15
Mai
2018

20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit

Aus Anlass unseres Jubiläums baten wir Behördenvertreter, Unterstützer und Freunde um Stellungnahmen zu unserer Arbeit. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv wie die Folgende von DSAin Elke Lambauer, MA von der Koordinationsstelle AusBildung bis 18 Steiermark, die wir mit ihrer Erlaubnis hier und heute veröffentlichen:

20 Jahre ISOP Schulsozialarbeit… ein Unterstützungsangebot in der Schule, das nichts mit Leistung zu tun hat, weder misst noch benotet, das sich individuell dem Menschen/dem Kind zuwendet.

Ein Angebot – meiner Ansicht nach ein Geschenk – das so bzw. dort ansetzt, um in einer Leistungsgesellschaft, die sich selbstverständlich auch in der Schule widerspiegelt, Platz zum Durchatmen, zum Inne halten und Platz für Gemeinschaft zu schaffen.

Soziale Arbeit in der Schule scheint fortschrittlich, ist aber wohl mehr ein gewünschtes Selbstverständnis, das mit ausreichend Ressourcen ausgestattet zu sein hat – es darf hier keine Lücken geben…Sorgen und scheinbar nicht zu bewältigende Problemlagen, mit denen man alleine bleibt, hinterlassen ausreichend Spuren, die selten ohne langfristige Folgen – und sei es nur die Erinnerung daran –  wiedergutzumachen sind.

Herzlichen Glückwunsch zum 20. Jubiläum… auf viele weitere Jahre und vielen Dank für die gute und wertvolle Zusammenarbeit!

DSAin Elke Lambauer, MA
Projektleitung Koordinierungsstelle AusBildung bis 18 Steiermark

 

 

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15
Mai
2018

Der Fingerabdruck der Schulsozialarbeit

Vor einigen Jahren haben wir ein Schulsozialarbeitswordcloud gemacht. Sie sieht aus wie ein Fingerabdruck, finden Sie nicht? Eine passende Symbolik. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die SchulsozialarbeiterInnen in den Leben der SchülerInnen einen Fingerabdruck hinterlassen! Sei es, dass sie Streit unter Kindern geschlichtet haben (und ihnen vielleicht beigebracht haben, dass sie das nächste Mal Differenzen selbst regeln können), dass sie durch unzählige Projekte zum Wohlfühlen in der Schule beigetragen oder dass sie auch auf Kinderrechte, wie z.B. das Recht auf Schutz, besonders Acht gegeben haben.

Die Word cloud ist mit Namen aktiver und ehemaliger SchulsozialarbeiterInnen umschrieben. Ein riesengroßes Dankeschön für eure wichtige Arbeit! JedeR einzelne von euch hat auch in der Schulsozialarbeit einen Fingerabdruck hinterlassen – ohne euch würde die ISOP-Schulsozialarbeit heute anders aussehen.

20 Jahre lang haben SchulsozialarbeiterInnen Fingerabdrücke hinterlassen. Lasst uns weitermachen!

Titelgrafik mit Namen rundherum

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4
Mai
2018
Ban hate

Hasspostings melden mit “BanHate”-App

Gastbeitrag

Die Antidiskriminierungsstelle Steiermark hat eine mobile App zum Melden von Hasspostings entwickelt. Das Melden passiert rasch, unbürokratisch und plattform-unabhängig.

Wir leben in wütenden Zeiten. Hasskommentare, Hetze, Mobbing und Lügenmärchen überlagern oft den gesitteten Meinungsaustausch im Internet. Um Aggression im Cyberspace nicht tatenlos gegenüber zu stehen, gibt es seit rund einem Jahr die App „BanHate“.

Mit der von der Antidiskriminierungsstelle Steiermark initiierten “BanHate”-App funktioniert das Melden des mutmaßlichen Hasspostings nun mit wenigen Klicks: Die Inhalte werden mit Angabe des Diskriminierungsgrundes, Screenshots und Links dokumentiert und danach automatisch an die Antidiskriminierungsstelle weitergeleitet. Dort werden die Postings rechtlich geprüft und im Fall eines diskriminierenden Inhalts beim jeweiligen Provider gemeldet. Zudem ersucht die Antidiskriminierungsstelle Steiermark um Löschung des Postings. Im Fall einer strafrechtlichen Relevanz des geposteten Inhalts kann es auch zu einer Anzeige kommen.

