22
Januar
2020

Freizeitangebot Buddy-Spielenachmittag

Von Schulsozialarbeit initiiert und begleitet gibt es an der NMS Karl Morre schon seit etlichen Jahren das Buddy-Projekt. In diesem Rahmen werden die Erstklässler*Innen beim Schuleinstieg von Schüler*innen aus den vierten Klassen begleitet und unterstützt.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Begleitung für die Erstklässler*innen vor allem im Herbst wichtig ist. Bis zu den Weihnachtsferien haben sie sich dann soweit in der neuen Umgebung eingelebt, dass sie ohne ihre Buddies zurechtkommen, weshalb jedes Jahr vor Weihnachten als letzter Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Buddy-Projekts gemeinsame Freizeitaktivitäten von Buddies und Erstklässler*innen stattfinden.

In diesem Schuljahr entschieden sich die Buddies dafür, ihre „Schützlinge“ zu gemeinsamen Spielenachmittagen einzuladen. Für jede der beiden ersten Klassen war ein Nachmittag mit verschiedenen Brett- und Kartenspielen geplant. Organisation und Aufsicht wurden von der Schulsozialarbeit übernommen, die Buddies überreichten den Kindern persönlich die Einladungen. Auch für ausreichend Getränke und Knabbereien war gesorgt, sodass entspannten und lustigen Spielenachmittagen nichts mehr im Weg stand.

Zahlreiche nutzten Kinder die Chance, noch einmal gemeinsam mit ihren Buddies Zeit zu verbringen und verschiedene Spieleklassiker wieder und manches zum ersten Mal zu spielen!

Mit diesen beiden Nachmittagen entließen die Buddies die jüngeren Kinder aus ihrer Obhut, und konzentrieren sich jetzt voll und ganz auf den Schulabschluss.

Liebe Buddies: Wir sagen „Danke!“ für euer großartiges Engagement.

 

 

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
14
Januar
2020

Wir basteln Schneeflocken!

In der Volksschule Bertha von Suttner warten die Schüler*innen bereits ungeduldig auf den ersten Schnee in Graz… das dauert aber noch! An einem kreativen Eltern-Kind-Nachmittag konnten sie sich nun selbst gebastelte Schneeflocken für Zuhause mitnehmen.

Im Rahmen der Schulsozialarbeit wurden die Eltern der 1. Und 2. Klassen der Volksschule zu einem Eltern-Kind-Kreativnachmittag eingeladen. Die Leiterin der Schule stellte dafür extra den Konferenzraum zur Verfügung.

Bei Eltern-Kind-Aktivitäten werden die Eltern der Schüler*innen in die Schule eingeladen, um die Schule GEMEINSAM mit ihren Kindern zu erleben. So passiert – in angenehmem Rahmen – eine positive Anbindung an die Schule. Wichtig ist dabei auch, dass Kinder und Eltern zusammen Zeit verbringen und etwas gemeinsam tun. Auch kommt es dabei zu vielen Gesprächen unter Eltern, die sich noch nicht so gut kennen. Nebenbei können sie auch Fragen an die Schulsozialarbeit stellen.

An diesem Nachmittag wurden aus Papiertüten Riesen-Schneeflocken gebastelt. Die Familien durften die Schneeflocken mit nach Hause nehmen. Eine Anleitung dazu findest du als pdf-Datei hier: Anleitung_Schneeflocke

Die Einladungen wurden zahlreich angenommen und bald tummelten sich viele Mamas, Papas und Kinder im Konferenzzimmer. Es wurde fleißig gebastelt, sich gegenseitig geholfen und viel gelacht. Wenn auf den nächsten freien Klebestift gewartet werden musste, plauderten die Eltern bei Kaffee und Kuchen. Nach dem Kleben und Schneiden der Brottüten ist ein besonderer Moment, wenn endlich die Schneeflocke geöffnet werden konnte: Kinder und Eltern standen mit staunenden Augen da, ebenso wie jüngere Geschwister, die mit dabei und begeistert waren. Auch die Schulleiterin selbst half fleißig mit und brachte sich tatkräftig ein.

