7
Dezember
2020

Gemeinsam kreativ sein – wir haben einen Plan!

Die Mädchengruppe ist ein Freizeitangebot der Schulsozialarbeit, das im Sozialraum 2 seit Jahren ein gut integriert ist. Regelmäßig treffen sich die Mädchen mit uns, um alles Mögliche gemeinsam zu unternehmen, zum Beispiel um zu basteln, zu kochen, zu spielen oder einfach nur zu reden. Dabei ist es uns von Schulsozialarbeit sehr wichtig, den Mädchen eine offene und ungezwungene Atmosphäre zu bieten, also einen Raum zu schaffen, in dem sie sich wohl und verstanden fühlen. Es gibt immer ein offenes Ohr für alle Angelegenheiten und eines ist immer dabei: SPAß!

Für die Mädchengruppe in diesem Schuljahr hatten wir viele, schöne Pläne und dann das: Lockdown! Nach nur zwei gemeinsamen Terminen. Es gehört zu den obersten Zielen von Schulsozialarbeit, für die Mädchen da zu sein und ihnen auch in diesen schwierigen Zeiten ein kleines Stück Routine zu bieten. Und dazu gehört ganz klar die Mädchengruppe am Mittwochabend. Deshalb waren wir fest entschlossen, uns von unseren Vorhaben nicht abbringen zu lassen und trotzdem in der Gruppe kreativ zu sein. Soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten sind ebenso wertvoll wie wichtig und müssen gefördert werden. Und wenn das live nicht geht, dann eben online und auf dem eigenen Sofa. Aus dem ersten Lockdown wussten wir schon, dass sich die diversen Social-Media-Kanäle zur Kommunikation gut nutzen lassen. Auch sonst waren wir diesmal besser vorbereitet als im Frühling.

In der Woche vor dem Lockdown entwickelten wir zusammen mit den Mädchen schnell neue Ideen, was wir machen können und wie sich das alles am besten umsetzen lässt. Dabei war nicht wenig Kreativität gefragt. Wir machten ein neues Programm für die Online-Mädchengruppe. Außerdem wurde für jedes Mädchen ein kleines Paket mit Bastelmaterialen zusammengestellt und am Montag vor dem Lockdown noch schnell an alle Teilnehmerinnen ausgeteilt. So wurde sichergestellt, dass alle die notwendigen Materialien zu Hause haben und wir gemeinsam kreativ sein können. Denn gut geplant und organisiert lassen sich auch online (fast) alle Ideen verwirklichen. Das Wichtigste aber – und das darf nicht vergessen werden – ist es, den Mädchen zu vermitteln, dass wir alle für sie da sind und dass es, auch wenn wir uns nicht real gegenüberstehen (können/dürfen), doch einen Raum gibt, um sich auszutauschen, um gemeinsam Spaß zu haben und um sich gegenseitig zu unterstützen.

Die erste Online-Mädchengruppe fand gleich in der Woche nach dem Lockdown statt. Mit Stoffstiften und viel Phantasie gestalteten wir gemeinsam tolle Mund-Nasen-Schutz-Masken und machten zum Abschluss sogar noch ein Online-Fotoshooting. Schließlich ist der Mund-Nasenschutz mittlerweile ja ein richtiges Modeaccessoire geworden. Es war eine richtige Freude den Mädchen beim Gestalten zuzusehen.

In der zweiten Woche stand Schmuckbasteln auf dem Programm und zwar mit Hilfe von Fimo. In der Mädchengruppe arbeiteten wir bereits ein paar Mal mit dem tollen Material – weil sich daraus super Schmuckgegenstände herstellen lassen. Auch beim zweiten Termin nahmen online wieder viele Mädchen teil. Es zeigte sich, dass die Organisation vorab und das Bereitstellen der Materialen für zu Hause gut funktionierte. Alle hatten das gleiche Material, es gab ein fixes Programm und die Mädchen konnten sich auf ein paar gemeinsame Stunden freuen.

In der dritten Woche des Lockdowns zeigte sich, dass die Mädchen den Austausch suchten. Sie erzählten viel von zu Hause und auch, dass sie sich sehr darauf freuen würden, endlich wieder eine Live-Mädchengruppe abzuhalten. Aber wir mussten durchhalten – GEMEINSAM. Wir gestalteten Weihnachtskarten. Auch dafür hatten sie das notwendige Material in ihren Tüten. Und wieder entstanden wunderbare, kreative und einzigartige Stücke. Wir entwickelten Sprüche und schauten uns gemeinsam Bilder im Internet an. Auch wenn es online war, es kommt auf den gemeinsamen Aspekt an.

Besondere Zeiten erfordern eben besondere Maßnahmen. Die Mädchengruppe zeigte, dass der Lockdown zwar eine Herausforderung für alle war, aber dass die gemeinsamen Stunden am Mittwoch eine tolle Abwechslung boten, die kreative Zeit genutzt wurde und der Zusammenhalt und die sozialen Kontakte nicht darunter leiden mussten. Wir waren füreinander da, bestärkten uns und – WIR WAREN KREATIV!!!!!!!

 

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