2
Februar
2021

Schulsozialarbeit an der Handelsschule der Medien HAK Graz in Zeiten der Corona-Krise

Zentrales Anliegen der Schulsozialarbeit ist es, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Die Schüler*innen der Handelsschule sind in einem Alter, in dem man sich manchmal alleine fühlt, aber außerschulische Unterstützungsmöglichkeiten nicht nutzen möchte. Umso wichtiger ist es, dass ein Schulsozialarbeiter oder eine Schulsozialarbeiterin als Vertrauensperson zur Verfügung steht.

Im Rahmen der kontinuierlichen Begleitung werden Selbstvertrauen und Eigenverantwortung gestärkt. Die Jugendlichen üben sich darin, konstruktive Möglichkeiten im Umgang mit herausfordernden Situationen zu entwickeln. So kann auch Schulabsentismus oder einem vorzeitigen Schulabbruch entgegengewirkt werden.

In der Handelsschule der Medien HAK Graz ist die Schulsozialarbeiterin vom ersten Schultag an in die Abläufe eingebunden. Sie nimmt an den Kennenlerntagen der ersten Klassen teil und ist in der Folge wöchentlich einen fixen Vormittag lang in der Schule. Die Schüler*innen dürfen während der Unterrichtszeit Beratungsgespräche in Anspruch nehmen – sei es präventiv oder bei akuten Problemen. Der Bedarf geht weit über die Unterrichtszeit hinaus.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, wie wichtig die ersten Monate eines Schuljahres sind. In Austausch mit der Schulsozialarbeiterin investieren die Klassenvorständ*innen viel Zeit in das Entstehen eines sozialen Miteinanders. Im laufenden Schuljahr waren die Schüler*innen bisher maximal 30 Tage in der Schule (einige aufgrund von Krankheit oder Quarantäne deutlich weniger), weil der Schulbetrieb danach auf Distance Learning umgestellt wurde. Das stellt vor allem für die Schüler*innen der ersten Klassen eine große Herausforderung dar.

Seither ist die Schulsozialarbeiterin ganztägig telefonisch, via MS Teams und via Sozialer Netzwerke erreichbar. Auch dieses Angebot wird rege genutzt. In den vertraulichen Gesprächen geht es einerseits um schulische Belange, vorrangig aber um persönliche Themen der Jugendlichen. Denn abgesehen von den Herausforderungen des Distance Learning, zuhause in teils engen Räumlichkeiten und vor allem fernab von persönlichen Kontakten zu anderen Jugendlichen (was in diesem Alter von immenser Bedeutung wäre), gibt es weit schwerwiegendere Themen als das Erledigen von schulischen Arbeitsaufträgen.

Schulsozialarbeit ist nicht nur für alle Schüler*innen da – Schulsozialarbeit ist auch für alle Themen offen.

Können die Jugendlichen über ihre persönlichen Anliegen sprechen, öffnet das meist auch die Tür zu schulischen Themen. Es braucht oft viele intensive Gespräch, um Schüler*innen motivieren zu können, an ihre Zukunft zu glauben und – trotz aller aktuellen, coronabedingten Hürden – wieder am Unterricht teilzunehmen. Gerade in Zeiten der Krise wird der Bedarf an Unterstützungsangeboten offensichtlich. Wenn „Normalität“ in der Ferne liegt, braucht es Stabilität durch vertraute Bezugspersonen.

Ein großer Dank gilt dem hochengagierten Team der Medien HAK Graz für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit!

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26
Januar
2021

Workshop „Arbeiten in Kleingruppen“

In allen Klassen der MS Trofaiach (Sport) finden regelmäßig Workshops zu unterschiedlichen Themen statt. Diese werden entweder standardmäßig angeboten (z.B. Mobbing, Teamfindung, Rollen, Kommunikation etc.) oder ergeben sich aus den aktuellen Situationen und Befindlichkeiten in den Klassen. Durch Beobachtungen, durch bestimmte Rückschlüsse aus den Einzelberatungen und durch die regelmäßig stattfindenden Reflexionsgespräche mit den Lehrer*innen ergeben sich immer wieder konkrete Themenstellungen, für die dann einzelne Gruppenangebote oder längerer Projekte entwickelt werden.

Sowohl in den Workshops selbst als auch in den Unterrichtseinheiten der Lehrenden spielt gemeinsames Arbeiten in Kleingruppen eine wichtige Rolle. Aufgrund einiger Beschwerden über die in manchen Klassen sehr schwierige Zusammensetzung der Schüler*innen, die Kleingruppenarbeiten zwischenzeitlich unmöglich machen, wurde ein Workshop entwickelt, der sich dezidiert dem gemeinsamen Arbeiten in heterogenen Kleingruppen widmet. Grundsätzlich ist dieses Angebot aber in allen Klassen möglich. Hier wird der zuletzt angebotene Workshop in den 2. Klassen präsentiert.