Im Februar wird es den nächsten Kreativ-Nachmittag in der Volksschule Bertha von Suttner geben… bis dahin haben uns hoffentlich schon ECHTE Schneeflocken in Graz beglückt…

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
8
Januar
2020

Feedbacks aus 10 Jahren Schulsozialarbeit in der Steiermark

„Die Kinder haben so ein Bedürfnis zu reden und wahrgenommen zu werden. Dafür haben wir einfach keine Zeit und deshalb ist es toll, dass ihr das macht.”

Lehrer*in einer NMS zur Schulsozialarbeit

„Als ihr am Anfang gekommen seid hab ich mir gedacht: Schon wieder Neue und die kosten so viel Geld. Und jetzt, wo ich sehe, was ihr tut, muss ich sagen, dass das gut ist  was ihr da so macht.“

Schulwart zur Schulsozialarbeit

„Die gute Vernetzung mit Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen ist besonders bedeutsam. Die Schulsozialarbeit übernimmt hier eine sehr wichtige Rolle und berät Eltern bei Bedarf auch darin, sich die geeignete außerschulische Unterstützung zu holen.“

Lehrer*in einer NMS

„In diesem Schuljahr gab es zum Beispiel einen Mobbingvorwurf an der PTS, wo der Dienst der Schulsozialarbeit sofort zum Einsatz gekommen ist und äußerst kompetent mit allen Beteiligten gearbeitet wurde.“

Schulleiter*in einer NMS, PTS

„Schulsozialarbeit hat mir sehr viel Stress erspart, da es ganz kurzfristig möglich war jemanden zu bekommen, der sich um ein aktuelles Problem oder eine Krise  kümmern konnte, für die ich erst viel später Zeit gehabt hätte.“

Lehrer*in einer NMS

„Schulsozialarbeit bringt neue Ideen für den Umgang mit Eltern und schwierigen Situationen an die Schule.“

Lehrer*in einer NMS

„Das Projekt der Schulsozialarbeit kam genau zum richtigen Zeitpunkt, als Probleme mit verhaltensauffälligen SchülerInnen sehr präsent waren und einige Kolleg*innen dringend Hilfe benötigten. Diese kam sehr zielgerichtet und niederschwellig – durch die Schulsozialarbeit.“

Schulleiter*in einer Volksschule

 „Schulsozialarbeit ist eine große Unterstützung in akuten Krisen und bei der kontinuierlichen Arbeit mit SchülerInnen mit entsprechendem Bedarf.“

Schulleiter*in einer PTS

„Als Pädagogin ist die Schulsozialarbeit für mich eine sehr wertvolle Unterstützung, ein wichtiger Teil für das große Ganze. Die Aufgabe der Schule ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch soziale Kompetenzen zu stärken. In der Praxis ist das oft ein sehr breiter Spagat, den man bewältigen muss.“

Lehrer*in einer NMS

„Ich finds gut, dass du heute noch hier bist, wer weiß wie es so manchen Kindern geht, wenn sie ihr Zeugnis bekommen.”

Lehrer*in zur Schulsozialarbeit am letzten Schultag

„Eigentlich hab ich gar kein Problem, ich möchte dir heute nur erzählen, dass ich sooo  glücklich bin!”

Schüler*in zur Schulsozialarbeit

„Ich bin froh, dass Sie hier sind. Sie bringen eine gute Stimmung in die Schule.”

Mutter zur Schulsozialarbeitg

„Der hat mich angemault und ich wollte ihn echt schlagen, das hätte er verdient. Aber dann hab ich gedacht, was werden die Schulsozialarbeiter wohl sagen, wenn sie erfahren, dass ich ihn geschlagen habe und dann habe ich es nicht getan und habe ihn einfach ignoriert, echt das war so!”

Schüler*in zur Schulsozialarbeit

„Für die Dynamiken in meiner Klasse ist das Gewaltpräventionsprojekt der Schulsozialarbeit genau richtig gekommen und hat einige positive Veränderungen  bewirkt.“

Lehrer*in einer Volksschule

„Mit dir kann ich reden. Mit meinem Vater geht das nicht so.”

