19
Januar
2021

Helfer*innen für ein gutes Miteinander

„Bei uns ist Schule mehr als Unterricht“, ist bereits im Eingangsbereich der NMS Fröbel zu lesen. Die stetige Weiterentwicklung der Schule und das Bestreben, jede Herausforderung individuell und bestmöglich zu meistern, vor allem aber die Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, zeichnen die NMS Graz-Fröbel ganz besonders aus. In diesem Sinne startete im letzten Schuljahr ein Projekt für interessierte Schüler*innen, das kontinuierlich erweitert werden soll: einige Mädchen und Buben fungieren als „Helfer*innen für ein gutes Miteinander“.

Nach einer schriftlichen Bewerbungsphase fanden persönliche Gespräche mit dem Schulleiter, der Klassenvorständin und der Schulsozialarbeiterin statt. Sieben Jugendliche beeindruckten die Erwachsenen mit individuellen Blickwinkeln und der Bereitschaft, sich einzubringen.

Die drei Mädchen und vier Buben trafen sich seit Dezember 2019 regelmäßig als jugendliche Berater*innen mit dem Schulleiter und der Schulsozialarbeiterin, um an einem guten Miteinander zu arbeiten.

Was nun aber ist ein „gutes“ Miteinander?

Genau das soll anhand konkreter Situationen besprochen werden. Das erste aufgegriffene Thema war die Pausengestaltung. Analysiert und offen besprochen wurde die aktuelle Pausensituation und welche Herausforderungen sie mit sich bringt. Die sieben Schüler*innen brachten ihre Vorschläge und Anregungen ein, die Umsetzbarkeit wurde diskutiert und Möglichkeiten benannt. In dieser Form werden weitere aktuelle Themen und Fragen gemeinsam bearbeitet.

Die jugendlichen Helfer*innen haben nicht die Aufgabe, die Konflikte anderer zu schlichten oder Probleme anderer zu lösen. Es geht darum, gemeinsam Alltagssituationen zu besprechen, etwaige Sorgen zu äußern, und die Lebenswelt Schule gemeinsam noch besser zu machen.

Auf den Multiplikator*inneneffekt setzend, bietet die Schulsozialarbeiterin den Helfer*innen von März bis Juni 2020 wöchentlich Module aus den Themenbereichen Kommunikation und Konfliktlösung an.

Zielsetzung 2020/2021:

  • Die jugendlichen Helfer*innen sind als Berater*innen der Schulleitung und der Schulsozialarbeit tätig. Da sie herausfordernde Situationen des Schulalltages aus der Perspektive der Schüler*innen wahrnehmen, ist deren Sichtweise ein besonders wertvoller Beitrag in der Planung von beispielsweise gewaltpräventiven Maßnahmen.

  • Die Helfer*innen sind Multiplikator*innen zum respektvollen und achtsamen Umgang miteinander.

  • Die Helfer*innen sind Ansprechpersonen für neue Schüler*innen der NMS Fröbel (in Einzel- und Gruppenaktivitäten).

  • Die Helfer*innen sind Vertrauenspersonen ähnlichen Alters, nehmen etwaige Sorgen und Probleme von Mitschüler*innen wahr und leiten erforderlichenfalls Unterstützungsmaßnahmen ein.

Die engagierten Jugendlichen sind auch bereit, dafür einen Teil ihrer Freizeit zur Verfügung zu stellen. Sie wissen, dass es in ihrem weiteren Leben, ob beruflich oder privat, genau darauf ankommen wird: auf verantwortungsbewusstes Mitgestalten und auf ein gutes Miteinander.

*Wir warten aktuell auf die Möglichkeit dieses Projekt weiterführen zu können, was Coronabedingt leider nicht, so wie geplant, möglich ist,

 

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