 

Workshop „Arbeiten in Kleingruppen“
in den 2. Klassen der MS Trofaiach (Standort Sport)

Ziel dieses dreistündigen Workshops war das Erarbeiten von Gruppenregeln und das gemeinsame Erfahren von Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit. Dabei sollten einerseits bereits gewonnene Erfahrungen der Schüler*innen berücksichtigt werden und andererseits neue Erkenntnisse im Workshop selbst erlangt werden. Prozessorientiert, das heißt an die Bedürfnisse der Schüler*innen angepasst, wurde in folgenden Schritten gearbeitet:

  1. Zusammenstellung von Kleingruppen

Die Zusammenstellung der Kleingruppen erfolgte durch Zufall, damit gewährleistet werden konnte, dass sich nicht nur homogene Freundeskreise zusammenfinden. Der Unmut der Kinder über etwaige Gruppenkolleg*innen wurde zwar zugelassen, allerdings auch ausdrücklich angesprochen. Ziel war es insbesondere, die Möglichkeiten, die gerade durch diese Zusammensetzung entstehen, zu thematisieren. Somit wurde schon zu Beginn eben diese Bedeutung der Zusammenarbeit von Personen, die sich nicht nahestehen, explizit angeführt.

  1. Begriffsklärungen

Es wurde gemeinsam gesammelt, was unter Gruppe, Gruppenarbeit, Team usw. verstanden wird. Auch die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten wurden angesprochen. Hierbei war es wichtig, dass ein weitgehender Konsens über die Regeln und Pflichten aller Beteiligten in den Gruppenarbeiten erreicht werden konnte.

  1. Gruppenarbeiten

Die Gruppenarbeiten wurden klar angeleitet und eindeutige Regeln verständlich kommuniziert: „Leise reden („Flüstergruppen“), „Gruppensprecher*in bestimmen“, „Ergebnisse auf Flipchart“, „15 Minuten“, „Kein gruppenübergreifender Austausch“ etc.). Während der Arbeiten wurde weitgehend nicht eingegriffen. Selbst Fragen wurden nur beantwortet, wenn es absolut notwendig war. Die Kinder sollten die Gruppe direkt in ihrer Dynamik erfahren.

Das Thema der Gruppenarbeit war die „Gruppe“ bzw. die „Gruppenarbeit“ selbst: (Idealerweise sollten keine wirklich „schweren“ Themen bearbeitet werden, da es vorrangig ja nicht um die Ergebnisse, sondern um die Gruppenarbeit an sich geht!)

Die Fragen dazu waren:

  • „Was ist Gruppenarbeit?“

  • „Was wird benötigt, damit eine Gruppe gut arbeitet?“

  • „Was sind die Vorteile, wenn wir zusammenarbeiten?“

Auf einem Flipchart musste jede Gruppe diese drei Fragen beantworten. Dabei war es wichtig, dass das Ergebnis eines war, das alle Gruppenmitglieder mittragen konnten.

  1. Präsentationen

Die Ergebnisse wurden sehr kurz präsentiert, ohne näher auf diese einzugehen. Schon die Unterschiedlichkeit der Ergebnisse machte deutlich, was ein wesentlicher Aspekt der Erkenntnisse sein sollte.

Präsentierte Ergebnisse der Kleingruppen

  1. Reflexion und Besprechung der Erfahrungen inklusive Sammlung

Es folgte ein offener Austausch über die Erfahrungen in der Gruppenarbeit. Fragen waren unter anderem „Wie ist es dir ergangen?“, „Was ist gut gelaufen?“, „Was war schwierig?“ „Was war überraschend?“ „Was könntest du besser machen?“ „Warum hat es sich gelohnt, mit anderen zusammenzuarbeiten?“ Die Antworten wurden zusammenfassend auf einem Flipchart dokumentiert.

  1. Abschluss und Treffen gemeinsamer Vereinbarungen

Nach der Diskussion wurde kurz zusammengefasst, was in diesem Workshop passiert ist, und es wurden drei konkrete Vereinbarungen getroffen, die künftig zu einer noch besseren Zusammenarbeit in Kleingruppen beitragen könnte.

