18
Mai
2020

Was kann Schulsozialarbeit bewirken?

Was sind die Aufgaben von Schulsozialarbeit in Bezug auf Menschen- und Kinderrechten?
Jede*r von uns hat sich bereits mit dem Thema der Menschenrechte auseinandergesetzt – bewusst oder unbewusst. Sie begleiten uns in unserem alltäglichen Leben und in zwischenmenschlichen Interaktionen. Schulsozialarbeit arbeitet ressourcenorientiert, was bedeutet Kinder und Jugendliche nicht nach vermeintlichen „Defiziten“ zu „beurteilen“, sondern sie mit all ihren Stärken zu fördern. Jeder Mensch ist wertvoll und durch grundlegende Akzeptanz, Toleranz, Wertschätzung und Interesse am Gegenüber ist es möglich, Kindern und Jugendlichen Raum zur Entfaltung zu geben, damit sie ihre Potenziale entdecken und umsetzen können. Das wäre zudem ein Schritt in die Richtung einer vielfältigen, sprich inklusiven Gesellschaft.

Wer unterstützt Kinder und Jugendliche, die es nicht gelernt haben, für sich selbst „einzustehen“?
Hier kann Schulsozialarbeit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Eine der Aufgaben von Schulsozialarbeiter*innen lässt sich darin festmachen, Kinder und Jugendliche für ihre Umwelt sichtbar zu machen, ihnen eine Stimme zu geben und sie dabei zu unterstützen, ihre individuellen Bedürfnisse nach außen hin einzufordern. Als grundlegende Faktoren in der Interaktion mit dem Kind oder/und der/dem Jugendlichen erweisen sich folgende Faktoren als wesentlich: ein aktiver Beziehungsaufbau, der auf gleicher Augenhöhe stattfindet, ein vertrauensvolles Setting, das Kind oder die/den Jugendlichen dort „abzuholen“ wo er/sie sich individuell befindet (psychisch sowie physisch), Regelmäßigkeit und Zeit. Außerdem stellt sich ein umfassendes Werte-Verständnis in der  Haltung der einzelnen Schulsozialarbeiter*innen als bedeutsam heraus und kann den Schüler*innen im Schulalltag durch eine klare Vorbildwirkung weitervermittelt werden. Die grundlegende Auseinandersetzung mit einer wertfreien, inklusiven und demokratischen Grundhaltung in der Sozialen Arbeit ist essenziell und fördert die Umsetzung von Menschen- sowie Kinderrechten in unserer direkten Arbeit.

Zum Abschluss ein Zitat, das zum Nachdenken anregt:

„(…)
Der Weise sammelt keine Schätze
Je mehr er für andere wirkt
umso mehr gewinnt er selbst
Je mehr er den anderen gibt
Umso größer ist sein Reichtum
(…)

Laotse übersetzt von Kirchner, 2000, S. 167

 

 

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