Schüler*in zur Schulsozialarbeit

„Gestern war ich auf einer Fortbildung bei der ein Experte erzählt und präsentiert hat, wie wichtig Soziale Arbeit in Schulen ist. Da musste ich schmunzeln, weil das bei uns schon seit Jahren passiert und funktioniert. Da habe ich wieder gesehen, wie glücklich wir sein können, weil wir etwas haben, das nur wenige haben.”

Lehrer*in zur Schulsozialarbeit

„Du, ich muss dir das jetzt noch erzählen: Zwei Schülerinnen haben sich gestritten, und dann wollte ich das mit ihnen besprechen. Sie haben dann gemeint dass sie sich das schon selbst ausgeredet und einen Vertrag gemacht haben. Also so wie sie das bei euch machen. Und das haben sie jetzt selbst gemacht, ich find das so super!”

Lehrer*in zur Schulsozialarbeit

„Die Schulsozialarbeit wirkt sich äußerst positiv auf den gelebten Schulalltag aus. Unsere Schulsozialarbeiterin arbeitet direkt an der Schule, ist vor Ort persönlich erreichbar und  bei Bedarf auch spontan ansprechbar.“

Lehrer*in über Schulsozialarbeit

„Du und die Beratungslehrerin seid der Grund, warum ich – trotz der ganzen Vorfälle – noch gerne in der Früh in der Schule gehe. Auch wenn wir Lehrer*innen mit manchen Situationen überfordert sind, weiß ich: Morgen kommst du oder die Beratungslehrerin und dann werden wir gemeinsam einen Weg finden, um mit dem Ganzen umzugehen.”

Schulleiter*in zur Schulsozialarbeit

„Es ist schon gut, wenn man so einen Erwachsenen hat, der nett ist.“

Schüler*in zur Schulsozialarbeit

 

 

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
19
Dezember
2019

Kindness Challenge

Throw Kindness around like confetti

„Kindness” bedeutet: the quality of being friendly, generous, and considerate. Im Deutschen wird das Wort oft mit Freundlichkeit, Herzlichkeit, Nettigkeit oder auch Entgegenkommen übersetzt.

Weihnachten wird nachgesagt, dass es das Fest der Liebe sei. Schulsozialarbeit arbeitet mit den Kindern das gesamte Schuljahr über auf verschiedene Arten und Weisen daran, freundlich, respektvoll und achtsam zueinander zu sein. Besonders um die Weihnachtszeit werden diese Themen aber auch medial und gesellschaftlich propagiert. Schulsozialarbeit nimmt sich das Fest der Liebe zum Anlass, um mit den Kindern die Fähigkeit zu „kindness and love” noch mehr zu verinnerlichen. In den Grazer Schulen kommen Kinder unterschiedlicher Herkunft, Kulturen oder Religionen zusammen, weshalb typisch österreichische Weihnachten nicht allen bekannt ist. Viele kennen gewisse Bräuche wie z.B. Adventkranz, Adventkalender, Christbaum oder sich gegenseitig beschenken. Einige Bräuche sind in vielen Kulturen üblich, nur eventuell an anderen Tagen. Was die Familien zu Weihnachten machen, egal aus welchem Land sie kommen oder welcher Religion sie angehören, ist gemeinsam gut zu essen, gemeinsam Zeit zu verbringen und sich gern zu haben. Die Kinder sind sich daher alle einig: „Im Dezember wollen wir Liebe schenken.“

Schulsozialarbeit bastelt deshalb mit den Kindern in verschiedenen Klassen (auch in der mehrsprachigen Klasse) an einem ganz besonderen Adventkalender, nämlich an der „Kindness Challenge”.

  • jemanden freundlich grüßen

  • jemanden anlächeln

  • jemandem die Tür aufhalten

  • jemandem einen Witz erzählen

  • jemanden etwas vorlesen

  • jemanden zuhören

  • mit jemandem neuen Spielen

  • jemandem aufhelfen, wenn er hingefallen ist, etc.

