14
November
2019

Zehn Jahre ISOP Schulsozialarbeit im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag

Mittlerweile sind nun schon zehn Jahre vergangen, seit Schulsozialarbeit auch im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag Jugendliche beim Erwachsenwerden mit all seinen Herausforderungen begleitet und unterstützt. Es waren ereignisreiche, spannende, herausfordernde, manchmal traurige, aber auch sehr schöne Jahre, in denen sich das spannende Arbeitsfeld stetig weiterentwickelt hat.

Hier ein kurzer Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre:

Im November 2009 startete Schulsozialarbeit im damaligen Bezirk Bruck/Mur an insgesamt vier Standorten, und zwar an den (mittlerweile zusammengelegten) HS/RS Bruck Schillerstraße und HS Bruck Kirchplatz sowie an der HS Kapfenberg Stadt und der HS St. Marein im Mürztal. Obwohl die zusätzliche Unterstützung im Schulalltag durchaus als sehr positiv erkannt wurde, begegneten die Beteiligten ihr doch erst einmal mit etwas Skepsis. Schließlich war Schulsozialarbeit noch ein völlig neues und damit unbekanntes Arbeitsfeld nicht nur für Schüler*innen, Schulleitungen, Lehrer*innen, Beratungslehrer*innen, Bezirksschulinspektor, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte und überhaupt alle, die mit Schule zu tun hatten, sondern auch für die zwei Schulsozialarbeiterinnen selbst. Im Vordergrund standen daher am Anfang das gegenseitige Kennenlernen von Schulsozialarbeiterinnen und Schüler*innen ebenso wie Lehrer*innen und das Bekanntwerden mit den Gegebenheiten an den Schulen.

Die Schüler*innen selbst nahmen das Angebot der Schulsozialarbeit recht schnell an. Sie kamen mit ihren Anliegen im Rahmen von Beratungen zu den Schulsozialarbeiterinnen und beteiligten sich auch rege an den verschiedenen Gruppen- und Freizeitangeboten, die es seit dem Start von Schulsozialarbeit an jedem Standort an zwei Tagen pro Woche gab wurden (und immer noch gibt). Schulleitungen und Lehrer*innen bedurften einer etwas längeren Aufwärmphase, aber nach und nach erkannten auch sie den Nutzen von Schulsozialarbeit und öffneten sich immer mehr, wodurch sich die Zusammenarbeit kontinuierlich verbesserte.

Nachdem Schulsozialarbeit sich im Bezirk Bruck/Mur bereits gut bewährt hatte, wurde sie im Jahr 2011 auch an vier Standorten im damaligen Bezirk Mürzzuschlag eingeführt, nämlich an den beiden (mittlerweile zusammengelegten) Neuen Mittelschulen in Kindberg sowie an der NMS Mürzzuschlag und der Polytechnischen Schule Mürzzuschlag. Auch hier etablierte sich Schulsozialarbeit rasch als wichtiges Unterstützungsangebot für Schüler*innen, aber auch Lehrer*innen und Eltern bzw. Erziehungsberechtigte.

Im Jahr 2013 wurden die Bezirke Bruck/Mur und Mürzzuschlag im Zuge der Verwaltungsreform des Landes Steiermark zum gemeinsamen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag fusioniert. Die Schulsozialarbeiter*innen des Bezirks bildeten im folgenden Schuljahr 2014/15 das gemeinsame Team Obersteiermark Ost, was die schon davor gepflegte Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Arbeitsalltag erleichterte und intensivierte.

Trotz Schulzusammenlegungen in Bruck/Mur und Kindberg, durch die sich die Schulstandorte mit Schulsozialarbeit von sieben auf nunmehr fünf Neue Mittelschulen und eine Polytechnische Schule verringert haben, ist die Zahl der vom Land Steiermark gemeinsam mit dem Sozialhilfeverband Bruck-Mürzzuschlag im Bezirk finanzierten Stellen gleich geblieben.

Derzeit betreuen vier Schulsozialarbeiterinnen und ein Schulsozialarbeiter an ihren Schulen insgesamt rund 1085 Schüler*innen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Im Schuljahr 2018/19 führten sie insgesamt 1726 Beratungen sowie 671,4 Einheiten an Workshops bzw. Freizeitaktivitäten durch. Die Haupthemen bei Beratungen waren wie in den Jahren davor Schule, Konflikte unter Gleichaltrigen und Familie. Die Palette an Workshops, die angeboten wurde, war wie immer breit und reichte von Kennenlernen und Team Building über Konfliktmanagement und Mobbing bis hin zu Genderthemen.

Wie schon dieser kurze Rückblick beweist, ist in den vergangenen zehn Jahren viel passiert, vor allem aber hat Schulsozialarbeit im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag ihren Platz gefunden. Die Zusammenarbeit mit den Schulleitungen und Lehrer*innen verläuft in guten Bahnen und verbessert sich weiterhin stetig. Dank gebührt an dieser Stelle aber nicht nur ihnen, sondern allen anderen, die uns im Laufe der Jahre mit Rat und Tat oder manchmal einfach nur moralisch unterstützt haben!

Das bereits Erreichte dient uns als Ansporn dazu, Schulsozialarbeit auch in Zukunft ständig weiterzuentwickeln. Denn so wie die Lebenswelt der Jugendlichen sind stetig wandelt, müssen auch wir uns wandeln. Wir von ISOP Schulsozialarbeit hoffen, die Jugendlichen in diesem spannenden Prozess noch viele weitere Jahre professionell begleiten zu dürfen.

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