Auschwitz

Dass die App angenommen und gebraucht wird, unterstreicht die Vielzahl an gemeldeten Fällen innerhalb eines Jahres: Knapp 1.000 registrierte User meldeten (Stand Ende März) 1.716 Inhalte. 366 wurden direkt an den Verfassungsschutz weitergeleitet, 910 gingen an die Staatsanwaltschaft. Seit der statistischen Zuordnung Ende März wurden rund 300 weitere Postings gemeldet.

Schwule

Die Antidiskriminierungsstelle Steiermark geht davon aus, dass die Zahlen in diesem Jahr weiter steigen werden. Ein ambivalentes Fazit, ist dies doch auch der Mithilfe jener Menschen ‚geschuldet’, die die Postings melden. „Wir hoffen auf eine starke Beteiligung der Menschen und auf digitale Zivilcourage. Gemeinsam können wir zeigen, dass Hass im Netz keine Chance hat“, meint Daniela Grabovac, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Steiermark. Grabovac betont: „Meinungsfreiheit reicht nur so weit, bis die Rechte anderer verletzt werden. Das Recht nicht beschimpft, verspottet oder als Gruppe
verächtlich gemacht zu werden, gehört selbstverständlich dazu.”

“BanHate” steht im App-Store sowie im Google-Play-Store zum kostenlosen Herunterladen bereit. Um missbräuchliche Nutzung zu vermeiden, müssen sich die Userinnen und User einmalig über eine Mailadresse oder über Facebook registrieren. Die Daten selbst werden anonym behandelt und nicht weitergegeben.

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24
April
2018

Große helfen Kleinen!

Das Buddy-Projekt

Seit dem Schuljahr 2012/13 gibt es an mehreren von ISOP-Schulsozialarbeit betreuten Neuen Mittelschulen (NMS) ein Buddy-Projekt. Über die Jahre existierten verschiedene, von den handelnden Personen an den jeweiligen Standort angepasste Konzepte und Erscheinungsformen, die jedoch alle eines gemeinsam haben: Große helfen Kleinen!

Vorstellungsplakat_buddy

Die Buddys sind SchülerInnen der 4. Klassen, die die ErstklässlerInnen beim Einstieg in die NMS unterstützen und in Alltagsfragen für sie da sind. Dafür dürfen sich schon in der dritten Klasse alle SchülerInnen bewerben (mit Lebenslauf und Bewerbungsbrief), die Lust haben, sich um Jüngere zu kümmern. Nach dem Bewerbungsverfahren werden sie von den SchulsozialarbeiterInnen in mehreren Einheiten  zu Buddies ausgebildet.

Ziel des Buddy-Projekts ist ein besseres soziales Miteinander. Die SchülerInnen werden hierbei in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt, insbesondere sollen damit die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Teamarbeit, Einfühlungsvermögen und ein besseres Miteinander unter den SchülerInnen gefördert werden.

Die Begleitung der ErstklässlerInnen sieht pro Schule und Jahrgang immer unterschiedlich aus, je nachdem welche Ideen und Wünsche die Buddies und die ErstklässlerInnen einbringen. Fix ist, dass die Betreuung der ErstklässlerInnen über das ganze Schuljahr erfolgt und die Buddies als Ansprechpersonen für die jüngeren Kinder im Alltag präsent sowie hilfsbereit sind. Dazu finden üblicherweise gemeinsame Freizeitaktivitäten statt wie zum Beispiel Spiele- oder Filmnachmittage, Fußballspiele oder Ausflüge.

An der NMS Bruck/Mur machte ein Schüler einen konkreten Vorschlag: „Wir backen Kekse für unsere Kleinen!“. Da von den jungen Begleiterinnen der vierten Klassen auch Eigeninitiative gefordert wird, wurde vereinbart, dass sich die interessierten Buddy-KekseSchülerInnen zunächst einmal selbst um die Umsetzung kümmern sollten, um dann die weiteren notwendigen Schritte zu besprechen, sobald erste Kontakte hergestellt und Ideen entwickelt sind. Die engagierten SchülerInnen konnten innerhalb von wenigen Tagen sowohl den Direktor als auch eine zuständige Lehrerin für Kochen und Ernährungslehre von der Idee begeistern und zur aktiven Mitarbeit gewinnen. Es wurden Termine organisiert und fleißig gebacken! Schließlich wurden die Keksepackerl persönlich von den Buddies an die SchülerInnnen der ersten Klassen und die LehrerInnen der Schule übergeben.

