23
Juni
2020

Kreativnachmittag im Rahmen des Freizeitangebots „Mädchengruppe“

von und mit ISOP Schulsozialarbeit

Anfang März 2020 fand wie an jedem zweiten Donnerstagnachmittag das Freizeitangebot „Mädchengruppe“ statt. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt im Grazer Sozialraum 4 (Bezirke Lend, Eggenberg, Gösting) in Zusammenarbeit mit affido-pflegefamilien-kinderdörfer-familienarbeit Gmbh, der ISOP Schulsozialarbeit und dem Jugendzentrum EggenLend. Offizieller Projektträger sind das Amt für Jugend und Familie der Stadt Graz und die AG SR4. Konkret am Projekt beteiligt sind die ISOP-Schulsozialarbeiterinnen und Schülerinnen der NMS Karl Morre, NMS Algersdorf und NMS Kepler sowie die Mitarbeiterinnen des Jugendzentrums EggenLend und Mitarbeiterinnen der sozialräumlichen Familienarbeit von affido. Das Angebot ist aufgrund der sozio-ökonomischen Bedingungen vieler Familien kostenlos und niederschwellig und offen für alle Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren aus dem Sozialraum.

Bei diesem Termin lag der Fokus auf kreativem Ausdruck und Gestaltung. Diese Themen erfreuen sich erfahrungsgemäß großer Beliebtheit und sind stets sehr gut besucht. So nahmen auch an diesem Nachmittag 15 Mädchen teil. Veranstaltungsort war diesmal das Jugendzentrum EggenLend, das dazu für die Dauer von zwei Stunden exklusiv zur „bubenfreien Zone“ wurde. Angeboten wurden verschiedene kreative Tätigkeiten an mehreren Stationen, die von den Mitarbeiterinnen des Projekts betreut wurden: Schmuck basteln (Ohrringe, Ketten, Armbänder), Stofftaschen bemalen und Teelichter/Schmuckgläser gestalten mit Steinen, bunten Bändern, Washi-Tape etc.

Die Mädchen entschieden selbst, welche Tätigkeit sie interessierte, und zeitlich ging es sich sogar aus, mehrere Dinge zu gestalten, die sie natürlich mit nach Hause nehmen konnten, sei es für sich selbst oder als Geschenk für Freundinnen und Mamas. Stolz präsentierten sie ihre Kunstwerke den Mitarbeiterinnen vor Ort und wie rückgemeldet wurde auch den Lehrerinnen in der Schule, die ihre Schmuckstücke lobten.

Die Atmosphäre und Stimmung ist an kreativen Terminen stets konzentriert, entspannt und überraschend ruhig, was sehr angenehm für alle Beteiligten ist. Ebenso ergeben sich dadurch gute Gespräche. Darüber hinaus gibt es stets eine gesunde Jause für die Mädchen, die nach der Schule oft sehr hungrig sind, sodass selten etwas übrigbleibt. Diesmal wurden selbstgemachte Aufstriche, Brot, Obst und Gemüsesticks angeboten.

An diesem Kreativnachmittag durften wir auch zwei Gäste aus Deutschland begrüßen, die im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Schule Inklusive demokratischer Veränderungen“ u.a. bei ISOP Schulsozialarbeit hospitierten. Die beiden Grundschullehrerinnen zeigten sich sehr interessiert am Angebot, brachten sich gut ein und bastelten auch mit. Die Schulsozialarbeiterinnen und Projekt-Kolleginnen standen für alle Fragen zur Verfügung und stellten Infomaterialien zur Mädchengruppe bereit.

Die Mädchen profitieren von diesem Freizeit-Kooperationsprojekt in mehrerlei Hinsicht:

Ihnen wird Raum gegeben, wo sie sie selbst sein, sich neu entdecken und gemeinsam wachsen sowie sich partizipativ aktiv einbringen können. Darüber hinaus werden/wurden durch die Zusammenarbeit verschiedener Schulen neue Freundschaften geknüpft und bereits bestehende vertieft. Ein derartiges Kreativangebot bietet den Mädchen insbesondere die Möglichkeit, sich handwerklich zu betätigen, sich kreativ auszudrücken und auch Anregungen für neue Freizeitbeschäftigungen zu bekommen, die zudem stressreduzierend wirken. Ebenso wird durch das selbständige Tun und durch das Gefühl, ein selbst geschaffenes Produkt in Händen zu halten, die Selbstwirksamkeit gestärkt.

Abschließend soll nochmals die hervorragende Kooperation zwischen ISOP Schulsozialarbeit, offener Jugendarbeit und dem Träger der Kinder-Jugendhilfe unterstrichen werden, die maßgeblich zum Erfolg des Projekts beiträgt. Aufgrund der Wirksamkeit und der Nachfrage fand vor kurzem ein Ausbau des Projekts „Mädchengruppe im Sozialraum 4“ statt, und zwar mit einem ebenfalls 14-tägigen Angebot im/mit dem Jugendzentrum Echo und Schülerinnen und ISOP Schulsozialarbeiterinnen der NMS Kepler und NMS Fröbel.

Wir hoffen auf eine Weiterführung im Herbst!

 

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