19
Dezember
2019

Kindness Challenge

Throw Kindness around like confetti

„Kindness” bedeutet: the quality of being friendly, generous, and considerate. Im Deutschen wird das Wort oft mit Freundlichkeit, Herzlichkeit, Nettigkeit oder auch Entgegenkommen übersetzt.

Weihnachten wird nachgesagt, dass es das Fest der Liebe sei. Schulsozialarbeit arbeitet mit den Kindern das gesamte Schuljahr über auf verschiedene Arten und Weisen daran, freundlich, respektvoll und achtsam zueinander zu sein. Besonders um die Weihnachtszeit werden diese Themen aber auch medial und gesellschaftlich propagiert. Schulsozialarbeit nimmt sich das Fest der Liebe zum Anlass, um mit den Kindern die Fähigkeit zu „kindness and love” noch mehr zu verinnerlichen. In den Grazer Schulen kommen Kinder unterschiedlicher Herkunft, Kulturen oder Religionen zusammen, weshalb typisch österreichische Weihnachten nicht allen bekannt ist. Viele kennen gewisse Bräuche wie z.B. Adventkranz, Adventkalender, Christbaum oder sich gegenseitig beschenken. Einige Bräuche sind in vielen Kulturen üblich, nur eventuell an anderen Tagen. Was die Familien zu Weihnachten machen, egal aus welchem Land sie kommen oder welcher Religion sie angehören, ist gemeinsam gut zu essen, gemeinsam Zeit zu verbringen und sich gern zu haben. Die Kinder sind sich daher alle einig: „Im Dezember wollen wir Liebe schenken.“

Schulsozialarbeit bastelt deshalb mit den Kindern in verschiedenen Klassen (auch in der mehrsprachigen Klasse) an einem ganz besonderen Adventkalender, nämlich an der „Kindness Challenge”.

  • jemanden freundlich grüßen

  • jemanden anlächeln

  • jemandem die Tür aufhalten

  • jemandem einen Witz erzählen

  • jemanden etwas vorlesen

  • jemanden zuhören

  • mit jemandem neuen Spielen

  • jemandem aufhelfen, wenn er hingefallen ist, etc.

Jeden Tag im Dezember dürfen sich die Kinder eine Aufgabe aussuchen, die sie an diesem Tag machen möchten. Sie dürfen sich natürlich auch selbst etwas überlegen und ihren eigenen „act of kindness” machen. Hier haben die Kinder zum Beispiel geschrieben:

  • Ich helfe meinen Eltern

  • Ich lese meinem kleinen Bruder/meiner kleinen Schwester etwas vor

  • Ich helfe einem Freund/einer Freundin bei der Aufgabe

  • Ich helfe beim Aufräumen

Zusätzlich gibt es bei der „kindness challenge” auch die Option, dass Kinder auf Karten eine Zeichnung machen, ein Kompliment für jemanden schreiben oder eine Geschichte erzählen und diese Karten in der Klasse oder in der Schule weitergeben, um die Freundlichkeit auch außerhalb der eigenen Klasse zu teilen. Es gibt auch kleine Notizzettel auf die die Kinder entweder Herzen oder das Wort „smile”‚ „hug” oder auch „high five” malen können, welche ebenfalls (wie Konfetti) verteilt werden, um so Liebe und Freundlichkeit zu schenken.

Im Dezember haben die Kinder Unmengen an Freundlichkeit und Liebe verschenkt und geteilt. Sie haben Herzen an Klassentüren oder das Zimmer der Schulleitung gehängt, sie haben Karten geschrieben, um jemanden einen schönen Tag zu wünschen, Lehrer*innen und Kinder haben Briefe bekommen, in denen gestanden ist, dass sie einen schönen Tag haben sollen oder dass sie wundervoll sind. Die Kinder haben sich Karten geschrieben und gegenseitig Komplimente gemacht und sich umarmt, angelächelt und liebgehabt. Sie haben die „kindness” auch nach Hause mitgenommen, den Eltern beim Aufräumen oder beim Kochen oder einem jüngeren Geschwisterkind bei der Aufgabe geholfen oder ihnen etwas vorgelesen.

In der letzten Stunde vor den Weihnachtsferien haben sich die Kinder gemeinsam mit Schulsozialarbeit die guten Taten und die Liebe noch einmal ins Klassenzimmer geholt, darüber reflektiert und erzählt, wie es den Kindern dabei gegangen ist, was die Kinder im Gegenüber ausgelöst haben und was „kindness” für sie bedeutet und was sie für sich mitgenommen haben.

Folgend ein paar Antworten der Kinder:

Was ist die „kindness challenge”? Was bedeutet „kindness” für mich?

  • In der „kindness challenge” verteilt man Liebe

  • dass ich nett bin, lieb bin und mit jemandem spiele

  • dass ich einen Witz mache, um jemanden fröhlich zu machen oder dass ich jemanden tröste

  • dass ich Menschen ein Kompliment sage

  • dass man die Liebe teilt

  • etwas Nettes zu tun und dass man sich hilft

  • dass man mit der Schwester nicht mehr streitet, sondern mit ihr etwas spielt

  • dass ich gut bin und für die Liebe bin

  • dass ich anderen helfe und die Tür für jemanden aufmache

  • dass ich jemandem ein Wasser gebe, wenn er traurig ist

  • dass man etwas Nettes und Liebes für andere tut

  • dass man mit anderen spielt, um gemeinsam glücklich zu sein

  • dass ich jemanden tröste, wenn er traurig ist und ihm helfe

  • dass man teilt

  • dass man gemeinsam Spaß hat

  • dass man helfen soll und nicht einfach zuschaut und weggeht

  • dass ich meinen Eltern helfe

  • dass ich meiner Mama geholfen habe

  • dass ich mit meinem Vater gespielt habe und wir gemeinsam froh waren

Schulsozialarbeit wünscht Ihnen/Euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

Sie/Ihr sind/seid herzlich dazu eingeladen, bei der „kindness challenge” mitzumachen und im neuen Jahr Liebe und Freundlichkeit wie Konfetti zu (ver)teilen.

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