Jeden Tag im Dezember dürfen sich die Kinder eine Aufgabe aussuchen, die sie an diesem Tag machen möchten. Sie dürfen sich natürlich auch selbst etwas überlegen und ihren eigenen „act of kindness” machen. Hier haben die Kinder zum Beispiel geschrieben:

  • Ich helfe meinen Eltern

  • Ich lese meinem kleinen Bruder/meiner kleinen Schwester etwas vor

  • Ich helfe einem Freund/einer Freundin bei der Aufgabe

  • Ich helfe beim Aufräumen

Zusätzlich gibt es bei der „kindness challenge” auch die Option, dass Kinder auf Karten eine Zeichnung machen, ein Kompliment für jemanden schreiben oder eine Geschichte erzählen und diese Karten in der Klasse oder in der Schule weitergeben, um die Freundlichkeit auch außerhalb der eigenen Klasse zu teilen. Es gibt auch kleine Notizzettel auf die die Kinder entweder Herzen oder das Wort „smile”‚ „hug” oder auch „high five” malen können, welche ebenfalls (wie Konfetti) verteilt werden, um so Liebe und Freundlichkeit zu schenken.

Im Dezember haben die Kinder Unmengen an Freundlichkeit und Liebe verschenkt und geteilt. Sie haben Herzen an Klassentüren oder das Zimmer der Schulleitung gehängt, sie haben Karten geschrieben, um jemanden einen schönen Tag zu wünschen, Lehrer*innen und Kinder haben Briefe bekommen, in denen gestanden ist, dass sie einen schönen Tag haben sollen oder dass sie wundervoll sind. Die Kinder haben sich Karten geschrieben und gegenseitig Komplimente gemacht und sich umarmt, angelächelt und liebgehabt. Sie haben die „kindness” auch nach Hause mitgenommen, den Eltern beim Aufräumen oder beim Kochen oder einem jüngeren Geschwisterkind bei der Aufgabe geholfen oder ihnen etwas vorgelesen.

In der letzten Stunde vor den Weihnachtsferien haben sich die Kinder gemeinsam mit Schulsozialarbeit die guten Taten und die Liebe noch einmal ins Klassenzimmer geholt, darüber reflektiert und erzählt, wie es den Kindern dabei gegangen ist, was die Kinder im Gegenüber ausgelöst haben und was „kindness” für sie bedeutet und was sie für sich mitgenommen haben.

Folgend ein paar Antworten der Kinder:

Was ist die „kindness challenge”? Was bedeutet „kindness” für mich?

  • In der „kindness challenge” verteilt man Liebe

  • dass ich nett bin, lieb bin und mit jemandem spiele

  • dass ich einen Witz mache, um jemanden fröhlich zu machen oder dass ich jemanden tröste

  • dass ich Menschen ein Kompliment sage

  • dass man die Liebe teilt

  • etwas Nettes zu tun und dass man sich hilft

  • dass man mit der Schwester nicht mehr streitet, sondern mit ihr etwas spielt

  • dass ich gut bin und für die Liebe bin

  • dass ich anderen helfe und die Tür für jemanden aufmache

  • dass ich jemandem ein Wasser gebe, wenn er traurig ist

  • dass man etwas Nettes und Liebes für andere tut

  • dass man mit anderen spielt, um gemeinsam glücklich zu sein

  • dass ich jemanden tröste, wenn er traurig ist und ihm helfe

  • dass man teilt

  • dass man gemeinsam Spaß hat

  • dass man helfen soll und nicht einfach zuschaut und weggeht

  • dass ich meinen Eltern helfe

  • dass ich meiner Mama geholfen habe

  • dass ich mit meinem Vater gespielt habe und wir gemeinsam froh waren

Schulsozialarbeit wünscht Ihnen/Euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

Sie/Ihr sind/seid herzlich dazu eingeladen, bei der „kindness challenge” mitzumachen und im neuen Jahr Liebe und Freundlichkeit wie Konfetti zu (ver)teilen.

