20
März
2022

Internationaler Tag des Glücks

Nach einer langen Kampagne von Jayme Illien, einem Berater der UNO, der in einem Waisenhaus in Kalkutta aufwuchs, wurde der Weltglückstag erstmals im Jahre 2013 eingeführt. Er wir seither alljährlich am 20. März begangen.

Jedes Jahr wird von der UNO ein World-Happiness-Report herausgegeben. Darin wird versucht, die Zufriedenheit, das „Glück“ der Bevölkerung in den verschiedenen Ländern der Erde zu messen bzw. zu vergleichen. Es gibt unterschiedliche Bewertungskriterien wie das Bruttoinlandsprodukt, soziales Zusammenleben, also wirtschaftliches und soziales Wohlergehen, Gesundheit, Lebenserwartung und Entfaltung der Persönlichkeit. Es ist ein schwieriges Unterfangen, da sehr viele Komponenten wie z.B. politische Systeme oder der Einfluss der Umwelt und des Klimas nicht berücksichtigt werden. Es handelt sich dabei um keine persönliche Befragung wie glücklich oder zufrieden die Menschen subjektiv gesehen mit ihrer Lebenssituation sind.

Im World-Happiness-Report 2020 liegt Österreich auf Platz 9, Deutschland auf Platz 17, angeführt wird die Liste von Finnland, Dänemark und der Schweiz, am Ende des Rankings liegen der Südsudan und Afghanistan.

Ziel der Vereinten Nationen ist es, das Glück bzw. die Lebenszufriedenheit der globalen Bevölkerung zu erhöhen, weil die UNO Glück als grundlegendes Menschenrecht sieht. Mit Glück ist nicht gemeint, ein ständiges Hochgefühl zu erleben, sondern im Gesamten ein erfülltes Leben zu führen.

 

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15
März
2022

#keinplatzfürhate: Gewalt- und (Cyber-)Mobbingprävention an der MS Strassgang

„Mobbing passiert jeden Tag, in ganz Österreich und überall in der Steiermark – online und offline, immer und immer wieder. Ob in der eigenen Familie, im Freundeskreis, in der Schule oder am Arbeitsplatz: Wir alle kennen jemanden, die oder der schon einmal gemobbt wurde. Das ist kein Einzelfall.“ (Amt der Steiermärkischen Landesregierung A6 – Fachabteilung Gesellschaft).

Schulsozialarbeit hat sich für 2021/22 den Jahresschwerpunkt  Gewalt- und (Cyber-)Mobbingprävention gesetzt. Mithilfe der Empowerment-Toolbox #keinplatzfürhate vom Land Steiermark wird er seit Beginn des Schuljahres auch an der MS Strassgang im direkten Schulalltag umgesetzt. Das Kalenderjahr 2021 ist vorbei und damit ist es an der Zeit für einen ersten Rückblick darauf, was bisher umgesetzt wurde.

Es war ein spannendes und vielschichtiges Jahr, woran Corona maßgeblichen Anteil hatte. Vieles haben die Kinder und Jugendlichen gelernt und besonders eines wurde ganz klar: Jeder Tag kann anders sein. Einzelne Schüler*innen sind/waren in Quarantäne, ganze Klassen wurden gesperrt und ein Alltag wie früher war oft nicht umsetzbar.

Auch ohne Corona treten im Jugendalter häufig Spannungen und Konflikte auf. Klare, wertfreie und respektvolle Kommunikation ist gefragt – und will erst einmal gelernt sein. In sechs von acht Klassen wurden daher bis Ende 2021 dreizehn Übungseinheiten zu Gewalt- und (Cyber-)Mobbingprävention abgehalten und gemeinsam mit den Jugendlichen durchgeführt. Dabei deckte die Empowerment-Toolbox vom Land Steiermark einen kleinen Teilbereich ab.