Eine Auswirkung des Buddy-Projekts, die immer wieder beobachtet werden kann, ist der gestärkte Zusammenhalt sowohl in den Schulstufen als auch klassenübergreifend innerhalb der ersten und vierten Klassen… und damit ein insgesamt noch positiveres Schulklima!

2015 wurde das Buddy-Projekt der ISOP Schulsozialarbeit mit dem Steirischen Kinderrechtepreis Traudi! ausgezeichnet. Eine wichtige Anerkennung unserer Leistungen für die SchülerInnen der Schulen, an denen sie tätig ist!

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17
April
2018

ISOP-Schulsozialarbeit in Zahlen, Daten Fakten

Für alle, die bei der 20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeitstagung nicht dabei sein konnten und für alle die dabei waren und herzlich mit uns gelacht haben:

Um unsere Arbeit abzubilden, dürfen Zahlen, Daten und Fakten nicht fehlen. Doch fürchten Sie sich nicht, denn die gesamte Dauer dieser Präsentation bei der Tagung ”20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit” betrug in Sekunden nur

300

Die Zahl der Gäste, die an diesem Tag im Saal anwesend waren, lag bei

135

Die Gesamtzahl der SchülerInnenberatungen von ISOP-SchulsozialarbeiterInnen alleine im Jahr 2016 betrug – was schätzen Sie? Wer bietet mehr?

5012

Wenn wir die Beratungen mit den Eltern dazurechnen, ergibt das

5368

Beratungen insgesamt.

Und diese Zahl an Beratungen haben wir in

EH4A8124

Schulen geleistet.

Ein interessantes Faktum ist auch, dass in der Schule, in der am meisten unterschiedliche Sprachen gesprochen werden, die Anzahl der Sprachen

23

beträgt.

In diesen 28 Schulen betreuen wir

4658

SchülerInnen. Das sind inklusive LehrerInnen und DirektorInnen und SchulwartInnen und sonstigen KollegInnen, die an der Schule arbeiten, 5368 Personen.

Daraus ergibt sich, dass sich eine SchulsozialarbeiterIn, im Laufe des Jahres durchschnittlich 830 Namen merken sollte. Tatsächlich sind es wohl eher

380

Namen, die wir behalten. Und davon bleiben pro SchulsozialarbeiterIn 38 übrig, die für uns unaussprechlich sind.

Wie viele Preise hat ISOP-Schulsozialarbeit allein in den letzten 10 Jahren einheimsen können? 8

Und noch eine ganz andere interessante Zahl: Was schätzen Sie? Wieviel kg wiegen wir alle ISOP-SchulsozialarbeiterInnen zusammen? Es sind über 1,5 Tonnen! Genau bringen wir 1581 kg auf die Waage, nicht eingeschlossen die Schokolade, die ich am Tag vor der Präsentation noch gegessen habe. Wir sind ein wirklich gewichtiges Team!

Und zu guter Letzt, wie lange soll es ISOP-Schulsozialarbeit noch geben? 1 oder 2 oder 8 Jahre? NEIN, 

∞

Unendlich lange wollen wir ISOP-Schulsozialarbeit haben!

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11
April
2018

“Und was genau macht ihr da bei Schulsozialarbeit eigentlich?”