Abschließend hatte jede*r die Möglichkeit, allen mitzuteilen, was der persönliche Gewinn aus diesem Workshop war. Freiwillig konnten dabei folgende Fragen beantwortet werden:

  • „Was hat mir gut gefallen?“

  • „Was habe ich gelernt?“

  • „Was nehme ich persönlich mit?“

Antworten der Kinder auf diese abschließenden Fragen waren unter anderem:

  • „Ich kann auch mit jemandem in der Gruppe sein, mit dem ich mich nicht so gut verstehe.“

  • „Regeln sind wichtig.“

  • „Teamarbeit ist wichtig.“

  • „Gruppenarbeit ist gar nicht leicht.“

 

 

 

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19
Januar
2021

Helfer*innen für ein gutes Miteinander

„Bei uns ist Schule mehr als Unterricht“, ist bereits im Eingangsbereich der NMS Fröbel zu lesen. Die stetige Weiterentwicklung der Schule und das Bestreben, jede Herausforderung individuell und bestmöglich zu meistern, vor allem aber die Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, zeichnen die NMS Graz-Fröbel ganz besonders aus. In diesem Sinne startete im letzten Schuljahr ein Projekt für interessierte Schüler*innen, das kontinuierlich erweitert werden soll: einige Mädchen und Buben fungieren als „Helfer*innen für ein gutes Miteinander“.

Nach einer schriftlichen Bewerbungsphase fanden persönliche Gespräche mit dem Schulleiter, der Klassenvorständin und der Schulsozialarbeiterin statt. Sieben Jugendliche beeindruckten die Erwachsenen mit individuellen Blickwinkeln und der Bereitschaft, sich einzubringen.

Die drei Mädchen und vier Buben trafen sich seit Dezember 2019 regelmäßig als jugendliche Berater*innen mit dem Schulleiter und der Schulsozialarbeiterin, um an einem guten Miteinander zu arbeiten.

Was nun aber ist ein „gutes“ Miteinander?

Genau das soll anhand konkreter Situationen besprochen werden. Das erste aufgegriffene Thema war die Pausengestaltung. Analysiert und offen besprochen wurde die aktuelle Pausensituation und welche Herausforderungen sie mit sich bringt. Die sieben Schüler*innen brachten ihre Vorschläge und Anregungen ein, die Umsetzbarkeit wurde diskutiert und Möglichkeiten benannt. In dieser Form werden weitere aktuelle Themen und Fragen gemeinsam bearbeitet.

Die jugendlichen Helfer*innen haben nicht die Aufgabe, die Konflikte anderer zu schlichten oder Probleme anderer zu lösen. Es geht darum, gemeinsam Alltagssituationen zu besprechen, etwaige Sorgen zu äußern, und die Lebenswelt Schule gemeinsam noch besser zu machen.

Auf den Multiplikator*inneneffekt setzend, bietet die Schulsozialarbeiterin den Helfer*innen von März bis Juni 2020 wöchentlich Module aus den Themenbereichen Kommunikation und Konfliktlösung an.

Zielsetzung 2020/2021:

  • Die jugendlichen Helfer*innen sind als Berater*innen der Schulleitung und der Schulsozialarbeit tätig. Da sie herausfordernde Situationen des Schulalltages aus der Perspektive der Schüler*innen wahrnehmen, ist deren Sichtweise ein besonders wertvoller Beitrag in der Planung von beispielsweise gewaltpräventiven Maßnahmen.

  • Die Helfer*innen sind Multiplikator*innen zum respektvollen und achtsamen Umgang miteinander.

  • Die Helfer*innen sind Ansprechpersonen für neue Schüler*innen der NMS Fröbel (in Einzel- und Gruppenaktivitäten).

  • Die Helfer*innen sind Vertrauenspersonen ähnlichen Alters, nehmen etwaige Sorgen und Probleme von Mitschüler*innen wahr und leiten erforderlichenfalls Unterstützungsmaßnahmen ein.

Die engagierten Jugendlichen sind auch bereit, dafür einen Teil ihrer Freizeit zur Verfügung zu stellen. Sie wissen, dass es in ihrem weiteren Leben, ob beruflich oder privat, genau darauf ankommen wird: auf verantwortungsbewusstes Mitgestalten und auf ein gutes Miteinander.

*Wir warten aktuell auf die Möglichkeit dieses Projekt weiterführen zu können, was Coronabedingt leider nicht, so wie geplant, möglich ist,

 

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12
Januar
2021

Prävention von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Was kann Schulsozialarbeit anbieten?

In der Prävention von Essstörungen geht es – wie bei jeder Suchtprävention – darum, den Menschen zu stärken und seine Lebenskompetenzen zu fördern. Für die Prävention von Essstörungen im Kinder- und Jugendalter spielen insbesondere Körperwahrnehmung, Gefühlsregulation, Genussfähigkeit und der kritische Umgang mit Medien eine entscheidende Rolle.

Was kann Schulsozialarbeit im Rahmen ihrer Tätigkeit an den Schulen konkret zur Prävention beitragen?