Zu Beginn wurde in jeder einzelnen Klasse mithilfe eines Handouts Mobbing definiert und über Gewalt sowie Grenzen gesprochen. Weiters wurden in Gesprächen auf Klassenebene eigene Mobbingerfahrungen und Grenzüberschreitungen besprochen. Ein zentraler Punkt in den Workshopeinheiten war zu bewirken, dass die Jugendlichen über ihre Unterstützungssysteme Bescheid wissen (innerhalb der Familie, in der Schule und außerhalb), und ihnen niederschwellig Anlaufstellen plakativ vorzustellen. So lernten die Schüler*innen lebensweltnahe die Kinder- und Jugendanwaltschaft, Rat auf Draht sowie Time4friends vom Österreichischen Jugendrotkreuz  kennen. Gemeinsam wurden diese Anlaufstellen über den Klassenbeamer online begutachtet und ihre Kontaktaufnahmemöglichkeiten präsentiert. Alle Schüler*innen bekamen nach den Workshopeinheiten ein Handout mit nach Hause mit dem Auftrag,  mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten darüber zu sprechen. Daraufhin ergaben sich auch vermehrt Elterngespräche/Telefonate, wo ebenfalls über die Definition von Mobbing gesprochen wurde bzw. auch die Anlaufstelle der Kinder- und Jugendanwaltschaft für Schüler*innen- und Elternberatung bekannt gemacht wurde.

Auf Lehrer*innen-Ebene fanden vermehrt Pausengespräche statt und es kam durchwegs die Rückmeldung, dass das Thema Mobbing und Prävention allgegenwärtig ist und viel zu wenig Platz im Schulalltag erhält. Diese Auffälligkeiten, Ansichten und Erfahrungen können von Schulsozialarbeit nur geteilt und bestätigt werden. „Mobbing passiert jeden Tag“ – auch nach vereinzelter Workshops, auch nach vielen Einzel- und Gruppengesprächen.

Das Jugendalter ist herausfordernd. Kinder und Jugendliche brauchen Unterstützung und Orientierung, brauchen Grenzen und Erfahrungen von Anderen, sodass sie im Kollektiv selbstständig und selbstbestimmt handeln können. Dabei bietet Schulsozialarbeit eine helfende Hand an.

 

 

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8
März
2022

Weltfrauentag

Am 8. März findet alljährlich der internationale Frauentag oder Weltfrauentag statt. Hierbei handelt es sich um einen Feiertag, der als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg ins Leben gerufen wurde. Thematisiert werden vor allem der Kampf um die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Männern und Frauen, der Kampf um das allgemeine Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von ArbeiterInnen. Erstmals wurde der Tag am 19. März 1911 gefeiert, allerdings wurde er durch einen Beschluss der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen in Moskau im Jahr 1921 offiziell auf den 8. März verlegt. Auch noch heute feiern wir diesen Tag. Ein wichtiger Anhaltspunkt in Österreich ist dafür das UN Women Nationalkomitee Österreichs, das sich auch über diesen Tag hinaus für die Gleichstellung von Männern und Frauen einsetzt.

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4
März
2022

#StandWithUkraine

Statement

(hier auch als pdf)

Wir, als Vertreter:innen der steirischen Jugendarbeit haben den Auftrag, junge Menschen bei ihrer Entwicklung zu aktiven, inklusiven, verantwortungsvollen und demokratischen jungen Bürger:innen zu unterstützen.

In diesem Gedanken und durch unser europäisches Netzwerk sind wir verbunden mit der Jugendarbeit und mit den Jugendlichen in der Ukraine.

Deswegen drücken wir an dieser Stelle unsere Betroffenheit über den russischen Angriff auf die souveräne Republik der Ukraine aus. Unsere Solidarität gilt der gesamten ukrainischen Bevölkerung.

Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Demokratie sind das Fundament für Frieden in unserem Europa, das sich besonders im heurigen „European Year of Youth“ den Chancen und Perspektiven von Jugendlichen widmet.

Wir rufen die Europäische Union und all ihre Mitgliedsstaaten deshalb dazu auf, intensiv auf eine diplomatische Lösung dieses Konflikts hinzuarbeiten und gemeinsam ein friedliches und inklusives Europa aufzubauen.

 


 

We, as representatives of the Styrian youth work, have the mission to support young people in their development into active, inclusive, responsible and democratic young citizens.

In this thought and through our European network we are connected with the youth work and with the young people in Ukraine.

Therefore, we express here our consternation about the Russian attack on the sovereign republic of Ukraine. Our solidarity is with the entire Ukrainian population.

The rule of law, human rights and democracy are the foundation for peace in our common Europe, which is especially dedicated to the opportunities and perspectives of young people in this year‘s „European Year of Youth“.

