20
Mai
2019

Bubengruppe im Sozialraum 3 in Graz

Die Stadt Graz bietet für Jugendliche und junge Erwachsene im Rahmen der offenen Jugendarbeit viele Möglichkeiten. So wurden etwa in den letzten Jahren einige Jugendzentren neu- bzw. umgebaut, die der Zielgruppe in Kooperation mit anderen Organisationen vielfältige Angebote – von sportlichen Aktivitäten, über gemeinsames Kochen bis hin zu Tonstudios, Berufs- und Ausbildungsberatung und Lernhilfe – offerieren. In der täglichen Arbeit der Schulsozialarbeiter*innen kann jedoch regelmäßig festgestellt werden, dass der Bedarf an Freizeitangeboten auch schon im Kindesalter bzw. vor dem Erreichen des, durch die Träger der offenen Jugendarbeit definierten Alters ihrer Zielgruppe, besteht.

Basierend auf der bereits seit mehreren Jahren etablierten Mädchengruppe, die sich speziell an Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren richtet, die per Definition noch nicht zur Zielgruppe der Einrichtungen der offenen Jugendarbeit gehören, entstand im Schuljahr 2018/2019 die Idee, auch eine entsprechende Bubengruppe einzurichten. Gemeinsam mit der AG Sozialraum 3, Jugend am Werk, den Kinderfreunden und der Offenen Jugendarbeit der ISOP GmbH wurde ein vielfältiges Programm mit Schwerpunkten erstellt, die interessierte Buben zuvor selbst erarbeitet und festgelegt haben. Diese Schwerpunkte reichen vom gemeinsamen Eislaufen, über einen Filmnachmittag, gemeinsames Kochen bis hin zum Besuch eines Tonstudios und einem gemeinsamen Ausflug in ein Freibad.

Besonderer Vorteil der Bubengruppe ist, dass interessierte Buben ihre Freizeit so in einem sicheren Rahmen, mit ihnen vertrauten Personen aus dem Schulalltag verbringen, gleichzeitig auch Kontakt zu den handelnden Personen der offenen Jugendarbeit und Kinder- und Jugendhilfe aufbauen und dadurch im Idealfall auch Barrieren bzgl. der selbstständigen Freizeitgestaltung abgebaut bzw. Brücken zu anderen Einrichtungen geschlagen werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, nachhaltigere Beziehungsarbeit zu leisten, da sich die Kinder außerhalb der Schule natürlich in einem völlig anderen Regelrahmen bewegen und das Grundprinzip der Freiwilligkeit schon im Vorhinein für gänzlich neue Rahmenbedingungen sorgt. Selbstverständlich wird versucht, alle Freizeitangebote im Rahmen der Bubengruppe für die Kinder und ihre Eltern gratis anzubieten, um das Angebot möglichst niederschwellig zu gestalten.

Die ersten Termine der Bubengruppe zeigten eindeutig, wie groß der Bedarf an einem solchen Angebot ist und wie dankbar die Buben dafür sind. Zusätzlich konnte festgestellt werden, dass die Beziehungsarbeit, die im Rahmen der Freizeitangebote geleistet wird, auch im Schulkontext Früchte trägt und es den Schulsozialarbeiter*innen stark erleichtert, mit den an der Bubengruppe teilnehmenden Kindern zu arbeiten.

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