5
März
2019

Buddy-Projekt

Hiermit dürfen wir Ihnen folgend unser Buddy Projekt vorstellen, das seit mehreren Jahren in einigen von ISOP-Schulsozialarbeit betreuten Schulen erfolgreich durchgeführt wird. Konzept, Verantwortung und Durchführung des Projekts liegen dabei in den Händen der Schulsozialarbeit.

Das Buddy Projekt an sich basiert auf der Idee des Peer Learning, dh. Kinder sollen von- und miteinander lernen und sich gegenseitig unterstützen. Die Peers, sogenannte „Buddys“ (dt. Freund, Kumpel) sind Freiwillige aus den 4. Klassen der NMS, die ErstklässlerInnen beim Einstieg in die Neue Mittelschule unterstützen, sodass der oft herausfordernde Übergang für die neuen SchülerInnen leichter gelingt und sie sich in der neuen Schule willkommen fühlen. Die Buddys beweisen sich dabei in einem dreistufigen Aufnahmeverfahren (bereits in der dritten Klasse NMS) unter Leitung der Schulsozialarbeit. Nachdem sie eine schriftliche Bewerbung eingereicht haben, werden sie zum persönlichen Gespräch mit der Schulsozialarbeit (oft auch im Beisein der Direktion) eingeladen und interviewt. Darauf folgt eine Qualifizierung/Ausbildung durch die SchulsozialarbeiterInnen bei der die SchülerInnen wichtige Kompetenzen und Wissen für ihre Buddy-Tätigkeit erwerben:  insbesondere ihre Aufgaben und auch Grenzen werden intensiv besprochen und reflektiert sowie das Thema (Körper)sprache und selbstbewusstes Auftreten werden vermittelt und in Rollenspielen praktisch erprobt. Ihre Vorbildrolle für die Jüngeren und welche Verantwortung ihnen dabei zukommt, wird den Buddys in diesen Einheiten besonders bewusst. Am Ende der Ausbildungseinheiten (die in der Freizeit der SchülerInnen am Nachmittag stattfinden) wird dann von den SchulsozialarbeiterInnen entschieden, welche BewerberInnen als Buddy aufgenommen werden.

Ausgestattet mit ihren erworbenen Kompetenzen und Wissen starten die Buddys in der Schule ihre Tätigkeit und sind gleich von Anfang an fixer Bestandteil im Alltag der ersten Klassen. Anfangs geht es vor allem um ein erstes Kennenlernen und Aufbau von Beziehungen. Im ersten Halbjahr, vor allem zu Schulbeginn, sind die Buddys dann für die ErstklässlerInnen Ansprech- und Vertrauenspersonen, die ihnen helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn sie dies benötigen. Gemeinsame Aktionen wie z.B. Spielenachmittage oder gemeinsames Kochen werden von der Schulsozialarbeit organisiert und bieten sowohl den Buddys als auch den ErstklässlerInnen die Möglichkeit, mehr Zeit miteinander zu verbringen, sich besser kennenzulernen und dann auch von- und miteinander zu lernen.

Die Schulsozialarbeit unterstützt die Buddys im Semester ihres Buddy-Daseins. Einerseits gibt es Reflexionsgespräche, um gemeinsam zu besprechen wie das Projekt läuft und wie es den Buddys geht, andererseits kann natürlich jede/r Buddy bei Bedarf zur Schulsozialarbeit kommen, um Fragen zu klären oder Hilfestellung zu erhalten. Zum Abschluss des Projekts erhalten die Buddys eine Urkunde, die ihre sozialen Kompetenzen und ihr Engagement bestätigt. Zusätzlich findet als Belohnung immer eine gemeinsame Abschlussaktion der Schulsozialarbeit mit den Buddys statt, wie z.B. Kinobesuch oder Pizza backen.

Damit Sie einen Eindruck in die Motivation der Buddybewerber/innen erhalten, lesen Sie hier nun ein paar ausgewählte Zitate aus den Bewerbungen, die wir für dieses Schuljahr 2018/19 an der NMS Karl Morre in Graz erhalten haben:

 

(weiblich 13 Jahre alt)

„Weil ich es liebe Personen zu helfen. Weil ich eine Person bin, die Leute zum Lachen bringen kann.“ (weiblich 12 Jahre)

(weiblich 13 Jahre alt)

„Als Buddy wäre ich sehr verlässlich, indem ich für die Kleinen da wäre. Ich würde ihnen eine gewisse Sicherheit geben um sich hier wohl zu fühlen. Sie sollen keine Angst haben oder sich unwohl fühlen. Ich mag Kinder sehr. Ich weiß, dass man als neue/r schüchtern ist. Aber darum kann ich mich sorgen.“ (weiblich 12 Jahre)

(weiblich 13 Jahre)

„Weil ich Kinder liebe und ich möchte gerne Kindergärtnerin werden und bin schon eine Babysitterin und passe auf kleine Kinder sehr gut auf. Ich mag sie und liebe sie. Und ich möchte gerne Buddy sein.“ (weiblich 13 Jahre)

(weiblich 13 Jahre)

„Ich möchte gerne Buddy werden, weil nur Mädchen Buddys sind und es sollten auch Buben Buddys werden. Ich will ihnen sehr viel lernen, zB. Wenn er sich nicht auskennt in der Schule.  Und wenn er ein Integrationskind ist oder er kann kein Deutsch, dann werde ich mich bemühen und alles geben“ (männlich 13 Jahre)

 

Auch sonst beweisen die SchülerInnen schon in den Bewerbungsbögen großen Eifer:

Wir sind sehr stolz auf unsere Buddys und ihr tolles freiwilliges Engagement.

 

 

 

Eine Antwort auf Buddy-Projekt

  1. Cornelia sagt:

    Großartiges Projekt und tolles Engagement!😉

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