Das ist eine Frage, die jedeR SchulsozialarbeiterIn schon gehört hat. Eine berechtigte Frage, da es doch ein ziemlich neues Arbeitsfeld ist. 1997 waren sie zu zweit und heute gibt es sie erfreulicherweise in jedem Bundesland, auch wenn das Angebot in Österreich im internationalen Vergleich durchaus ausbaufähig ist. In vielen Ländern gehört Schulsozialarbeit zum Standard (wussten Sie, dass z.B. Ghana da sehr vorbildlich ist?). Sie wird in Schulen angeboten, die für unser Angebot offen sind, und definitiv nicht, weil die LehrerInnen dort versagt haben. Ganz im Gegenteil! Gute Kooperation mit DirektorInnen und LehrerInnen ist Voraussetzung dafür, dass unser Angebot auch greift: LehrerInnen nehmen in ihren Klassen viel wahr und können uns auf SchülerInnen aufmerksam machen, die unsere Unterstützung brauchen könnten – so funktioniert Früherkennung am besten!

Bei Schulsozialarbeit geht es um Beziehungsaufbau und Vertrauen. Viele Kinder lernen allzu früh, dass sie Erwachsenen nicht vertrauen können, und brauchen Zeit, um sich jemandem zu öffnen. Daher ist es wichtig, dass die SchulsozialarbeiterInnen in der Schule präsent sind, wo SchülerInnen niederschwelligen Zugang zu ihnen haben: Ohne Voranmeldung und Bürokratie können sie Beratung im Schulgebäude bei jemandem mit bekanntem Gesicht in Anspruch nehmen. Viele Kinder brauchen jemanden, der ihnen zuhört. Sie wollen ihren Frust oder auch Freude mit jemanden teilen oder sie fühlen sich gerade überfordert. Wir begleiten und unterstützen sie bei der Suche nach einer Lösung für ihr Anliegen, in Krisen ebenso wie in alltäglichen Belangen, damit sie sich gut entwickeln können – auch die Eltern spielen in diesem Prozess eine wichtige Rolle. Manchmal weisen wir auf andere HelferInnensysteme oder Beratungseinrichtungen hin, wenn andere oder zusätzliche Hilfe nötig ist.

Wenn die SchulsozialarbeiterInnen nicht im nett eingerichteten Büro zu finden sind, bieten sie vielleicht gerade in einer Klasse einen Workshop zu Themen wie Kooperation, Mobbingprävention oder Selbstwert stärken an. Am Nachmittag findet möglicherweise ein Freizeitangebot statt: Wir wollen die Kinder in einem nicht-problemorientieren Setting kennen lernen, klassenübergreifende Freundschaften fördern und einen Beitrag zur Schule zum Wohlfühlen leisten.

Schulsozialarbeit ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit: Wo sonst findet man einen Beruf, in dem so viele Methoden der sozialen Arbeit täglich verwendet werden, wo mit Kindern und Jugendlichen jeden Alters, Eltern und Professionellen gearbeitet wird? Noch dazu im stark hierarchisch geprägten System Schule, aber als MitarbeiterInnen einer Organisation, die viel von Basisdemokratie hält. Manchmal fängt der Tag um 7:45 Uhr in einer Klasse mit 7-jährigen an, am Nachmittag gibt es eine Teamsitzung und im Anschluss geht es dann noch schnell zu einem Elternabend… Flexibilität und Selbstmanagement sind Grundvoraussetzungen! Besonderes Engagement auch!

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4
April
2018

Good Practice Beispiel

Freizeitangebot „Girlsday“ an der NMS Kapfenberg-Stadt

An vielen Schulen werden Mädchengruppen angeboten. An der NMS Kapfenberg-Stadt findet monatlich ein „Girlsday“, in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum „Bunte Fabrik“ statt, dessen Räumlichkeiten wir dafür nutzen. Zur Verfügung stehen zwei Stockwerke und ein Garten, die genug Platz für verschiedene Aktivitäten bieten.

Die Mädchen können sich in der Schule zum Freizeitangebot anmelden. Die Anmeldungen werden von der Schulsozialarbeiterin ausgeteilt und befinden sich auch auf der Freizeitinformationstafel (zentral im Schulgebäude), wo es auch einen Überblick über die genauen Termine gibt und der jeweils bevorstehende immer hervorgehoben wird. Die Einverständniserklärungen können persönlich bei der Schulsozialarbeiterin abgegeben oder in ihrem Postkasten hinterlegt werden. Schülerinnen werden auch darauf hingewiesen, dass sie Freundinnen, die nicht dieselbe Schule besuchen, mitnehmen dürfen.