We therefore call on the European Union and all its member states to work intensively towards a diplomatic solution to this conflict and build a peaceful and inclusive Europe together.

Die Vertreter:innen der steirischen Jugendarbeit:
Landesjugendbeirat
Fachstellennetzwerk für Jugendarbeit und Jugendpolitik
Dachverband der Offenen Jugendarbeit

#StandWithUkraine

 

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1
März
2022

Grenzen – meine, deine, unsere!

Mädchen kommen in die Beratung zur Schulsozialarbeit und erzählen, dass sie sich in ihrer Klasse nicht mehr so wohl fühlen. Sie werden von den Jungen angestarrt und permanent mit Bemerkungen konfrontiert, die ihnen zu nahe gehen. In niederschwelligen Pausengesprächen erzählen Jungen, dass die Mädchen sich ständig über ihre Größe lustig machen. Auch in Workshops zum Thema Kommunikation und Bekleidung zeigt sich immer wieder, dass Schüler*innen mit gewissen Handlungen oder Aussagen ihrer Mitschüler*innen Schwierigkeiten haben.

In Gesprächen wird nicht nur deutlich, dass es den betroffenen Schüler*innen schwer fällt, Strategien gegen solche „Grenzverletzungen“ zu entwickeln, sondern auch, dass den sogenannten „Tätern“ meist gar nicht bewusst ist, was sie sagen oder tun und erst recht nicht, was sie dadurch verursachen. Jede Handlung, Aussage oder Berührung wirkt sich aber auf das Gegebenüber aus und jede*r empfindet es anders. Was für den einen Spaß ist, kann für den anderen zu nah und sehr belastend sein. Und so entstand bei der Schulsozialarbeit die Idee, einen Workshop zum Thema „Grenzen“ anzubieten.

Ziel des Workshops war es, über die eigenen Grenzen nachzudenken und sich ihrer bewusst zu werden, um in weiterer Folge auch zu lernen, die Grenzen seiner Mitmenschen zu erkennen und zu respektieren. Das Ergebnis sollte eine Vereinbarung zwischen den Klassenkamerad*innen sein, die die Grenzen jedes einzelnen in der Klasse respektieren.

Um die eigenen Grenzen zu erkennen, füllten die Schüler*innen einen Fragebogen aus, der anregte, darüber nachzudenken, wer aus dem eigenen Umfeld was darf (z.B. etwas in meiner Schultasche suchen, mich umarmen, meine Hand nehmen, etwas über mein Äußeres sagen, mir ans Knie fassen…). Anfangs wurden manche Aussagen ins Lächerliche gezogen, aber einige erkannten, dass es an gewissen Punkten für sie Grenzen gibt, die ihnen bis jetzt gar nicht bewusst gewesen waren.

Im Anschluss daran sammelte die Klasse Ideen, wie die Grenzen der Mitmenschen erkannt werden können, denn nur, wer ihre Grenzen kennt, kann sie auch respektieren.

Ein gutes Miteinander ist immer davon abhängig, was jede*r einzelne dazu beitragen kann, und so erarbeiteten die Schüler*innen Strategien, Grenzen zu schützen und zu akzeptieren. Diese wurden in Form einer Ampel dargestellt:

Grün: Was kann ich tun, damit die Grenzen aller in der Klasse eingehalten werden?
Hier wird unbedingt auch das Thema Zivilcourage aufgegriffen. Es ist immer richtig, Hilfe zu holen!

Orange: Was kann ich tun, damit meine Grenzen eingehalten werden?
Wie kann ich mich selbst schützen?

Rot: Was überschreitet meine Grenzen, was ist mir zu nah, welche Aussagen belasten mich, was stört mich?
Hier haben die Schüler*innen noch einmal die Möglichkeit, klar zu machen, wo ihre Grenzen überschritten werden.

Diese Ampel dient als Vereinbarung, dass alle in der Klasse darauf achten, dass die roten Punkte nicht überschritten werden. Um das zu festigen, kann die Ampel auch von den Schüler*innen unterschrieben und in der Klasse aufgehängt werden.

Als Abschluss wurde noch eine Übung gemacht, bei der eine Person auf die andere zugeht, bis ihre Grenze erreicht ist. Diese Übungen kann in unterschiedlichen Varianten durchgeführt werden und zeigt wieder, wie ich die Grenzen meines Gegenübers erkennen und meine eigenen aufzeigen kann.

