5
Mai
2020

Achtsamkeitsübungen in Zeiten von Corona und Homeoffice

Ein kleiner Beitrag für das eigene Wohlbefinden

Die Arbeit als Schulsozialarbeiter*in ist eine sehr abwechslungsreiche und herausfordernde Tätigkeit, die phasenweise viel Energie und Zeit in Anspruch nimmt. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir gut auf uns achten, um in dieser verantwortungsvollen Tätigkeit so präsent wie möglich zu sein.

Achtsamkeit ist bewusste Aufmerksamkeit – auf sich selbst und ebenso auf andere gerichtet. Nur wenn wir achtsam mit uns und unseren Ressourcen umgehen, können wir auch bedacht mit unserem Umfeld umgehen. Selbst wenn wir gerade viel zu Hause sind, „Zeit“ haben, ist es gar nicht so einfach, sich bewusst „Zeit“ für sich selbst zu nehmen. Nicht nur die Arbeit vor dem Computer, Kinder, Partner, Haustiere etc. benötigen Aufmerksamkeit, sondern auch die Thematik rund um die Gesundheitsdebatten der letzten Wochen der Corona-Pandemie verlangen uns Einiges ab.

Die neue Situation stellt viele vor verschiedene Herausforderungen. Neue Arbeitsmethoden und Vorgehensweisen müssen erprobt und erlernt werden und auch der Arbeitsalltag hat sich weitgehend verändert. Insbesondere die neue Verschmelzung, also die Verbindung von Privatleben und Arbeitsleben ist oft nicht so einfach. Die Grenze, die sonst allein schon durch die räumliche Trennung gezogen werden kann, verschwimmt.

Deshalb ist es wichtig auf sich selbst zu achten, gut mit sich selbst umzugehen, die eigene Mitte zu finden und auf den Körper zu hören. Oder vielleicht sogar noch zielführender gesagt: mit im Alltag gut integrierbaren Übungen, die eigenen Kräfte konstant in einem guten Lot zu behalten. Denn auch hier ist nicht Intervention langfristig die zielführende Methode, sondern Prävention.

Nachfolgend möchten wir euch ein paar dieser Übungen, die im Rahmen der Arbeitsgruppe „Achtsamkeit im Arbeitsalltag“ zusammengestellt wurden, vorstellen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Entspannen!

 

Das drei Minuten Tagebuch

Nimm dir drei Minuten am Morgen und am Abend Zeit und beantworte nur für dich die folgenden Fragen:

Am Morgen

*Wofür bin ich dankbar?
*Was nehme ich mir heute vor?
*Was ist mein heutiges Mantra?

 

Am Abend

#Was ist mir heute gelungen?
#Was habe ich heute Gutes getan?
#Was werde ich morgen anders machen?

 

Meine Leitsätze

Nimm dir heute bewusst Zeit um die folgenden Fragen zu beantworten… Nur für dich!

A-L-I Atmen-Lächeln-Innehalten

Unterbrich für eine vorher gewählte Zeit, beispielsweise eine Minute, das, was du gerade tust.

Richte nun deine Aufmerksamkeit auf die Atembewegung, die du in deinem Körper spürst.

Dabei gilt es nur zu spüren, wie der Körper den Atem bewegt. Zaubere nun ein deutliches Lächeln auf dein Gesicht und beobachte, wie sich deine Gesichtsmuskulatur verändert.

Verweile nun mit deiner Aufmerksamkeit beim Atmen und Lächeln. Nach der zuvor festgelegten Zeit setze deine Tätigkeit fort. Diese Übung hilft dem Körper Glückshormone auszuschütten, ganz ohne Schokolade J

 

 

Literaturempfehlungen für die Zeit zu Hause, bei der auch die Möglichkeit gegeben wird sich mit sich selbst und seiner Umwelt gezielt auseinanderzusetzen.

Thomas Eriksons „Surrounded by Idiots: The Four Types of Human Behaviour (or, How to Understand Those Who Cannot Be Understood)“ beschreibt die unterschiedlichen Arten menschlicher Verhaltensweisen. Welcher Farbe bist du zugeordnet?

Stefanie Stahls „Das Kind in dir muss Heimat finden“ ist sehr gut dazu geeignet sich mit seiner Vergangenheit und auch Gegenwart auseinanderzusetzen. Das eigene Schattenkind kann gezielt in ein Sonnenkind umgewandelt werden. Dazu braucht es aber die Reflexion mit sich selbst. Eigentlich gut geeignet für die Zeit zu Hause.

 

Literatur:

Braun, Ralf 2018: Mindful@work. Anleitungen für einen achtsamen Arbeitsalltag,
Verlag Klett-Cotta.

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