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
16
Dezember
2019

Freizeitnachmittag – Wir basteln einen Adventkalender

Die Weihnachtszeit ist ja bekanntlich die schönste Zeit im Jahr. Um den Schüler*innen die Wartezeit bis zu den Weihnachtsferien zu verkürzen, wurde bereits vor ein paar Jahren die Idee geboren, gemeinsam mit den Schüler*innen der NMS & PTS Mürzzuschlag im Rahmen eines Freizeitnachmittags einen Adventkalender zu basteln.

Bei der Gestaltung ihrer Säckchen hatten die Schüler*innen freie Wahl und der Kreativität wurden keine Grenzen gesetzt. Sie konnten die unterschiedlichsten Materialien – wie Sticker mit Weihnachtsmotiven, Washi-Tapes oder einfaches Geschenkpapier – verwenden. Um genügend Zeit für die Gestaltung des Kalenders zu haben, trafen wir uns alle an zwei Nachmittagen für jeweils 2 Stunden. Auch der Direktor war von unserem Projekt ganz angetan und so konnten wir den Kreativraum in der Schule nutzen, um uns dort mit all unseren Materialien auszubreiten.

Der Adventkalender wurde dann im Beratungsraum der Schulsozialarbeit schön in Szene gesetzt und aufgehängt. Ende November durfte jedes Kind, das teilgenommen hat, eine Nummer ziehen und das eigene Kästchen wurde dann am entsprechenden Tag abgeholt.

Das aufregende an einem Adventkalender ist natürlich das Öffnen der Kästchen. Jedes einzelne Säckchen wurde mit vielen lieben Kleinigkeiten befüllt. Die Schüler*innen erwarten brauchbare Utensilien für die Schule wie Bleistift, kleine Radiergummi etc., aber auch Süßigkeiten in jeglicher Geschmacksrichtung.

Die Idee ist bei den Schüler*innen so gut angekommen, dass sie bereits jetzt gesagt haben, auch im nächsten Schuljahr unbedingt wieder einen Kalender basteln zu wollen.

In diesem Sinne wünschen wir Frohe Weihnachten und eine ruhige, stressfreie und besinnliche Adventzeit.

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
10
Dezember
2019

Festakt „10 Jahre Schulsozialarbeit in der Steiermark“

Seit das Land Steiermark im Rahmen eines Pilotprojekts die Caritas der Diözese Graz-Seckau und ISOP – Innovative Sozialprojekte GmbH erstmals damit beauftragte, Schulsozialarbeit an mehrere Pflichtschulen im Bundesland zu bringen, sind zehn Jahre vergangen. Anlässlich dieses Jubiläums lud die Fachabteilung 6 Gesellschaft des Amts der Steiermärkischen Landesregierung am 14. November 2019 zu einem großen Festakt im Wartingersaal des Steiermärkischen Landesarchivs. Als Moderatorin führte Dr.in Michaela Marterer von der STVG – Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft durch den Nachmittag.

 

Dr.in Michaela Marterer

Zum Auftakt ließen Mag.a Ursula Lackner als zuständige Landesrätin für Bildung und Gesellschaft sowie HRin Mag.a Alexandra Nagl als Leiterin der Fachabteilung 6 Gesellschaft die Erfolgsgeschichte von „Schulsozialarbeit in der Steiermark“ von den noch zaghaften Anfängen bis zum etablierten Angebot an Pflichtschulen in allen Bezirken des Landes Revue passieren. Mag. Herbert Beiglböck, MBA, Direktor der Caritas der Diözese Graz-Seckau, und Mag. Robert Reithofer, Geschäftsführer von ISOP-Innovative Sozialprojekte, brachten in einem Interview die Erfahrungen der Auftragnehmer*innen ein, die seit der ersten Stunde dabei sind.