Gespräche in Beratungen oder in den Pausen ergaben, dass sich die Situation in der Klasse nach dem Workshop etwas verbessert hatte und sich die Schüler*innen dadurch wieder wohler fühlten.

Dieser Workshop soll die Schüler*innen aufmerksamer machen, aber auch sie ermutigen, sich für ihre Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen stark zu machen.

 

 

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15
Februar
2022

Sexualpädagogische Workshops in Schulen

Der Grundsatzerlass Sexualpädagogik verankert das Thema Sexuelle Bildung bereits seit 50 Jahren als Unterrichtsprinzip an den Schulen (https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/rs/1997-2017/2015_11.html). Dennoch findet es sich weder flächendeckend in den Curricula der Ausbildungen für Lehrer*innen, noch gibt es standardisierte Ausbildungen für Sexualpädagog*innen in Österreich. Zusätzlich sorgt die Thematik der externen Workshop-Anbieter auch medial immer wieder für großes Aufsehen, was Eltern verunsichert – und damit auch Lehrer*innen.

Was gilt es bei externen Anbieter zu beachten?

Über die Schulsozialarbeit ist es relativ einfach, sich professionelle Unterstützung in puncto Sexueller Bildung an die Schule zu holen. Die Inhalte des klassischen Biologie-Aufklärungsunterricht decken Themen wie Verliebtsein, Pornografie, Umgang mit Medien und Beziehung, Erstes Mal und Diversität oft nicht ab. Für all diese Themen gibt es Expert*innen, die die Lebenswelten der Jugendlichen gut kennen und sich ausreichend Zeit nehmen. Auf der Plattform Sexuelle Bildung (https://sexuellebildung.at/aktuelles/statement-sexualpadagik-externer-vereine-in-schulen/) können sich alle Interessierten einen Überblick über die anbietenden Vereine verschaffen; insbesondere über das Netzwerk Sexuelle Bildung in der Steiermark.

Jeder Anbieter hat unterschiedliche Schwerpunkte und Fördervorgaben. Bei der Buchung sollte geklärt werden, ob die Workshops kostenlos oder teilfinanziert sind, wie viele Stunden sie dauern, ob Eltern- und Lehrer*innengepräche ebenfalls involviert sind, welche räumliche Ausstattung es braucht (z.B. um Gruppen zu teilen) und welche Inhalte in etwa besprochen werden.

Für die Vorbereitung der Workshopleiter*innen ist es außerdem hilfreich zu erfahren, ob Materialien in unterschiedlichen Sprachen benötigt werden, Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen in der Klasse sind und ob noch zusätzlich Schulassistent*innen dabei sein werden.

Eine Ankündigung (anstatt einer „Überraschung“) solcher Workshops für Kinder und Jugendliche ist zudem unumgänglich, wenn ein traumapräventiver Umgang gewährleistet werden soll. Rein statistisch, ist es sehr wahrscheinlich, dass in jeder Klasse Jugendliche anwesend sind, die Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt gemacht haben. Sie sollen sich bewusst oder unbewusst auf etwaige Trigger einstellen können.

Um etwaigen Konflikten mit Eltern vorzubeugen, empfiehlt sich auch eine Elterninformation vom anbietenden Verein und/oder ein Elternabend, um die Themen der Workshops zu klären. Die „stille Post“ der Schüler*innen macht aus einem vom Bundesministerium geförderten Aufklärungsfilm schnell mal einen „Porno“ und versetzt somit Eltern leicht in Angst und Schrecken. Besonders deshalb ist ein guter Austausch zwischen Externen, Schulleitung, Lehrpersonen und Eltern notwendig.

Sexuelle Bildung im eigenen Unterricht

Für Sexuelle Bildung braucht es nicht unbedingt das Fach Biologie. Als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip kann etwa der Gender Pay Gap in Mathematik herangezogen werden, Geschlechterrollen, Beziehungs- und Familienformen lassen sich in allen Sprachen, in Psychologie, Ethik und Geschichte gut als Diskussionsthemen unterbringen, ebenso der Zusammenhang von Care-Arbeit und Migration im Geografie und Wirtschaftskunde-Unterricht. Pubertäre Hormoncocktails können in Chemie beleuchtet sowie das nachhaltigste und kostengünstigste Menstruationsprodukt berechnet werden. Auch die Frage, wie der Pearl-Index, der die Verhütungssicherheit angibt, zustande kommt, kann ein spannendes und praxisnahes Thema für den Mathematikunterricht sein. Selbst Gewaltprävention lässt sich im Sportunterricht problemlos einfügen, indem Konsens vor dem Sichern der Schüler*innen bei diversen Übungen geübt wird.

Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, dem Grundsatzerlass Sexualpädagogik gerecht zu werden. Für weitere Hilfestellungen empfehlen wir folgende Online-Quellen:

Hilfreiche Informationen für Lehrer*innen und Eltern

Im Internet gibt es eine Vielzahl an Materialien und Handreichungen für den Unterricht. Hier eine kleine Auswahl zu verschiedenen Themen und für unterschiedliche Zielgruppen:

Informative und niederschwellige Cartoons zu Geschlecht, Identität, sexualisierter Gewalt, Sprechen über Sexualität und vieles mehr – unter:
https://ausgesprochen.jetzt/

Gesundheits- und Rechtsinformationen rund um Liebe und Sexualität in vielen Sprachen (auch Gebärdensprache, zum Anhören, auf Arabisch, Farsi, Türkisch, etc.) – unter: https://www.zanzu.de/

Aktuelle Infos und Lehrmaterialien rund um Medien und Sexualität findet mensch auch auf:
https://www.schau-hin.info/,
https://www.klicksafe.de/,
https://www.saferinternet.at/,
https://www.youtube.com/c/wienerm%C3%A4dchenchannel

Broschüren in leichter Sprache für Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen gibt es kostenlos bei pro familia zu bestellen:
https://www.profamilia.de/publikationen/themen/in-leichter-sprache

Umfangreiche Materialien zu Diversität und Geschlecht für den Unterricht gibt es bei Queerformat:
https://www.queerformat.de/category/material-schule/,
https://www.queerformat.de/handreichung-bio-divers/,
https://www.queerformat.de/broschuerenquartett-wie-sie-vielfaeltige-lebensweisen-in-ihrer-schule-unterstuetzen-koennen/

Das Thema Menstruation bearbeitet das österreichische Unternehmen Erdbeerwoche auf ihrer Webseite https://erdbeerwoche.com/. Ihre Plattform „Ready for Red“ wurde für Mädchen und Burschen für die Sekundarstufe I entwickelt:
https://www.ready-for-red.at/start/

 

 

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8
Februar
2022

Safer Internet Day

Immer im Februar findet der ,,Safer Internet Day“ statt, der von der Europäischen Kommission ausgerufen wurde. 2022 ist der Aktionstag heute, am 8. Februar.

Das ,,World Wide Web“ bietet uns viele Vorteile im Alltag, aber auf der anderen Seite gibt es auch Gefahren, über die sich die oft jungen Nutzer*innen nicht oder kaum bewusst sind. Um auf diese Risiken aufmerksam zu machen, wird in Österreich seit 2003 der ,,Safer Internet Day“ veranstaltet. Mittlerweile gibt es diesen Aktionstag weltweit in über 100 Ländern.

Durch den ,,Safer Internet Day“ sollen insbesonder Kinder, Jugendliche sowie ihre Erziehungsberechtigten, aber auch Lehrpersonen für die vielfältigen Gefahren sensibilisiert werden, die im Internet auftauchen können. Verschiedene Projekte sollen dabei helfen, dass die jungen Nutzer*innen Verantwortung im Umgang mit dem Netz erlernen.

Auch der ISOP-Schulsozialarbeit ist es ein Anliegen, dass die junge Generation im Internet sicher unterwegs ist. Daher werden vor allem Workshops für die Schüler*innen angeboten, in denen sie die Möglichkeit haben, das Thema in Gruppenarbeiten sowie alle gemeinsam in der Klasse zu erörtern oder auch sich durch spezifische Übungen Wissen über einen sicheren Umgang mit dem Internet anzueignen. Außerdem bietet die ISOP-Schulsozialarbeit den Schüler*innen ebenso wie ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten in Form von Beratungen Gespräche über die Gefahren im Internet sowie über eine sichere Internetnutzung an. Die ISOP-Schulsozialarbeit ist darum bemüht, einen Beitrag für einen verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit den digitalen Medien zu leisten – ganz nach dem Safer-Internet-Motto: ,,Together for a better Internet“.

