7
Juli
2020

Ein Buch über die Quarantänezeit während des Lockdown

Aufgrund der Covid-19-Pandemie schlossen am 16. März diesen Jahres alle Schulen und auf einen Schlag veränderte sich damit auch für die Schulsozialarbeit die Arbeitsweise. Der persönliche Kontakt zu den Schüler*innen war nicht mehr möglich. Die Schulsozialarbeit verlegte ihre Tätigkeiten ins Home-Office. Wie sollte man aber trotzdem die so wichtige Beziehung zu den Schüler*innen nicht verlieren? Der einzelne Kontakt per Telefon und Social Media war natürlich möglich, aber wie ganze Klassen erreichen? Die Schulen selbst richteten teilweise Lernplattformen ein oder übermittelten ihre Aufgaben über die Homepage oder per Mail an die Schüler*innen oder deren Eltern. Die Schulsozialarbeit hatte dank der zuständigen Lehrer*innen ebenfalls die Möglichkeit, diese Plattformen zu nutzen, und so hatte die Schulsozialarbeit einer NMS die Idee, den Schüler*innen über diese Plattformen immer wieder Briefe oder Aufgaben  zukommen zu lassen.

Im ersten Brief ging es um aufmunternde Worte und wie die Schüler*innen mit der „Ausgangssperre“ umgehen könnten. Des Weiteren formulierte die Schulsozialarbeit Aufgaben, die in der Corona-Zeit Abhilfe gegen möglichen Frust oder Langeweile schaffen könnten, und bat darum, diese mittels Fotos und Texten zu dokumentieren. All dies wurde als freiwilliges Angebot seitens der Schulsozialarbeit gesehen. Nur fanden diese Aufgaben so großen Anklang, dass weit über 100 Mails (!) bei der Schulsozialarbeit eintrafen. Die Schulsozialarbeit bekam auf diesem Wege Einblick in den Alltag der Schüler*innen. Sie zeigten ihr unter anderem, was sie tun, um die Langeweile zu bekämpfen, wie sie die Zeit sinnvoll nutzten, etwas Neues lernten, schrieben Texte über ihr Zeitmanagement, interpretierten Texte zu scheinbar ausweglosen Situationen und ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

Zum Beispiel erhielt Schulsozialarbeit folgendes Foto

sowie einen kurzen Bericht über die ersten Wochen im Home-Schooling, ein paar Zeilen über die “Corona-Ferien” und ein Coronatagebuch.

All diese kleinen Briefe, Nachrichten, Bilder etc. entzückten immer wieder das Herz der Schulsozialarbeit, die all diese mit viel Freude las, sie aber auch hin und wieder zum Nachdenken brachten. Daraus wurde die Idee geboren, ein Buch über diese Inhalte zu gestalten. Dieses Buch soll als kleine Erinnerung an eine herausfordernde, ungewöhnliche, aufregende und gleichzeitig aufwühlende, aber auch lernintensive Zeit in jeglicher Hinsicht dienen und den Schüler*innen zeigen, wozu sie fähig sind und was alles zu schaffen ist.

 

 

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