28
Mai
2019

Gesundheitstag an der NMS St. Marein

Seit mehreren Jahren findet an der NMS St. Marein/Mürztal der Gesundheitstag statt und schon seit Beginn der Tätigkeit von Schulsozialarbeit (Schuljahr 2009/10) darf diese auch Teil davon sein. Sei es um selbst Workshops durchzuführen, um Workshops von externen ExpertInnen zu organisieren oder auch um den Elternvortrag mitzugestalten.

Dieser Tag ist gekennzeichnet von einem Schwerpunkt zur physischen und psychischen Gesundheit, der für alle SchülerInnen aller Klassen aufbereitet wird.

Eines ist für alle gleich: Der Tag beginnt mit einer gemeinsamen Sporteinheit im Turnsaal. Daraufhin gehen alle SchülerInnen in ihre Klassen und nehmen gemeinsam ein gesundes und vitales Frühstück ein. Nach dieser Stärkung geht es in den verschiedenen Workshops weiter:

  1. Klassen: Body Percussion und Jonglieren

  2. Klassen: Body Percussion und Radfahrschule

  3. Klassen: Jiu Jitsu und Workshops „Rollenbilder Mädchen“ durch die Schulsozialarbeit sowie „Rollenbilder jugendliche Männer“ durch den Verein für Männer- und Geschlechterthemen

  4. Klassen: sexualpädagogische Workshops

Nach vier Stunden in den verschiedenen Workhops wird von den Klassenvorständen noch eine Reflexion und Evaluation erarbeitet.

Wie schon weiter oben erwähnt, durfte die Schulsozialarbeit heuer den Mädchenworkshop für die dritten Klassen durchführen und den für die jugendlichen Buben organisieren. Die Mädchen wurden jeweils in zwei Gruppen unterteilt, die in zwei Stunden verschiedene Themenstellungen zu weiblichen Rollenbilder erarbeiten konnten.

Begonnen wurde mit einer Sammlung von Stereotypen und Klischees von Buben und Mädchen aus der Sicht der Jugendlichen. Daraufhin diskutierten die Jugendlichen, ob sie selbst all ihren aufgeschriebenen Klischees entsprechen, und über Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Der Tenor war: „Wir haben 2019, da ist ja eh schon alles erlaubt“. Beim genaueren Hinsehen kam aber die Erkenntnis, dass selbst heute noch nicht immer alles gleich ist und Mädchen und Buben teilweise anders handeln bzw. auch anders behandelt werden. Vor allem zeigten sich Unterschiede im Elternhaus, jedoch kristallisierte sich ebenfalls die Kernaussage heraus, dass die Väter 2019 viel präsenter sind und für die jugendlichen Mädchen wichtige Ansprechpartner sind.

Des Weiteren wurden zwei Werbespots über unterschiedliche Zugangsweisen und Zuschreibungen von Frauen und Männern angesehen (https://www.youtube.com/watch?v=88qK5nOBKjw und https://www.youtube.com/watch?v=XlcaDhRu1AQ), deren Inhalte danach mittels eines Arbeitsblattes analysiert und diskutiert wurden.

Der zweite Teil des Workshops widmete sich dem Phänomen Influencerinnen bzw-. Youtouberinnen. Die Mädchen durften sich selbst Influencerinnen aussuchen, diese beschreiben und dazu ein Plakat gestalten. Im Folgenden mussten die Mädchen für sich selbst den „Genderfilter“ darüber legen und analysieren, wofür diese Influencerinnen stehen und wie es wäre, wenn Burschen die gleichen Youtube-Videos gestalten würden. Hierzu beschäftigten sich die Mädchen mit einem Zeitungsartikel (https://www.wuv.de/medien/maenner_haben_mehr_ausdrucksmoeglichkeiten).

Es wurde reichlich darüber diskutiert, dass wir wie schon erwähnt das Jahr 2019 schreiben, aber es auch in den sozialen Netzwerken noch Unterschiede zwischen Buben und Mädchen gibt. Wenn Buben die gleichen Youtube-Videos drehen würden, würden sie sich der Lächerlichkeit preisgeben und umgekehrt würden Mädchen als burschikos wirken und nicht wirklich viele Follower haben.

Zum Abschluss wurde den Mädchen noch ein Lied einer Poetry Slammerin mitgegeben, das sie sich zum Abschluss selbst anhören konnten, ohne weitere Diskussion.
https://www.youtube.com/watch?v=qvEL48-BZMc

 

 

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