LRin Mag.a Ursula Lackner

 

HRin Mag.a Alexandra Nagl

 

von links nach rechts: Dr.in Michaela Marterer – Mag. Herbert Beiglböck, MBA – Mag. Robert Reithofer

Die Ergebnisse der Evaluation der Jahre 2015 bis 2018, die vom Team rund um Univ.-Prof. Mag. Dr. Arno Heimgartner, Karl-Franzens-Universität Graz und X-Sample Sozialforschung, durchgeführt wurde, sowie die Entwicklung von Schulsozialarbeit in der Steiermark aus der Sicht der Projektleiterin von ISOP-Schulsozialarbeit, Mag.a Sandra Jensen, waren Gegenstand von zwei Kurzvorträgen. Monika Tragner, Bakk. phil., Projektleiterin Schulsozialarbeit der Caritas der Diözese Graz Seckau, präsentierte Videobotschaften von Expert*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Schüler*innen, Schulleiter*innen und Eltern zum 10-jährigen Jubiläum.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Arno Heimgartner

 

Mag.a Sandra Jensen

 

Monika Tragner, Bakk. phil.

Im Anschluss konnten die Anwesenden die Ausstellung von ISOP bewundern, Methoden der Schulsozialarbeit von verschiedenen Auftragnehmer*innen kennenlernen und sich nicht nur am Buffet stärken, sondern sich auch in ungezwungener Atmosphäre miteinander austauschen.

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
5
Dezember
2019

Traudi!-prämierte Mädchengruppe

Ein Kooperations-Projekt mit ISOP Schulsozialarbeit

Am 15. November 2019 wurde unser Projekt einer Mädchengruppe im festlichen Rahmen der Kinderrechtegala im Grazer Dom im Berg mit dem TrauDi!, dem Steirischen Kinderrechtepreis –1.Preis in der Kategorie außerschulische Projekte– geehrt.

Fotocredit: © Clemens Nestroy, Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14

Die Idee, ein spezielles Freizeitangebot für Mädchen zu kreieren, entstand bereits 2015 auf Wunsch einiger Mädchen des Jugendzentrums EggenLend in Graz. Sie wollten ganz unter sich Sport machen und themenspezifische Gespräche führen können, also sozusagen eine „bubenfreie“ Zone für sich erschließen. Diesem Bedürfnis wurde nachgegangen und in Zusammenarbeit mit affido-pflegefamilien-kinderdörfer-familienarbeit Gmbh, der ISOP Schulsozialarbeit und dem Jugendzentrum EggenLend ein Mädchenprojekt im Grazer Sozialraum 4 (Bezirke Lend, Eggenberg, Gösting) gegründet.

Offizielle Projektträger sind das Amt für Jugend und Familie der Stadt Graz und die AG SR4. Konkret daran beteiligt sind die Schulsozialarbeiterinnen und Schülerinnen der NMS Karl Morre, NMS Algersdorf und NMS Kepler, die Mitarbeiterinnen des Jugendzentrums EggenLend sowie Mitarbeiterinnen der sozialräumlichen Familienarbeit von affido.

Das Angebot ist aufgrund der sozio-ökonomischen Bedingungen der Familien kostenlos, niederschwellig und offen für alle Mädchen aus dem Sozialraum. Indem ihnen neue Räume und Möglichkeiten des Selbstausdrucks gegeben werden, werden insbesondere Mädchen aus bildungsferneren und sozial benachteiligten Familien gefördert. Um in die Gruppe kommen zu können, werden von den Gruppenleiterinnen die Kontaktdaten der Eltern anhand eines Anmeldeformulars eingeholt.

Die Mädchengruppe findet 14-tägig immer nachmittags zur selben Uhrzeit und an fixen Standorten (Turnsaal BORG Dreierschützengasse und Jugendzentrum EggenLend außer bei Ausflügen) statt. Die Angebote richten sich grundsätzlich an alle 10- bis 18-Jährigen, jedoch sind die meisten Teilnehmerinnen derzeit im Alter von 10 bis 14 Jahren. Es kommen Mädchen der Einzelfallhilfe des Jugendamtes, Mädchen aus dem Frauenhauswohnhaus Haus Franziska der Caritas und Mädchen, die über die Schulsozialarbeiterinnen und Besucher*innen des Jugendzentrums EggenLend zur Gruppe stoßen.