 

 

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25
Januar
2022

Ein- und Rückblick in das erste Schulhalbjahr an der MS Kapfenberg Stadt

Die Semesterferien stehen vor der Tür. Zeit, um einen kurzen Rückblick auf die erste Hälfte des dritten von Corona geprägten Schuljahres zu werfen:

Im September begann die Schule für die bereits corona-erprobten Schüler*innen quasi normal – in voller Klassenzahl, aber mit Maske und nun regelmäßigen PCR- und Antigen-Tests, was die Jugendlichen bereits zu richtigen Testprofis gemacht hat.

Durch den Lockdown im November haben sich die Klassengefüge zwar wieder ein wenig verändert – einige Klassen waren fast vollzählig an der Schule, andere oftmals von Quarantäne geplagt und in wieder anderen Klassen entschieden sich viele Jugendliche fürs Homeschooling –, aber nichtsdestotrotz haben sich die Schüler*innen der ersten Klassen bereits gut eingelebt. Vor allem deshalb, weil die ersten Schulwochen im September und Oktober besonders für Projekte zur Stärkung der Klassengemeinschaft genutzt werden konnten. Auch die Lehrer*innen sind nun allen Neuanfänger*innen bekannt und sie wissen bereits, welcher Lehrkraft was besonders wichtig ist.

Die zweiten und dritten Klassen sind trotz Corona bereits gut im Mittelschulalltag angekommen, auch wenn im Februar die Skikurswoche der Sportklassen der 2. und 3. Schulstufe an der MS Kapfenberg Stadt nun leider doch nicht stattfinden kann. Stattdessen können hoffentlich Sporttage im Sommer als Ersatz umgesetzt werden.

Die Schüler*innen der vierten Klassen freuen sich auf den bevorstehenden Abschluss der Mittelschulzeit. Gleichzeitig beginnen viele Jugendliche aber trotzdem, den geschützten Rahmen, den die Schule bietet, zu schätzen, und sind unsicher, was sie nun erwarten wird. Die berufspraktischen Tage, die hoffentlich wie gewohnt stattfinden können, sollen die Jugendlichen bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Aus schulsozialarbeiterischer Sicht ist das heurige Schuljahr geprägt vom diesjährigen Mobbingpräventionsschwerpunkt „Kein Platz für Hate“. Der Begriff „Mobbing“ hat in den Schulalltag längst Einzug gehalten, aber was das Wort eigentlich bedeutet und wie es sich von anderen Formen von Gewalt und Konflikten unterscheidet, wissen die wenigsten.

Ein spezieller Workshop zum Thema „Cybermobbing“ ist gerade in einer Zeit, in der die Schüler*innen oft auch in ihrer Freizeit auf den virtuellen Austausch reduziert sind, besonders wichtig. Das Wissen um strafrechtliche, wie auch das Deutlichmachen von psychischen Konsequenzen – nicht nur für die Betroffenen, sondern für die ganze Klasse – ist für viele Schüler*innen neu.

Den Selbstwert der Jugendlichen im Rahmen von Workshops zum Thema Zivilcourage zu stärken und ihnen ein Handwerkzeug zu geben, sich selbst als wirksam zu erleben, wird mit großer Begeisterung von den Schüler*innen angenommen.

Mit neugierigem und offenem Blick schauen wir nun ins zweite Schulhalbjahr, das uns weiterhin Flexibilität abverlangen wird, aber auch Mut und Vertrauen schenken soll.

 

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18
Januar
2022

Die „Dezember-Challenge“

in Kooperation mit dem Jugendzentrum ECHO

Ein großer Teil der Schüler*innen musste in diesem Schuljahr quarantänebedingt bereits viele Tage, teilweise sogar mehrere Wochen zuhause bleiben. Weder die Schule noch diverse Freizeitangebote durften besucht werden. In Lockdown 1 und 2 hatten die meisten Schüler*innen auf Alltag, Aktivität, Schulbesuch und gemeinsame Freizeitgestaltung gehofft und jede Möglichkeit auf persönliche soziale Kontakte genutzt. Spätestens in Lockdown 4 wurden Frustration und Passivität aber zunehmend spürbar: Die Kinder und Jugendlichen zogen sich mehr und mehr zurück, manche verließen kaum noch ihre Zimmer, geschweige denn die Wohnung. Die Schulsozialarbeiter*innen bemühten sich darum, trotz allem mit möglichst vielen Schüler*innen in Kontakt zu bleiben – unabhängig davon, ob sie den Präsenzunterricht besuchten oder zuhause geblieben waren.