Neben dem Einsatz von Methoden und Übungen zur Stärkung des Selbstwertgefühls und einer positiven Körperwahrnehmung kann Schulsozialarbeit bewusst Aufmerksamkeit auf Veränderungen richten, die sich bei den (einzelnen) Jugendlichen auf verschiedenen Ebenen zeigen. Die Beobachtungen sollten über einen längeren Zeitpunkt stattfinden (ca. 2-3 Wochen) und möglichst gemeinsam mit einer zweiten Person durchgeführt sowie auch dokumentiert werden.

Besondere Beachtung sollte darauf liegen, ob der oder die Schüler*in plötzlich auftretende, nicht mit „normalem“ Jugendverhalten erklärbare Merkmale auf verschiedenen Ebenen zeigt:

  • Körperliche Ebene
    z.B.: Gewichtsverlust, weite Kleidung statt wie bisher figurbetont, ungewöhnliche Blässe…

  • Verhaltensebene
    z.B.: exzessives Kalorienzählen, Beschäftigung mit BMI, überhäufiges Beschäftigen mit dem Thema Essen, wie zum Beispiel Kochen für andere, aber selbst nichts davon essen …

  • Beziehungsebene
    z.B.: Rückzug von Vertrauenspersonen, Abbruch von Lieblingstätigkeiten, exzessiver Sport…

Einige Risikofaktoren, die in die Sucht führen können sind:

  • genetische Disposition

  • erlerntes Verhalten

  • mangelndes Selbstwertgefühl

  • Belastungen, Probleme, Krisen in der aktuellen Situation der Jugendlichen

  • Gesetze, Werte und Normen im Umfeld der Schüler*innen

  • gesellschaftliche Einflüsse durch Familie, Freunde und Schule

In Einzelgesprächen und Gruppenangeboten kann Schulsozialarbeit die Schüler*innen stärken und fördern in…

  • Ihrer Selbstwirksamkeit => „Ich kann mich einbringen und etwas bewirken..“

  • Ihrem Selbstvertrauen => „ Ich habe Vertrauen in meine Talente und Fähigkeiten..“

  • Ihrem Selbstwertgefühl => „Ich bin ein wertvoller Mensch genau so wie ich bin…“

  • Ihrer Frustrationstoleranz => „Irgendwann schaffe ich das…“

  • Ihrem Körperbild und dem Umgang mit Medien => #bodypositivity statt #a4waist und #abcrack

Neben Gesprächen, aktivem Zuhören und Beobachten, können folgende konkrete Methoden und Übungen hilfreich sein:

  • Stärken-Schatzkiste: mittels verschiedener Impulskarten (z.B.: „Wer versteht mich am besten?“, „Damit ich mich wohlfühle, benötige ich…“) können die Kinder und Jugendlichen die eigenen Stärken spielerisch entdecken, wodurch ihr positives Selbstbild gefördert wird.

  • Wahrnehmung und Benennung von Gefühlen (in einem verbildlichten Körper einzeichnen, wo Schmerz, Angst und Unmut zu spüren sind)

  • Ressourcen-Fächer

  • spielerischer Umgang mit verschiedenen Begriffen wie z.B.: „Liebe geht durch den Magen“

  • Genussübungen

  • Workshops zum Thema Körperbild

  • Allem voran steht das Bewusstmachen der eigenen Vorbildfunktion (wie gehe ich selbst als Expert*in mit meinem Körper, mit meinem Essverhalten um?)

In der Arbeit mit Schüler*innen mit problematischem Essverhalten sollten jegliche Kommentare zum Essverhalten und zur Körperbeschaffenheit der Jugendlichen vermieden werden („…du schaust schon viel besser aus, hast endlich wieder ein bisschen was auf den Rippen…“). Diese oft gut gemeinten, und unbewussten Aussagen bewirken zumeist das Gegenteil. Ebenso sollten genaue Darstellungen von Essstörungssymptomatiken vermieden werden.

Neben der Elternarbeit und der Vernetzung mit anderen Helfersystemen stehen Schulsozialarbeit auch verschiedene Präventivprogramme zur Verfügung. Unter anderem:

PEP Body Talk-Bausteine für die Arbeit an einem gesunden Selbstwert-und positiven Körpergefühl
http://pepinfo.ch

BKK Bauchgefühl – Unterrichtsprogramm zur Prävention von Essstörungen
http://www.bkk-bauchgefuehl.de

x-Act Essstörungen
http://www.praevention.at

Info Plattform mit jugendspezifischen Informationen zum Thema Sucht
http://www.feel-ok.at

Dieser Beitrag basiert auf der Zusammenfassung des Seminares
„Essen gut, alles gut!? (Frühe) Prävention von Essstörungen”

Mit freundlicher Genehmigung von:
VIVID – Fachstelle für Suchtprävention
http://www.vivid.at

 

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22
Dezember
2020

Frohe Weihnachten

                                            wünscht

Schulsozialarbeit ist wieder am 7.1.21 im Dienst.