Das konkrete Programm wird mit dem Mädchen partizipativ erstellt und beinhaltet verschiedene Aktivitäten wie Sport, Tanz, Kochen, kreative Angebote, Besuche von anderen Institutionen und Bildungseinrichtungen, Workshops zu speziellen Themen uvm. Vor allem aber wird den Mädchen im Projekt ein Raum gegeben, wo sie einfach sie selbst sein sowie sich neu entdecken und gemeinsam wachsen können. So wird beobachtet, dass die Mädchen sich offener zeigen, selbstbewusser auftreten und über Themen sprechen, die sie vor Buben nicht besprechen möchten. Ebenso wurden/werden neue Freundschaften geknüpft und bestehende vertieft.

Wie gut die Mädchengruppe bei allen Beteiligten ebenso wie bei Eltern, Leitungen und Schulen ankommt, zeigt das folgende Feedback einer Mutter nach dem Besuch der Kinderrechte-Gala:.

„Danke noch einmal für die Einladung. Meine Tochter hat sich sehr gefreut und es war lustig. Ihr seid echt ein tolles Team, wirklich. Ihr seid eine Bereicherung für die Jugendlichen, manche haben es nicht leicht und ihr unterstützt sie sehr. Also ich bewundere eure Arbeit und ihr leistet sehr viel und es gehört eigentlich viel mehr getan für die Jugendlichen. Sie brauchen Menschen wie ihr seid.“

Mit der Einreichung des Projekts für den TrauDi! Kinderrechtepreis wollten wir als Projektdurchführende darauf aufmerksam machen, dass Mädchen ein Recht auf Freizeit, Spiel und Teilhabe im öffentlichen Raum haben, sowie mögliche Nachahmer*innen motivieren, ähnliche Projekte für Mädchen zu initiieren. Die erhaltene Auszeichnung bestätigt uns auf unserem Weg.

Das Preisgeld des TrauDi! kommt – natürlich – direkt den Mädchen zu Gute. Geplant ist ein spezielles Angebot basierend auf Vorschlägen der Teilnehmerinnen an der Mädchengruppe selbst, über die sie demokratisch abstimmen werden.

Abschließend soll nochmals die hervorragende Kooperation zwischen ISOP-Schulsozialarbeit, offener Jugendarbeit sowie Kinder- und Jugendhilfe unterstrichen werden, die maßgeblich zum Erfolg des Projekts beiträgt.

Und zu guter Letzt: Ein Ausbau des Projekts Mädchengruppe ist bereits in Planung!

Weiterlesen | 1 Kommentar
26
November
2019

Demokratie vermitteln – Kinderrechteworkshops in der NMS Dr. Renner

Alljährlich im November finden in den zweiten Klassen der NMS Dr. Renner in Graz Workshops zum Thema „Kinderrechte“ statt. Die Deklaration der Menschrechte und schließlich auch die Kinderrechtekonvention zählen zu sehr großen Errungenschaften der Menschheit, die es wert und wichtig sind, vermittelt zu werden, und jedes Kind hat auch das Recht diese vermittelt zu bekommen.

Am 20. November 1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die KRK – Konvention über die Rechte des Kindes. Alle Kinder der Erde, egal welcher Hautfarbe, Nationalität, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit erhielten verbriefte Rechte auf Überleben, Entwicklung, Schutz und Beteiligung (weitere Informationen auf  https://unicef.at/kinderrechte-oesterreich/kinderrechte,  Zugriff: 08.11.2019)

Die Erarbeitung der Thematik im Rahmen des Workshops beginnt mit der Vorstellung des mitgebrachten Hundestofftieres „Wauzi“. Wauzi ist schon sehr alt und hat schon viel erlebt, auch überlebt. Er lebt seit meinem ersten Weihnachtsfest bei mir zu Hause. Aber was glaubst du braucht „Wauzi“, damit es ihm gut geht? Was braucht er zum Überleben? Die Kinder dürfen hier nun kurz zu zweit und dann in der Großgruppe Ideen sammeln, die auf der Tafel aufgeschrieben werden. Essen und Trinken, Spielzeug und eine Hundehütte sind die häufigsten Antworten der Kinder. In diesem Jahr sagten die Schüler*Innen auch Liebe, eine oder einen Besitzer, Gesundheit und medizinische Versorgung, Freunde zum Spielen und einen Frisör .

