Beitrag für ihr Wohlbefinden in der Schule. Seit rund drei Jahren werden an der NMS Dr. Renner regelmäßig Sitzungen des SchülerInnenparlaments einberufen. Das SchülerInnenparlament stellt für Kinder und Jugendliche eine sinnvolle Möglichkeit dar, ihre Wünsche und Anliegen zu äußern, an einem Mitbestimmungsprozess teilzuhaben, gehört und ernst genommen zu werden.

In diesem Schuljahr ging es um das Thema „Vereinbarungskultur“. Ziel war es eine gemeinsame Verhaltensvereinbarung für die Schule (LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern) auszuarbeiten. Bereits im vergangenen Schuljahr wurden von den LehrerInnen in einer SCHILF Leitsätze für den gemeinsamen Umgang an der Schule erarbeitet. In diesem Schuljahr folgte nun der zweite Teil der Verhaltensvereinbarung, der die SchülerInnen betraf. Dazu wurden in den sozialen Lernstunden wichtige Verhaltensweisen zu den Fragen „Was brauchen wir um gut lernen zu können?“ und „Was brauchen wir um uns wohl zu fühlen?“ erarbeitet. Die KlassensprecherInnen und StellvertreterInnen brachten ihre Vorschläge schließlich in das SchulerInnenparlament. Die Schulsozialarbeiterin Julia Edlinger, die Beratungslehrerin Bettina Rauch und die Lerndesignerin der Schule, Alexandra Edelbauer-Konrad arbeiteten gemeinsam mit den SchülerInnen schließlich die wichtigsten Punkte heraus. Dabei wurden folgende Sätze formuliert:

„Wir achten darauf, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Damit wir uns wohlfühlen achten wir auf Sauberkeit in den Klassen und der Schule. Wir machen mehr Ausflüge, damit wir unsere Klassenkollegen besser kennenlernen und Dinge durch Erfahrungen besser begreifen können. Damit ich gut lernen kann, bereite ich meine Sachen rechtzeitig vor.“

Das Projekt erhielt den dritten Platz in der Kategorie NMS/AHS Unterstufe der Grazia Preisverleihung 2016 zum Thema „Gemeinsam sind wir stark“.

 

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
12
Mai
2016

Spaß an der Bewegung – kostenloses Bewegungsangebot!

Die Mädchensportgruppe – ein Sport- und Bewegungsangebot mit Schwerpunkt „Soziales Lernen“!

Im Rahmen von diversen Projekten, Freizeitangeboten und Workshops der ISOP Schulsozialarbeit kommt es laufend zu außerschulischer Vernetzung und Kooperation mit unterschiedlichen Einrichtungen. Dadurch wird einerseits das Miteinander der ExpertInnen im Sozialraum gestärkt und andererseits lernen die Kinder und Jugendlichen neue Räume und die Angebote in ihrer unmittelbaren Umgebung kennen. Die Schulsozialarbeit der NMS Karl Morre und der NMS Algersdorf startete gemeinsam mit dem Jugendzentrum EggenLend und a:pfl (alternative:pflegefamilie gmbh – Sozialräumliche Familienarbeit) ein Kooperationsprojekt (Kooperation Jugendhilfe, offene Jugendarbeit und Schulsozialarbeit). Den Mädchen soll ein geschützer Rahmen geboten werden, in dem sie ihre Freizeit miteinander gestalten und mädchenspezifische Themen bearbeiten können. Der Schwerpunkt liegt auf Bewegung (z.B. Tanz, Ballspiele, Seilspringen, Trampolin, Gymnastik), Sozialem Lernen in der Gruppe und Gesprächen. Die Mädchensportgruppe findet zwei Mal im Monat in einem nahegelegenen Turnsaal einer Schule im Bezirk statt. Die Kosten trägt die a:pfl gmbh. Dieses Kooperationsprojekt ist derzeit noch in einer Pilotphase, d.h. ist es noch kein eigenständiges und fest verankertes Projekt.

Zu den Zielen gehören:

Bewegung, Kooperation und Trainieren sozialer Fertigkeiten in der Gruppe, andere Gleichaltrige kennenlernen, Neues kennenlernen und ausprobieren, ein besseres Körpergefühl und Körperwahrnehmung entwickeln, Entspannung, Selbstwertstärkung, Bearbeitung mädchenspezifischer Themen und Zugang (Kontakt) zu MitarbeiterInnen/ExpertInnen der Hilfsangebote außerhalb der Schule und im Sozialraum (Zugangsbarrieren abbauen).

Zielgruppe:

SchülerInnen der NMSen im Sozialraum (ca. 10 – 14 Jahre), Mädchen des JUZ Eggenlend (ab 11 Jahre) und KlientInnen von a:pfl gmbh (bis 18 Jahre).