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20
Dezember
2020

Bewunderung und Dank den Alltagsheld*innen eines herausfordernden Jahres

Was für ein Jahr – Die Welt war und ist mit einer Pandemie konfrontiert, die Unsicherheiten, Ängste, Sorgen und auch Verlust und Trauer mit sich brachte. Unsere Kinder sind wie ein Spiegel unserer Gesellschaft und auch sie beschäftigen jene Gefühle, die mitunter die Menschen geprägt haben.

Das Jahr 2020 war ein besonderes Jahr – ein besonders herausforderndes Jahr auf vielen Ebenen. Was dieses Jahr allerdings insbesondere ausgemacht hat, war zu beobachten wie unglaublich flexibel, anpassungsfähig und resilient unsere Schüler*innen mit Um- und Neuorientierungen umgehen können. In kürzester Zeit haben sie sich auf digitales Lernen umgestellt, waren bereit anders zu denken und Bildung neu zu entdecken. Sie zeigten, trotz vieler Höhen und Tiefen, Optimismus und Motivation. Für unsere Kinder war klar: Gemeinsam sind wir stark und können das schaffen! Sie sind und bleiben ganz eindeutig Alltagsheld*innen.

Weiters haben aber nicht nur unsere Schüler*innen mit Zusammenhalt und positiven Gedanken gezeigt, dass man gemeinsam Vieles bewältigen kann, sondern auch die Lehrkräfte bewiesen einerseits enormen Kampfgeist und andererseits Sensibilität, um für die Kinder bestmöglich da zu sein. Trotzdem sich im ersten Lockdown erneut viele Ungleichheiten das soziale Milieu betreffend herauskristallisierten, da viele Familien nicht mit dem richtigen oder teilweise gar keinem Equipment für digitales Lernen ausgestattet waren, waren die Lehrer*innen stets bemüht, alle Schüler*innen zu erreichen und neue Zugangsmöglichkeiten zu schaffen. Es ist kein Geheimnis, dass Lehrpersonen schon längst nicht mehr als reine Wissensvermittler*innen agieren, sondern auch wichtige Bezugspersonen für die Kinder darstellen. Die Lehrer*innen waren oftmals am Wochenende an den Schulstandorten, haben Übungspakete vorbereitet, neue Klassen und Gruppeneinteilungen gemacht, wo sie überlegt haben, welche Kinder sich auch gegenseitig gut unterstützen können, etc.

Vor allem in Krisensituationen und bei neuen Problem- und Themenstellungen braucht es Ruhe, Sensibilität, Akzeptanz und ein offenes Ohr für alle Beteiligten, sodass sich niemand isoliert oder ungehört fühlen muss. Schulsozialarbeit arbeitet stets engmaschig mit allen Playern des Schulsystems zusammen und gemeinsam konnte das bestehende Netzwerk auch im Distance Learning so ausgerichtet werden, dass Unterstützung, Redebedarf, Da-sein und Da-bleiben und auch gemeinsam Lachen erhalten bleiben konnte. Gemeinsam waren, sind und bleiben wir stark und wachsen an neuen Herausforderungen.

Dementsprechend und als riesengroßes Dankeschön für das Durchhaltevermögen unserer Lehrer*innen hat Schulsozialarbeit im Dezember eine kleine Überraschung für das Konferenzzimmer vorbereitet. Die Lehrpersonen bekamen einen Kindness-Adventkalender: Es wurde ihnen vermittelt, dass sie großartige Arbeit machen, es wurde ihnen ein schöner Tag gewünscht und mit kleinen „Acts of Kindness“ wurde daran erinnert – dass gemeinsam Freude schenken, allen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Beispielsweise haben die Lehrer*innen der Klasse eine Geschichte vorgelesen, oder die Stunde mit einem Spiel begonnen, die Kinder daran erinnert, wie wichtig es ist, auch mal eine Pause zu machen, oder den Schüler*innen wurde gesagt, dass sie wundervoll sind – alle waren begeistert!

Was natürlich nicht fehlen durfte, ist ein bisschen Schokolade, denn auch sie kann ein Lächeln ins Gesicht zaubern und den Endorphinhaushalt auf ganz einfache Weise ein bisschen stimulieren.