Girls DayDas Programm für den Girlsday ist vielfältig und abwechslungsreich. Ideen für die Themen bringen die Mädchen ein oder werden gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin und/oder der Sozialpädagogin des Jugendzentrums erarbeitet. Für Verpflegung, Speisen und Getränke ist immer gesorgt und es wird viel Wert darauf gelegt, das Essen gemeinsam mit den Jugendlichen zuzubereiten. Die Kosten für den Girlsday (Materialien, Aktivitäten,…) werden wechselseitig vom Jugendzentrum oder der Schulsozialarbeit übernommen.

Ziel des Girlsdays ist es, dass Schülerinnen (aus unterschiedlichen Klassen und Schulen) sich untereinander, die Schulsozialarbeit besser kennenlernen sowie die Angebote des Jugendzentrums Durch gemeinsame Aktivitäten sollen der Zusammenhalt und Beziehungen gestärkt werden.

Der Girlsday dauert drei Stunden, wobei der Verlauf je nach Programm variiert. Fixpunkte sind:

  1. Ankommen – gegenseitiges Vorstellen – Kennenlernen der Räumlichkeiten – Programmvorstellung

  2. Gemeinsame Zubereitung von Speisen (z.B. Obstsalat, Brötchen)

  3. Aktivität (z.B. Kegeln, Eislaufen, Hip-Hop, kreatives Gestalten, Actionfotoshooting, Singstar-Turniere, Selbermachen von Kosmetik)

  4. Gemeinsames Essen zum Abschluss

 

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20
März
2018

Ein Blick über den Tellerrand

Comenius Regio-Austausch
zwischen Graz und Berlin-Neukölln

Von 2011 bis 2013 war die ISOP-Schulsozialarbeit Teil eines über Comenius Regio geförderten Austauschprogramms zur Schulsozialarbeit. Unsere Projektpartnerin war dabei u.a. die Schulsozialarbeit der Tandem BQG in Berlin-Neukölln.

CIMG4286Über den Zeitraum von zwei Jahren fanden mehrere Austauschtreffen in Berlin und Graz statt. Beteiligt waren daran Akteure aller Ebenen – SchulsozialarbeiterInnen, Projektleitungen der Träger, LehrerInnen, DirektorInnen, Schulverwaltung und Jugendamt. Die Treffen waren immer für alle Beteiligten sehr intensiv, spannend und lehrreich, ohne dass dabei der Spaßfaktor zu kurz kam. Sie erlaubten uns einen Blick über den Tellerrand und gleichzeitig war es auch irgendwie ein Blick in den Spiegel. Eine der Erkenntnisse war: Es gibt sowohl viele Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede.  Auch der Blick von außen auf die eigene Arbeit spielte für die Qualitätssicherung eine wichtige Rolle – es ist schön, wenn man draufkommt, dass wir auf einem guten Weg sind, und sich Schulsozialarbeit in Berlin einiges von uns abschauen konnte.

Durch die Einblicke in die Arbeit der jeweils anderen wurden wir aufmerksam auf das, was bei uns bereits gut läuft, und natürlich auch auf Verbesserungsmöglichkeiten in der eigenen Arbeit. Wir konnten viele Anregungen, Ideen sowie ein paar neue Materialien und Konzepte mitnehmen. Vieles davon konnten wir sehr gut in unsere alltägliche Arbeit einbauen und so schwingt in der einen oder anderen Situation auch ein paar Jahre später noch immer etwas Berlin mit.

Den Abschluss dieser Austauschphase bildete eine Tagung im April 2013 in Graz, bei der wir Professor Dr. Karsten Speck begrüßen durften, der uns auch bei der Tagung zu 20 Jahre ISOP-Schulsozialarbeit wieder beehren wird. Als physisches Ergebnis des Projekts wurde eine Sammlung von Best-Practice Beispielen aus der Schulsozialarbeit beider Regionen erstellt, die in Form eines Leporellos auch heute noch bei diversen Veranstaltungen zur Schulsozialarbeit aufliegt.

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12
März
2018
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Kinder haben Rechte!

Kinder brauchen besonderen Schutz und deshalb auch besondere Rechte. Leider wissen sie aber oft nicht so genau, welche Rechte sie haben. Um sie darüber aufzuklären und zu informieren, behandelt ISOP-Schulsozialarbeit das wichtige Thema Kinderrechte regelmäßig an den Schulen.