Effekte:

Bewegungsangebot mit Schwerpunkt “Soziales Lernen” außerhalb des schulischen Kontexts, Erhöhung der sozialen Beteiligung an Angeboten im Sozialraum (z.B. Jugendzentrum); neue soziale Peer-Kontakte; Erhöhung der Alltagskompetenz für Mädchen mit ihren Themen umzugehen; engere Kooperation mit der Jugendhilfe; offene Jugendarbeit und Schulsozialarbeit im Sozialraum: verschiedene Expertisen einbringen; Synergien nutzen.

Nähere Informationen:

a:pfl – Alina Stattegger: 0664/60826-444, alina.stattegger@apfl.or.at

JUZ – Marlene Ofner; Schulsozialarbeit: Eva Heber und Tanja Nesterović

 

hip hop blog

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
22
April
2016

Europäischer Tag der Jugendinformation

Tag der Jugendinformation 1

(Foto: Samec)

Auf dem Bild (von links nach rechts):
Schulsozialarbeiterin Julia Edlinger mit SchülerInnen der NMS Dr. Karl Renner in Graz sowie Uschi Theissl (Logo Jugendmanagement), LRin Ursula Lackner und Sandra Jensen (Projektleiterin Schulsozialarbeit)

Wie in jedem Jahr fand an vielen steirischen Schulen auch heuer wieder ein Schwerpunkttag zum Thema „Jugendinformation“ statt, dieses Mal jedoch nicht wie sonst am 17. April (Sonntag), dem offiziellen Europäischen Tag der Jugendinformation, sondern schon am  Freitag davor, am 15. April. Die Initiative dazu ging von der für Bildung und Gesellschaft (und damit auch für Jugendarbeit) zuständigen LRin Ursula Lackner in Kooperation mit dem LOGO Jugendmanagement und den SchulsozialarbeiterInnen an über 100 Schulen in der Steiermark aus.

Am Schwerpunkttag brachten über 60 SchulsozialarbeiterInnen, darunter Julia Edlinger von der ISOP-Schulsozialarbeit an der NMS Dr. Karl Renner, den SchülerInnen  vor Ort das vielseitige Angebot der Jugendinformation in der Steiermark näher. Die Informationen werden dort nicht nur übersichtlich und zielgruppenorientiert aufbereitet, sondern vor allem auch  kostenlos und frei von politischen, kommerziellen oder ideologischen Einflüssen. Außerdem sind sie für die Jugendlichen über Infostellen, Internet, Seminare, Workshops, Aktionen, Ratgeber uvm leicht zugänglich.

Den SchulsozialarbeiterInnen als unmittelbaren Ansprechpartnern der SchülerInnen kommt bei der Informationsvermittlung besondere Bedeutung zu, zumal sie seit Schulbeginn 2015/16 im Rahmen des Projekts “Schulsozialarbeit in der Steiermark” an mehr als 100 Schulstandorten in allen steierischen Bezirken im Einsatz sind.

 

Tag der Jugendinformation 2Tag der Jugendinformation 3

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
11
April
2016

ISOP-Schulsozialarbeit in den Medien

Es war viel los und der Blog ist vernachlässigt worden. Wir werden uns bessern!! Wir haben einige der Medienberichte zusammengestellt zum Nachlesen und Nachschauen. Viel Spaß dabei!

 

 

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
12
Februar
2016
Connection

Systemorientierung

Connection

Schulsozialarbeit öffnet den Blick für auffälliges Verhalten von SchülerInnen und ergänzt diese Perspektive um den Sozialraum- und Lebensweltbezug. Daher tritt neben den Systemen Schule und Familie etwa auch der Freundeskreis der Jugendlichen in den Vordergrund. Es ist für die SchulsozialarbeiterInnen immer wichtig, die Sichtweise mehrerer Seiten zu kennen, z.B. jene der Freunde, der in einen Vorfall involvierten MitschülerInnen, der LehrerInnen, der Eltern, der Direktion. Wenn ein Kind außerschulische Sorgen hat, wie etwa wegen einer Scheidung, Krankheit, Arbeitslosigkeit der Eltern, und in der Schule verhaltensauffällig ist, dann betrifft das nicht nur dieses Kind allein, sondern dadurch können sich viele andere Kinder schlecht auf den Unterricht konzentrieren. Durch das Vorhandensein einer Bezugs- oder Ansprechperson, wie es der/die SchulsozialarbeiterIn ist, an den/die sich das Kind wenden kann, der/die ihre Sorgen teilt und in der Bewältigung unterstützt oder wo einfach die Möglichkeit besteht, sich zum Ausweinen „verstecken“ zu können, kommen die Kinder mit dem Unterricht besser zurecht.