In einem zweiten Schritt werden die Schüler*Innen in Kleingruppen aufgeteilt. An den Wänden werden vier Plakate aufgehängt mit folgenden Fragen:

  • Was brauchen Kinder um glücklich zu sein?

  • Was brauchen Kinder zum Überleben?

  • Wovor muss man Kinder schützen?

  • Welche Kinder brauchen besonderen Schutz?

Jede Gruppe kann zu jedem Plakat etwas beitragen. Schön zu sehen sind die eifrigen Diskussionen der Schüler*Innen, vor allem wenn es darum geht, was gebraucht wird, um glücklich zu sein. Hier fallen ganz oft Begriffe wie Playstation, Handy und Internet. Alle Beiträge werden aber auch im Plenum diskutiert und ergründet. Mit der Frage „Haben Kinder ein Recht auf all diese diskutierten Beiträge?“ wird übergeleitet auf die Thematik der Kinderrechte. Ein Video wird gemeinsam angesehen und wir besprechen die wichtigsten Punkte und Grundsätze der Kinderrechtskonvention.

Auch eine kreative Ausgestaltung und Ausarbeitung der Kinderrechte findet im Rahmen dieser Workshopreihe statt. Die Schüler*Innen bekommen die Aufgabe, ihr persönliches „Lieblings“-Kinderrecht kreativ umzusetzen. Sei es als Zeichnung, im Rahmen eines Textes oder einer Collage. Viele tolle Sachen entstehen. Die kreative Gestaltung dient dazu, sich selbst nochmals auf einer anderen Ebene mit der Konvention auseinanderzusetzen.

Den Abschluss der Workshopreihe ist jedes Jahr der Besuch der Kinderrechteworkshops, der vom Kinderbüro organisiert und gestaltet wird. Ein tolles Event im Dom im Berg mit dem Highlight für die Schüler*Innen, an diesen Workshops teilnehmen zu können. In diesem Jahr fand die Veranstaltung am 15.11.2019 statt. Vormittags die Workshops für die Schulklassen und am Abend die Kinderrechte-Gala, die für Jung und Alt alles zum Thema „Kinderrechte“ bot.

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
25
November
2019

Was tun bei Mobbing?

Wer den blog von Kinderbüro nicht kennt, sollte sich ihn anschauen:

https://kinderbuero.at/blog/

Der Beitrag über Mobbing und über Verantwortung aller Beteiligten ist sehr empfehlenswert!

Aufklären – Hinschauen – Nachfragen – Unterstützung holen – Stützen – Grenzen setzen

Dabei bei Bedarf auf die Unterstützung von KIJAs neue Koordinierungsstelle bei Mobbing kontaktieren!

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar
19
November
2019

Monat der Kinderrechte an der NMS St. Peter

Der November ist der Monat der Kinderrechte. Aus diesem Anlass fanden in der NMS St. Peter Workshops zu diesem wichtigen Thema statt. Die Kinder wurden dabei über ihre Rechte aufgeklärt und informiert. Durch verschiedene Übungen und Diskussionen wurden die nötigen Grundlagen gegeben. Die Kinder beschäftigten sich mit der Frage, was sie brauchen, um glücklich zu sein, und setzten sich so mit ihren Bedürfnissen und Wünschen auseinander.

Die 1a Klasse machte auch eine Phantasiereise ins Land der Kinderrechte. Dabei entstanden wunderbare Zeichnungen, wie sie sich ihr Wunsch-Kinderrechte-Land vorstellen.

Abschließend wurden die Kinderrechte-Workshops vom Grazer Kinderbüro im Dom im Berg besucht, bei der auch die Kunstwerke ausgestellt wurden und von allen Besucher*innen bewundert werden konnten.

Weiterlesen | Hinterlasse einen Kommentar