Abschließend noch 3 Zitate, die den beschriebenen Zusammenhalt, das Durchhaltevermögen, die Achtsamkeit und Kindness, sowie positives Denken und Wertschätzung nochmals gut unterstreichen:

Schülerin:

„Das Leben hat mir gelernt, wenn wir nett zueinander sind, dann können wir uns selbst und auch anderen helfen, dass es uns gut geht – wir können Gemeinsamkeit spüren und das hilft uns in Corona und auch wenn wir gar nicht im realen Leben zusammen sind.“

Schüler:

„Schule ist irgendwie einfach voll der stressige Ort, und wenn wir aber Kindness verbreiten, dann kann es uns allen damit besser gehen – weil wenn wir nett sind, dann lernen wir auch uns gegenseitig zu entspannen und vom Stress wegzukommen.“

Lehrerin:

„Ich denke mal, mein Auftrag als Lehrerin lautet: Ich muss schauen, dass ich mich und meine Schüler*innen möglichst gut durch den Lockdown bringe – mental und emotional. Fehlendes Wissen im Sinne von Lehrstoff kann nachgelernt werden. Fehlendes Wissen in Sachen Leben nur schwer.“

ISOP Schulsozialarbeit wünscht Ihnen/euch eine ruhige Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr!

#spreadloveandkindness

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15
Dezember
2020

Die Bedeutsamkeit von Zivilcourage im Alltag

Regelmäßig berichten Medien über sogenannte „Alltagshelden“, die oft durch ehrenamtliche Tätigkeiten, wie beispielsweise durch die Begleitung älterer Mitbürger*innen oder die Unterstützung bei Essensausgaben für obdachlose Menschen, einen unersetzlich wichtigen und positiven Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Wenn wir andere aktiv unterstützen und uns gegenseitig füreinander einsetzen, nimmt die Bedeutung von „Zivilcourage“ zu. Möglichkeiten dazu gibt es so gut wie überall und immer. Sei es im täglichen Leben auf der Straße, im Verkehr, an den Schulen oder in unserer täglichen Arbeit. Auch in aktuellen Debatten im Zusammenhang mit der „Corona-Krise“ taucht der Ausdruck immer wieder auf. Aber was genau bedeutet „Zivilcourage“ für unseren Alltag?

Bei Zivilcourage geht es nicht immer um Situationen, die zwischen Leben und Tod entscheiden. Viel öfter ergeben sich Gelegenheiten, im täglichen Leben bei Konflikten sowie bei verbaler und physischer Gewalt Hilfe zu leisten und als „Außenstehender“ mutig einzugreifen. Sich dabei selbst nicht in Gefahr zu bringen, ist essenziell. Der Begriff steht auch dafür, dass sich Personen eine eigene Meinung bilden und diese auch nach außen vertreten, sogar wenn das zu Nachteilen führen kann.

Zivilcourage zu zeigen, ist nicht immer einfach und nicht „angeboren“, jedoch gut erlernbar. Trainingsfeld dazu kann das persönliche Umfeld sein, also die Familie, der Freundeskreis oder auch gute Bekannte. Je öfter man seine eigene Meinung im gewohnten und vertrauten Lebensbereich kundtut, desto einfacher wird es in unbekannten Situationen sein.

Wie kann damit umgegangen werden, wenn man eine Situation beobachtet und/oder sich in unmittelbarer Nähe befindet, in der eine Person „ungerecht“ behandelt wird oder verbale und/oder körperliche Übergriffe stattfinden?

Folgende „Tipps“ können in herausfordernden Situationen unterstützend wirken:

  • Situationen ganz bewusst wahrnehmen
    Oftmals ist es hilfreich, sich folgende Fragen zu stellen: „Was passiert gerade?“, „Warum fühlt es sich so an, gibt es einen Auslöser?“

  • Auf das eigene Bauchgefühl hören
    Meist sagt uns unser Bauchgefühl, dass etwas nicht stimmt, wenn wir ihm Aufmerksamkeit schenken und es nicht „übergehen“. Dieses Gefühl hilft uns, instinktiv „richtig“ zu reagieren.

  • Abschätzung der Situation
    Sich selbst nicht in Gefahr zu bringen und nicht vorschnell zu reagieren, ist eine wichtige „Regel“. Vorerst hilft es, Ruhe zu bewahren und nicht mitzumachen. Wenn man sich dazu fähig fühlt, selbst einzugreifen, kann man durch eine klare Äußerung mitteilen, dass man es nicht gut findet, wie sich bestimmte Personen ausdrücken und/oder verhalten sowie Möglichkeiten aufzeigen, wie ein wertschätzendes Miteinander aussehen könnte.

  • Hilfe bzw. Unterstützung holen
    Nicht jede Situation ist allein lösbar. Oft braucht es Unterstützung von außen und weitere erwachsene Personen können dazu aufgefordert werden, sich einzusetzen.

Es gibt bestimmt viele Situationen, in denen sich eine andere Person für uns eingesetzt hat und ihren Mut gezeigt hat. Das Reflektieren solcher Situationen kann uns selbst Energie und Bereitschaft geben, Empathie für betroffene Menschen aufzubringen und bei herausfordernden Anlässen aktiv hinzusehen und willensstark zu handeln. Zivilcourage zahlt sich aus!