Die Schulsozialarbeit der MS Fröbel und das Jugendzentrum ECHO arbeiten seit Jahren eng zusammen. Es gibt eine gemeinsame Mädchengruppe, eine Bubengruppe und themenspezifische Aktionen. Die Angebote werden vor allem nach dem jeweils aktuellen Bedarf und den covidbedingten Möglichkeiten gestaltet. Bereits in den vorangegangenen Lockdowns hatte es sich bewährt, sich über wahrgenommene Schwierigkeiten auszutauschen und dementsprechend bedarfsorientierte Angebote zu setzen. Anfang Dezember schilderte eine Schülerin, die zwar den Präsenzunterricht nicht besuchte, aber am Nachmittag zu den erlaubten Einzelgesprächen ins Jugendzentrum ECHO kam, der Schulsozialarbeiterin und den ECHO-Mitarbeiter*innen sehr eindrücklich die Gefühle, die dazu führen, dass sich Jugendliche zurückziehen und beispielsweise auch über ihre Traurigkeit nicht mehr sprechen wollen. Es erschien ihr als Herausforderung, wieder aktiver zu werden, wieder hinaus zu gehen, wieder soziale Kontakte pflegen zu wollen. Die Idee zur „Dezember-Challenge“ war geboren.

Gemeinsam wurden Aufgabenstellungen kreiert, deren Absolvierung allen Kindern und Jugendlichen möglich sein sollten. Egal ob zuhause, zu zweit, in der Schule oder direkt im Jugendzentrum – für jede Lebenssituation sollten lösbare Aufgaben dabei sein. Ziel war es, die Schüler*innen zu motivieren und zu aktivieren und ein „Gemeinsam-Gefühl“ entstehen zu lassen. Die Aufgabenstellungen, die von Bewegungsangeboten bis hin zu kreativen Arbeitsaufträgen reichten, wurden in einem Brief verschriftlicht (siehe Foto). Die Briefe wurden dann von der Schulsozialarbeiterin und den ECHO-Mitarbeiter*innen an interessierte Kinder und Jugendliche ausgegeben.

25 Schüler*innen nahmen an der Challenge teil, lösten ihre Aufgaben alleine oder in Kleingruppen, konnten sich selbst und andere motivieren. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten (Bewegung, Basteln, Rätsellösen, Fotobearbeitung, …) konnten sogar einige Schüler*innen erreicht werden, die davor bei außerschulischen Freizeitangeboten noch nicht dabei gewesen waren.

Damit alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit hatten, zumindest einen Teil der Aufträge erfüllen zu können, war dafür acht Tage lang Zeit. Die Mehrzahl von ihnen brachte die jeweiligen „Beweise“ aber bereits im Laufe der Challenge selbständig ins ECHO. Einige Schüler*innen nutzten auch die Chance, das Jugendzentrum gegen Ende der Challenge in Begleitung der Schulsozialarbeiterin besuchen zu dürfen. Die Teilnehmer*innen bekamen ihre Gewinne, je nachdem wie viele Aufgaben sie gelöst hatten (vorbereitete Papiertüten mit Salzgebäck, Süßigkeiten, einer Mandarine und Überraschungsgutscheinen). „Nebenbei“ konnte sowohl in der Schule, als auch im Jugendzentrum, einzeln und in Kleingruppen über das fordernde Jahr 2021 gesprochen werden – mit besonderem Fokus auf die persönlichen Ressourcen und Resilienzfaktoren.

 

 

 

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11
Januar
2022

Die Pausenecke an der MS Kapfenberg

Ein Beispiel für niederschwellige, aufsuchende Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit an der MS Kapfenberg Stadt umfasst wie an allen Standorten mit diesem Angebot sowohl Einzelberatung als auch Gruppenarbeit mit und in den Klassen. Zusätzlich können spezielle Gruppenangebote auch in der Freizeit stattfinden.