Ein besonderes Highlight ist jedes Jahr die Gala der Kinderrechte des Grazer Kinderbüros im Dom im Berg, bei der der Kinderschutzpreis TrauDi! verliehen wird – schon mehrfach an ISOP-Schulsozialarbeit.

Anlässlich des 25-Jahr Jubiläums der Kinderrechte im Jahr 2014 bearbeitete ISOP-Schulsozialarbeit das Thema besonders ausführlich in Form von Kreativworkshops an mehreren Schulen. So wurde dieses Thema den SchülerInnen auf lustvolle Weise nähergebracht und in verschiedenen kreativen Ausdrucksformen dargestellt. Es gab verschiedene Übungen und Diskussionen um den teilnehmenden Kindern die nötigen Grundlagen zu geben, sie selbst entwickelten dann Ideen zur künstlerischen Umsetzung.

Kinderrechte 3Die Ergebnisse aus den Worshops wurden schließlich auch bei der Gala der Kinderrechte im Dom im Berg im Grazer Schloßberg präsentiert und ausgestellt. Zitate aus den Interviews waren auf Sprechblasen im Eingangsbereich zu finden, Plakate und Bilder über den ganzen Dom verteilt an den Wänden, die Comics lagen als Lektüre aus und die Filme wurden den ganzen Tag über immer wieder gezeigt. Die Glückskekse wurden an die BesucherInnen verteilt und machten so Kinderrechte schmackhaft.

Auch die Kinder die diese Beiträge gestaltet hatten, waren bei der Gala vor Ort, konnten ihre Werke auch in diesem Rahmen noch einmal bewundern und auch die durchwegs positiven Reaktionen des Publikums darauf einfangen!P1000145

Nach der Gala der Kinderrechte wurden die Kunstwerke auch an den jeweiligen Schulen noch weiter ausgestellt, zum Beispiel bei Elternsprechtagen, wodurch ein noch weiterer Personenkreis für Kinderrechte erreicht werden konnte. Auch hier waren die Rückmeldungen wieder sehr positiv, und es ergaben sich einige interessante Gespräche zum Thema.

Die Kinderrechtewerkstatt hatte also den doppelten Nutzen, Kinder mit ihren Rechten vertrauter zu machen, und Kinderrechte auch im Umfeld der Kinder bekannter zu machen.

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5
März
2018
Schulfrühstück2

Projekt Schulfrühstück

Traurig, aber wahr: Für viele SchülerInnen ist es nicht selbstverständlich, vor der Schule zu frühstücken oder auch am Vormittag während der Schulzeit etwas zu essen. Deshalb startete im Schuljahr 2016/17 an der NMS Engelsdorf in Kooperation mit der Stadtdiakonie Graz-Liebenau das Projekt „Schulfrühstück“.

Zusammen mit den Klassenvorständen eruiert die Schulsozialarbeit jene SchülerInnen, die zu Hause zu wenig bis gar nicht frühstücken und/oder keine Jause mit in die Schule bekommen, und lädt sie daraufhin regelmäßig zum Frühstück ein. Einmal pro Woche kommt dann die ehrenamtliche Mitarbeiterin und Gemeindevertreterin Heidrun Haupt-Sitter an die Schule und stellt für eine Gruppe von ca. zehn SchülerInnen ein gesundes Frühstück bestehend aus Vollkornbrot, Aufstrichen, Gemüse und Obst bereit. Die Kosten dafür werden von der evangelischen Kirche übernommen. Die SchülerInnen nehmen das Angebot sehr gut an und empfinden das gemeinsame Frühstücken außerdem als Qualitätszeit.

Schulfrühstück1 Schulfrühstück2

Durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtdiakonie und dank des besonderen Engagements von Heidrun Haupt-Sitter kann die Schule damit zur Gesundheitsförderung von SchülerInnen beitragen und ein Bewusstsein dafür schaffen, was regelmäßige und gesunde Ernährung bedeutet.

Mittlerweile wurde das Projekt „Schulfrühstück“ auf zwei weitere Schulen im Bezirk Liebenau und St. Peter ausgeweitet.

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