#hilfeholenistnichtpetzen

 

 

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7
Dezember
2020

Gemeinsam kreativ sein – wir haben einen Plan!

Die Mädchengruppe ist ein Freizeitangebot der Schulsozialarbeit, das im Sozialraum 2 seit Jahren ein gut integriert ist. Regelmäßig treffen sich die Mädchen mit uns, um alles Mögliche gemeinsam zu unternehmen, zum Beispiel um zu basteln, zu kochen, zu spielen oder einfach nur zu reden. Dabei ist es uns von Schulsozialarbeit sehr wichtig, den Mädchen eine offene und ungezwungene Atmosphäre zu bieten, also einen Raum zu schaffen, in dem sie sich wohl und verstanden fühlen. Es gibt immer ein offenes Ohr für alle Angelegenheiten und eines ist immer dabei: SPAß!

Für die Mädchengruppe in diesem Schuljahr hatten wir viele, schöne Pläne und dann das: Lockdown! Nach nur zwei gemeinsamen Terminen. Es gehört zu den obersten Zielen von Schulsozialarbeit, für die Mädchen da zu sein und ihnen auch in diesen schwierigen Zeiten ein kleines Stück Routine zu bieten. Und dazu gehört ganz klar die Mädchengruppe am Mittwochabend. Deshalb waren wir fest entschlossen, uns von unseren Vorhaben nicht abbringen zu lassen und trotzdem in der Gruppe kreativ zu sein. Soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten sind ebenso wertvoll wie wichtig und müssen gefördert werden. Und wenn das live nicht geht, dann eben online und auf dem eigenen Sofa. Aus dem ersten Lockdown wussten wir schon, dass sich die diversen Social-Media-Kanäle zur Kommunikation gut nutzen lassen. Auch sonst waren wir diesmal besser vorbereitet als im Frühling.

In der Woche vor dem Lockdown entwickelten wir zusammen mit den Mädchen schnell neue Ideen, was wir machen können und wie sich das alles am besten umsetzen lässt. Dabei war nicht wenig Kreativität gefragt. Wir machten ein neues Programm für die Online-Mädchengruppe. Außerdem wurde für jedes Mädchen ein kleines Paket mit Bastelmaterialen zusammengestellt und am Montag vor dem Lockdown noch schnell an alle Teilnehmerinnen ausgeteilt. So wurde sichergestellt, dass alle die notwendigen Materialien zu Hause haben und wir gemeinsam kreativ sein können. Denn gut geplant und organisiert lassen sich auch online (fast) alle Ideen verwirklichen. Das Wichtigste aber – und das darf nicht vergessen werden – ist es, den Mädchen zu vermitteln, dass wir alle für sie da sind und dass es, auch wenn wir uns nicht real gegenüberstehen (können/dürfen), doch einen Raum gibt, um sich auszutauschen, um gemeinsam Spaß zu haben und um sich gegenseitig zu unterstützen.

Die erste Online-Mädchengruppe fand gleich in der Woche nach dem Lockdown statt. Mit Stoffstiften und viel Phantasie gestalteten wir gemeinsam tolle Mund-Nasen-Schutz-Masken und machten zum Abschluss sogar noch ein Online-Fotoshooting. Schließlich ist der Mund-Nasenschutz mittlerweile ja ein richtiges Modeaccessoire geworden. Es war eine richtige Freude den Mädchen beim Gestalten zuzusehen.

In der zweiten Woche stand Schmuckbasteln auf dem Programm und zwar mit Hilfe von Fimo. In der Mädchengruppe arbeiteten wir bereits ein paar Mal mit dem tollen Material – weil sich daraus super Schmuckgegenstände herstellen lassen. Auch beim zweiten Termin nahmen online wieder viele Mädchen teil. Es zeigte sich, dass die Organisation vorab und das Bereitstellen der Materialen für zu Hause gut funktionierte. Alle hatten das gleiche Material, es gab ein fixes Programm und die Mädchen konnten sich auf ein paar gemeinsame Stunden freuen.

In der dritten Woche des Lockdowns zeigte sich, dass die Mädchen den Austausch suchten. Sie erzählten viel von zu Hause und auch, dass sie sich sehr darauf freuen würden, endlich wieder eine Live-Mädchengruppe abzuhalten. Aber wir mussten durchhalten – GEMEINSAM. Wir gestalteten Weihnachtskarten. Auch dafür hatten sie das notwendige Material in ihren Tüten. Und wieder entstanden wunderbare, kreative und einzigartige Stücke. Wir entwickelten Sprüche und schauten uns gemeinsam Bilder im Internet an. Auch wenn es online war, es kommt auf den gemeinsamen Aspekt an.