Vereinfacht dargestellt gibt es vier Möglichkeiten, wie es zu Kontakten zu den Kindern und Jugendlichen kommt:

  • Die Kinder und Jugendlichen selbst suchen den Kontakt, indem sie mit einem konkreten Anliegen um einen Termin bei dem/der zuständigen Schulsozialarbeiter*in bitten.

  • Aus einem niederschwelligen Kontakt in der Pause folgt eine Beratung.

  • Eltern, Erziehungsbeauftrage, Lehrer*innen, die Schulleitung und/oder andere Beteiligte wenden sich an die Schulsozialarbeiter*innen wegen Unterstützung, woraufhin den Kindern und Jugendlichen je nach Thema Beratungen oder Workshops in der Klasse angeboten werden.

  • Die Schulsozialarbeiter*innen selbst erkennen aufgrund von Beobachtungen in den Klassen oder aufgrund von Informationen von anderen, z.B. von Schüler*innen, den Bedarf und laden sie zu einer Beratung ein.

Über diese Wege gelingt es in der Regel sehr gut, vielen Kindern und Jugendilchen Unterstützung anzubieten und ihre Anliegen zu bearbeiten. Manche, die vielleicht Bedarf an einer Beratung hätten, können so allerdings nicht erreicht werden. Dabei handelt es sich oft um jene, die kaum „auffallen“ und sich nicht trauen, sich selbst an den/die Schulsozialarbeiter*in zu wenden. Um auch diese Schüler*innen zu gewinnen, ist Vertrauens- und Beziehungsaufbau über sehr niederschwellige und aufsuchende Sozialarbeit erforderlich. Im Idealfall lassen sich diese Kinder und Jugendlichen gewissermaßen durch ihr tägliches Leben begleiten und, wenn sie dann ein konkretes Anliegen haben, sind sie jederzeit gern dazu bereit, Gespräche mit der/dem Schulsozialarbeiter*in zu führen oder sogar zu suchen, wenn es notwendig erscheint.

Ein niederschwelliger und verlässlicher Zugang zu den Kindern ist die pro-aktive Pausenarbeit in den Schulen. Dabei geht es darum, in den Pausen als Schulsozialarbeit präsent zu sein und aktiv auf die Schüler*innen zuzugehen, um in ungezwungener Atmosphäre Kontakt mit ihnen aufzunehmen, und zwar sowohl im Schulhof und auf den Gängen als auch in den Klassen. Zielgruppe sind hier insbesondere jene Kinder und Jugendlichen, die noch bei keiner Beratung waren bzw. den/die Schulsozialarbeiter*in nicht gut (genug) kennen. Die Bandbreite der Pausenarbeit reicht von zwanglosem Smalltalk mit einzelnen Schüler*innen bis zu fixen freiwilligen Angeboten. An der MS Kapfenberg wurde dafür eine eigene Pausenecke eingerichtet. Sie ist einschließlich aller in einem Schrank gelagerten (Spiel-)Materialen den ganzen Tag über für alle frei zugänglich, wird aber in der Praxis nur während der Pausen genutzt, wenn der/die Schulsozialarbeiter*in anwesend ist.

Pausenecke der Schulsozialarbeit in der Mittelschule Kapfenberg Stadt

In der Pausenecke an der MS Kapfenberg stehen die Schulsozialarbeiter*innen für lockere Gespräche und Spiele zur Verfügung. Der Fokus liegt dabei auf dem gegenseitigen Kennenlernen und auf unbeschwerter Unterhaltung. Darüber hinaus ist es selbstverständlich auch möglich, einen Termin für ein längeres Gespräch oder eine richtige Beratung zu vereinbaren.

Ein positiver Nebeneffekt der Pausenecke ist es, dass sie samt aller dort aufliegenden Informationen über Erreichbarkeit und aktuelle Angebote der Schulsozialarbeit, aber auch des Jugendzentrums für alle sichtbar ist und so Kinder, Jugendliche, Erziehungsverantwortliche sowie das Schulpersonal an die Schulsozialarbeiter*innen im Schulgebäude und ihre Angebote erinnert.

Pausenecke der Schulsozialarbeit in der Mittelschule Kapfenberg Stadt

 

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