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
8
Februar
2016

Integration (k)eine Einbahnstrasse

„Integration ist keine Einbahnstrasse!“ höre oder lese ich ziemlich oft. Für eine gelingende Integration ist die Bereitschaft der Neuankömmlinge die Sprache zu lernen und die neue Kultur kennenzulernen essentiell. Sich an die Gesetze des Landes zu halten gilt für alle und zwar in jedem Land. Zu einer gelingenden Integration gehört allerdings auch eine Aufnahme bzw. Teilnahme in der Gesellschaft. Dieses Bild erklärt die verschiedenen Begriffe sehr gut:

img_3863 sandra

 

Immer wieder wird die Empfehlung  bzw. Forderung laut, nur deutsch in der Pause zu sprechen, geäußert. Dies sei für eine Integration nötig, heisst es.

Pausen sind für Entspannung da. Alle die in einem anderen Land einen Intensivsprachkurs gemacht haben, oder im Urlaub versucht haben sich in einer Fremdsprache verständlich zu machen, wissen wie erschöpfend das sein kann. Die Wissenschaft betont auch, wie wichtig Erholung für den Lernerfolg ist. Ein Kind, das gerade deutsch lernt, muss sich im Unterricht viel mehr bemühen und konzentrieren um alles zu verstehen, als ein Kind das fließend deutsch spricht. Wenn sich die SchülerInnen noch zusätzlich in den Pausen bemühen und konzentrieren sollen, ist das nicht förderlich für den Lernerfolg.

Deutsch als gemeinsame Sprache, wo sich niemand ausgeschlossen fühlt oder das Gefühl hat, dass über ihn geredet wird, ist wichtig. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Muttersprache zu sprechen und diese gut zu beherrschen, der Grundstein zum Erlernen weiterer Sprachen ist. (Dazu gibt es Unmengen an Studien! Hier ein interessanter Artikel!)

Die Muttersprache sprechen zu dürfen ist etwas ganz essentielles für die Persönlichkeitsentwicklung. Wir müssen uns überlegen, was es für die eigene Identität heißt, wenn einem die Umgebung vermittelt, dass meine Sprache nicht willkommen ist. Ist ein, für mich, ganz wichtiger Teil meines Ichs nicht willkommen? Muss ich einen Teil meiner Identität verleugnen? Schule kann man nicht strikt vom Elternhaus trennen – wir reden hier von Menschen, nicht von Robotern die in die Schule kommen! LehrerInnen wissen nur allzu gut, dass diese kleinen Wesen ihre Rucksäcke nicht beim Schultor abgeben – alles kommt mit in die Schule und beeinflusst den schulischen Alltag. Auch vieles von der Schule kommend beeinflusst auch das Familienleben.

Was passiert mit der Familiensprache, wenn Geschwisterkinder in die gleiche Schule gehen und in der Schule verlangt wird, dass sie deutsch miteinander sprechen? Was macht es mit dem Selbstwert eines Kindes, wenn ein Teil dieser Person in der Schule nicht willkommen ist? In Zeiten wie diesen, wo der  IS einige Jugendliche rekrutieren, ist das durchaus eine Frage die gestellt werden muss!

Schauen Sie sich bitte dieses Bild an, das „Joharis Fenster“ genannt wird:

johari fenster by stroh.

Bei diesem Analysemodell geht es um Selbst- und Fremdwahrnehmung. Was ist mir über mich selber bekannt und anderen auch = öffentliche Person. Was ist anderen bekannt, mir aber nicht = blinder Fleck. Was ist mir bekannt, aber nicht meiner Umgebung = private Person. Dieser Bereich ist bei mangelnden Sprachkenntnissen bzw. fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten unproportioniert groß, was zu einem Gefühl von „nicht wahrgenommen werden“ führen kann, da nur ein sehr begrenzter Teil der Persönlichkeit vermittelt werden kann. In Gesprächen in der Muttersprache in den Pausen könnte das kompensiert werden. Es ist eine Überlegung wert, was passieren könnte, wenn diese Kompensation nicht ermöglicht wird. Menschen brauchen (in unterschiedlichem Grade) Aufmerksamkeit. Wir brauchen es wahrgenommen zu werden und unsere Persönlichkeit zu vermitteln. Sprache ist da ein wichtiger Baustein.

Auch wenn wir zu wenig Aufmerksamkeit erhalten, versuchen trotzdem einige doch ein bisschen mehr davon zu bekommen. Einige Kinder agieren dann nach dem Motto: „Schlechte Aufmerksamkeit ist besser als keine Aufmerksamkeit“! Die Frage ist, in welchem Ausmaß ein Verbot die Muttersprache zu sprechen, Verhaltensauffälligkeiten bei einigen Kindern fördert?

Wir brauchen es wahrgenommen zu werden und unsere Persönlichkeit zu vermitteln. Sprache ist da ein wichtiger Baustein.

 

 

Weiterlesen | 1 Kommentar