Besondere Zeiten erfordern eben besondere Maßnahmen. Die Mädchengruppe zeigte, dass der Lockdown zwar eine Herausforderung für alle war, aber dass die gemeinsamen Stunden am Mittwoch eine tolle Abwechslung boten, die kreative Zeit genutzt wurde und der Zusammenhalt und die sozialen Kontakte nicht darunter leiden mussten. Wir waren füreinander da, bestärkten uns und – WIR WAREN KREATIV!!!!!!!

 

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2
Dezember
2020

Schulgesundheitspreis: 2. Platz an ISOP Schulsozialarbeit und VS Graz-Hirten!

In Zusammenarbeit mit der Volksschule Graz-Hirten hat ISOP Schulsozialarbeit beim Schulgesundheitspreis mitgemacht, der unter dem Motto „Gesundheit macht Schule. Schule macht Gesundheit“ stand. Eingereicht wurde das Konzept „Mindful Classroom“, das Schulsozialarbeit geschrieben hat und in der Volksschule Graz-Hirten im Schulalltag umgesetzt wird. Dabei geht es darum, in der Klasse und in der Schule überhaupt achtsam und freundlich miteinander umzugehen, was wesentlich für ein gesundes Schulklima ist.

Wissenschaftliche Befunde weisen nach, dass die positiven Gefühle, die erlebt werden, wenn im Umfeld ein freundliches Klima herrscht, die Produktion von Endorphinen anregen und somit Bereiche des Gehirns aktivieren, die mit sozialem Vertrauen in Verbindung stehen. Zudem zeigt die Forschung, dass Freundlichkeit und Achtsamkeit die Fähigkeit erhöhen, nachhaltige soziale Verbindungen zu knüpfen und die Kinder dadurch eine höhere Akzeptanz untereinander genießen können. Dieses integrative Verhalten in achtsamen Klassen wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit aus und kann zum Beispiel konfliktreichen Gruppendynamiken, Suchtverhalten, Mobbing und Gewalt sichtbar entgegenwirken. Selbst kleine Akte der Freundlichkeit wie jemanden strahlend anzulächeln oder interessiertes Nachfragen, wie es dem Gegenüber geht, steigert das Wohlbefinden und vermittelt ein positives Selbstwertgefühl. Kinder, die Teil einer achtsamen Klasse sind, lernen freundlich, respektvoll und wertschätzend miteinander umzugehen, schätzen das Ideelle im Leben, sind perspektivenreich und können Mitgefühl, (Zivil)Courage und Empathie für andere empfinden. Sie stehen Herausforderungen selbstbewusster gegenüber und weisen eine erhöhte Fähigkeit zur Selbstregulation auf. Das Resultat ist ein gesundheitsförderndes Umfeld, in dem Kinder sich sicher fühlen können und ihr persönliches Potenzial ausschöpfen lernen (McAllen [2014], https://www.stuff.co.nz/national/education/63216075/putting-mindfulness-in-the-curriculum).

Schulsozialarbeit leistet im Rahmen des Sozialen Lernens einen wichtigen Beitrag zur Schaffung eines solchen förderlichen Umfelds. Die Kinder lernen sich selbst besser kennen und werden sich ihrer eigenen Ressourcen bewusst, um diese sozial kompetent einsetzen zu können. Sie lernen Achtsamkeit, Wertschätzung und Freundlichkeit untereinander. Schulsozialarbeit schafft einen Raum, wo sie diese Kerngebiete spielerisch und selbst-reflexiv erproben können. Das geschieht etwa durch ein Begrüßungsritual zu Beginn der Stunde, bei dem die Kinder lernen, sich gegenseitig höflich und respektvoll zu begrüßen, bei Braingym- oder Yoga-Übungen, durch die sie lernen, in sich zu gehen und achtsam auf sich selbst und ihren eigenen Körper zu sein, oder bei Spielen, bei denen sie ihre Gefühle benennen und die Gefühle der anderen wahrnehmen lernen. Auch eine „Kindness challenge“ gibt es, bei der Kinder lernen, sich gegenseitig noch bewusster kleine Freuden zu machen.

Wesentlich bei einem „Mindful classroom“ ist aber auch, dass Achtsamkeit und Freundlichkeit niemals nur rein auf den Lehrplan reduziert werden kann. Diese Themen können nur dann nachhaltig verankert werden, wenn sich das gesamte Schulsystem zu einer konsequenten Praxis und zum Wohlergehen aller Beteiligten verpflichtet – Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Achtsamkeit kann nur in Schulen gedeihen, in denen ein positives Klima und soziale Wertschätzung eine Priorität darstellen. Und das ist in der VS Graz-Hirten der Fall.

Wir freuen uns sehr über die gute Zusammenarbeit mit der Volkschule Graz-Hirten und, dass wir gemeinsam diesen Schulgesundheitspreis gewonnen haben.

 

 

 

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