24
Mai
2022

3-Minuten-Tagebuch

„Du bist mutiger als du glaubst, stärker als es scheint und klüger als du denkst“ (Pu der Bär)

Das 3-Minuten-Tagebuch ist eine Abwandlung von zig bereits vorhandenen Versionen, die ihren Ursprung in der positiven Psychologie haben. So findet man Titel wie Dankbarkeitstagebuch, 6-Minuten-Tagebuch, Glückstagebuch oder die „Was ist heute gut gelaufen-Übung“. Aber eines haben all diese Formate gemeinsam: Es geht um tägliche Selbstreflexion, darum den Fokus auf das Gute in sich selbst und um sich selbst herum zu lenken.

Im Fall der hier vorgestellten Version sind es täglich 3 Minuten Zeit, die man sich für sich selbst nimmt, um eben genau diesen Impulsen auf den Grund zu gehen und sie in schriftliche Form zu bringen. Dabei ist auch zeichnen erlaubt. Und hier sind wir schon beim Wesentlichen der Übung: Alles ist erlaubt! Die Impulsfragen im Buch sind nur als Unterstützung zu sehen und die Frage, welche drei Dinge während des Tages gut gelaufen sind, stellt den Kern der Übung dar.

Das 3-Minuten-Tagebuch kann in den Unterricht integriert oder auch im Beratungssetting eingesetzt werden. Außerdem bietet es am Ende leere Seiten, die mit weiteren Übungen zur Selbstwertstärkung und/oder Ressourcensuche  versehen werden können.

Eines sei noch angemerkt: Übung macht den/die Meister*in. Aussagen wie „Da fällt mir ja nix ein“ oder „Mir ist nix Gutes passiert“ sollen nicht entmutigen. Es gilt dran zu bleiben, denn mit der Zeit wird es immer leichter werden, (auch) das Positive zu sehen. Vielleicht hilft der Hinweis, dass die drei Dinge auf den ersten Blick nicht weltbewegend sein müssen (z.B. „Ich habe heute in Deutsch eine schwierige Frage beantwortet“ oder „Ich habe einen schönen Nachmittag mit meinen Freunden verbracht“).

Schon 3 Minuten am Ende des Tages können helfen, zur Ruhe zu kommen, den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen und sich auf das Positive zu konzentrieren. Kleine Freuden können stärker wahrgenommen werden, auch das Banale darf Platz finden, das sonst als selbstverständlich gesehen wird. Und man kann sich an die guten Dinge zurückerinnern, wenn es einem einmal nicht so gut geht.

 

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